Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen stärken

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Kabinettsklausur im Schloss Neuhardenberg Wettbewerbsfähigkeit und Innovationen stärken

Das Bundeskabinett trifft sich am 25. und 26. August unter Leitung des Bundeskanzlers im Schloss Neuhardenberg zur Klausur. Laut Bundeskanzler Merz geht es darum, die Stärken des Landes zu nutzen, um „das Wachstum und die Beschäftigung von morgen zu ermöglichen“.

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Frontansicht des Schloss Neuhardenbergs: Weißer Barockbau mit grünem Dach.

Bei der Kabinettssitzung im Rahmen der Klausur im Schloss Neuhardenberg soll es auch um das Thema Dürre und das Klima gehen.

Foto: IMAGO/Jürgen Ritter

Wie kann Deutschland ein starkes Industrieland bleiben, auch im KI-Zeitalter zur Weltspitze gehören und damit Wohlstand und Arbeitsplätze im Land sichern? Unter anderem mit dieser Frage beschäftigt sich das Bundeskabinett bei der Kabinettsklausur im Schloss Neuhardenberg. Auch das Thema Dürre soll in der anschließenden ordentlichen Kabinettssitzung am Mittwoch diskutiert werden. 

Bundeskanzler Friedrich Merz betonte zu Beginn der Klausur, dass die Bundesregierung eine neue Politik zum Wohle Deutschlands eingeleitet habe. Es gehe nun darum, die Stärken des Landes zu nutzen, um „das Wachstum und die Beschäftigung von morgen zu ermöglichen“. 

Vielzahl an Perspektiven in der Diskussion

Dem Kabinett ist eine Vielzahl an Perspektiven auf die anstehenden Themen wichtig: Die Gastredner repräsentieren internationale Unternehmen, das Handwerk, Startups und Kapitalgeber. Dabei decken sie eine Themenvielfalt von industrieller KI über Verteidigung, Sicherheit bis hin zum lokalen Klimaschutz ab.

Zum Auftakt diskutiert die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für industrielle Wettbewerbsfähigkeit, Souveränität und Schlüsseltechnologien. Dazu sind Impulsvorträge von Roland Busch (CEO Siemens) sowie Aidan Gomez (CEO Cohere) geplant. Im Anschluss äußern sich die Bundesministerinnen und -minister Lars Klingbeil, Dorothee Bär, Karsten Wildberger und Verena Hubertz dazu mit Aspekten aus ihren Zuständigkeiten. 

Drohnen und Zoll-Apps– wo KI bereits den Alltag bereichert

Anschließend wird es Demonstrationen guter Beispiele für Innovationen und Technologie in der Wirtschaft und im Staat geben. Denn Verteidigung, Sicherheit und gesamtwirtschaftliche Innovation gehen Hand in Hand. Neue Technologien können Deutschland sicherer machen und gleichzeitig technologische Fähigkeiten und Wertschöpfung in Wirtschaft und Gesellschaft tragen. Das zeigt eine Flugdemonstration der Abfangdrohne von Tytan Technologies mit CEO und Gründer Balazs Nagy. Als erfolgreiches Startup der Verteidigungsindustrie steht das Unternehmen für eine neue Generation technologiegetriebener Unternehmen in Deutschland. 

BKA und Zoll zeigen, wie der Staat selbst Anwender und Treiber neuer Technologien sein kann. Dazu werden Anwendungen von künstlicher Intelligenz (KI) und neuen Technologien im Bundeskriminalamt und der digitalen Personenüberprüfung durch den Zoll mit der ZEPOSApp und einer Zollhundevorführung demonstriert. Die Vorführungen werden begleitet von Impulsvorträgen der Bundesminister Boris Pistorius, Alexander Dobrindt und Carsten Linnemann.

Handwerk und Startups – Mittelstand als wichtiger Wirtschaftsakteur

Am Mittwoch schließt sich eine Diskussion zur Wettbewerbsfähigkeit von Handwerk und Startups an. Impulsvorträge sind von Jörg Dittrich (Präsident Zentralverband des Deutschen Handwerks), Judith Dada (General Partner Visionaries Club, Gewinnerin Investorin des Jahres beim German Startup Award) und Ruth Bosse (CEO & Gründerin Ark Climate, Gewinnerin Newcomerin des Jahres beim GermanStartupAward ) geplant. Im Anschluss findet eine ordentliche Kabinettssitzung statt.

Schloss Neuhardenberg liegt am Rand des Oderbruchs und entstand als barocker Bau im frühen 18. Jahrhundert. Der Ort ist zudem eng mit dem deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus verbunden: Carl-Hans Graf von Hardenberg, der das Gut 1921 übernahm, war einer der Verschwörer des Attentats auf Hitler vom 20. Juli 1944. Auf Schloss Neuhardenberg konnten Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Henning von Tresckow und weitere Beteiligte die Vorbereitungen relativ unbehelligt vorantreiben. Seit 2001 liegt die Verantwortung für Schloss und Kulturprogramm bei der Stiftung Schloss Neuhardenberg. Bereits Anfang der 2000er wurde der Ort zudem für Kabinettsklausuren genutzt.