Ernährung und Gesundheit

Ernährung und Gesundheit

Gesund ernähren kann sich heute jeder. Unsere Lebensmittel sind sicherer und qualitativ hochwertiger als je zuvor. Verständliche Kennzeichnungen ermöglichen dem Verbraucher eine selbstbestimmte Entscheidung beim Einkauf. Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass das so bleibt und wirbt für eine gesunde Ernährung und mehr Bewegung.

Das symbolhafte Foto zeigt Hände eines älteren Menschen beim Schälen eines Apfels. Zur gesunden Ernährung liegen Weintrauben und Bananen auf einem Teller.

Obst und Gemüse ist gesund und lecker

Foto: picture-alliance / ZB

Lebensmittelsicherheit

Die eigene Ernährung ist Privatsache. Verbraucher müssen aber darauf vertrauen können, dass ihre Lebensmittel sicher sind. Lebensmittelsicherheit beginnt auf dem Acker und endet auf dem Teller. Ein engmaschiges Netz an Maßnahmen und die effektive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft sowie nationalen und internationalen Behörden gewährleistet, dass unsere Lebensmittel sicher sind.

Die Verantwortung für sichere und hygienisch einwandfreie Lebensmittel und Futtermittel tragen die Unternehmen, die sie produzieren. Zahlreiche nationale Rechtsvorschriften und EU-Rechtsvorschriften verpflichten sie, regelmäßig Eigenkontrollen durchzuführen. Wenn etwas nicht in Ordnung ist oder bestimmte Erreger oder gefährliche Stoffe auftreten, müssen sie dies umgehend melden. Amtliche Kontrollen wachen darüber, dass Unternehmen die Vorschriften einhalten. Das ist EU-weit einheitlich geregelt.

Auch wenn die Unternehmen mit Fremderzeugnissen arbeiten, müssen sie nachweisen können, woher eine Zutat oder ein Erzeugnis stammt.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung sowie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bewerten Risiken von Lebensmitteln und informieren hierüber. Ebenso sind sie gefragt, wenn es darum geht, Risiken einzudämmen. Auf der Seite "lebensmittelwarnung.de" finden Verbraucher aktuelle Warnhinweise bzw. Informationen über Rückrufaktionen bei Lebensmitteln. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zugleich die Kontaktstelle für das europäische Schnellwarnsystem für Lebens- und Futtermittel.

Über die sieben Grundprinzipien der Lebensmittelsicherheit informiert auch dieses Video.

Lebensmittelkennzeichnung

Um bewusst über die eigene Ernährung entscheiden zu können, muss der Verbraucher wissen, was er kauft. Dafür benötigt er klar und verständlich gekennzeichnete Lebensmittel. Die Kennzeichnung informiert über das Produkt und schützt vor möglicher Täuschung und Irreführung.

Die meisten Vorgaben der Lebensmittelkennzeichnung sind europaweit einheitlich auf Grundlage der EU-Lebensmittelinformations-Verordnung geregelt. Sie gilt verbindlich in allen EU-Mitgliedsstaaten und sieht beispielsweise vor:

• eine transparente Zutaten- und Nährwertkennzeichnung,

• die gute Lesbarkeit von Angaben auf Lebensmitteln,

• Hinweise auf Mindesthaltbarkeits- und Verbrauchsdatum,

• Warnhinweise – etwa bei koffeinhaltigen Lebensmitteln oder auch

• leichtere Erkennbarkeit von Lebensmittelimitaten.

Für Fragen zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und Beschwerden bei Produkttäuschung bietet das Internetportal "lebensmittelklarheit.de" eine zentrale Anlaufstelle. Es wird von der Verbraucherzentrale betrieben und vom Bundesverbraucherministerium gefördert.

Außerdem können verschiedene Siegel Verbrauchern helfen, sich zu orientieren. Ein Beispiel ist das "Regionalfenster", das dem Verbraucher auf den ersten Blick verrät, aus welcher Region ein Produkt und seine Bestandteile kommen. Großer Bekanntheit erfreut sich das Bio-Siegel, mit dem ökologisch erzeugte Lebensmittel gekennzeichnet werden. Mit ihrer Initiative "Eine Frage der Haltung – Neue Wege für mehr Tierwohl" hat die Bundesregierung Verbesserungen der Haltungsbedingungen für landwirtschaftliche Nutztiere erreicht. Ziel ist die Entwicklung eines neuen Tierwohllabels für Produkte, bei deren Erzeugung höhere als die gesetzlichen Mindeststandards eingehalten werden.

Nationaler Aktionsplan IN FORM

Um Krankheiten vorzubeugen, die durch unausgewogene Ernährung und zu wenig Bewegung begünstigt werden, hat die Bundesregierung die Initiative "IN FORM" ins Leben gerufen. Ziel ist, dass Erwachsene gesünder leben, Kinder gesünder aufwachsen und von einer höheren Lebensqualität und einer gesteigerten Leistungsfähigkeit in Bildung, Beruf und Privatleben profitieren.

Über aktuelle Entwicklungen zum Thema gesunde Ernährung sowie zu verbraucherorientierten Gesundheitsthemen informiert sie unser Schwerpunkt "Ernährung und Gesundheit".

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