Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Energiesicherheit 

Mehr Unabhängigkeit bei Kohle, Gas und Öl Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Energiesicherheit 

Deutschland will unabhängiger werden von fossilen Energien – für mehr Klimaschutz und eine sicherere Energieversorgung. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine gilt es, schneller von russischen Rohstoffen wie Kohle, Gas und Öl unabhängig zu werden – und gleichzeitig Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Foto zeigt Windräder und Photovoltaikanlagen

Deutschland im Wandel: Ein immer größerer Anteil der Energie wird durch erneuerbare Energien gedeckt. 2021 stammten bereits 42 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien. 

Foto: picture alliance / Jochen Tack

Wofür brauchen wir Energie?

Die Versorgung mit Strom, Wärme und Kraftstoffen ist ein zentraler Baustein für unseren Wohlstand. Der Energieverbrauch ist in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren etwa konstant geblieben. Energie wird zwar immer effizienter genutzt und teilweise eingespart, doch immer mehr Konsum und eine wachsende Wirtschaft halten den Verbrauch hoch. Haushalte, Verkehr und Industrie verbrauchen jeweils etwa ein Drittel, ein kleinerer Anteil entfällt auf Gewerbe, Handel und Dienstleistungen.

Woher kommt unsere Energie?

Für unsere Energieversorgung benötigen wir Rohstoffe: Für die Gewinnung von Energie werden bisher überwiegend fossile Energiequellen wie Kohle, Erdgas und Erdöl eingesetzt. Sie werden in Strom oder Wärme umgewandelt oder als Kraftstoff im Verkehr genutzt. Ein immer größerer Anteil dieser Energie wird durch erneuerbare Energien, beispielsweise Windkraft oder Photovoltaik, gedeckt: 2021 stammten bereits 42 Prozent des verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Energien. Bis 2030 sollen es mindestens 80 Prozent werden. Ein großer Teil der fossilen Energie wird importiert – bisher überwiegend aus Russland. Kurzfristig ist es daher wichtig, unsere  Energieabhängigkeit von Russland schnell zu verringern und die Energieversorgung auf eine breitere Basis zu stellen. Gleichzeitig soll die Energiewende beschleunigt werden. Denn so gelingt langfristig eine günstige, unabhängige und sichere Energieversorgung, die gleichzeitig unser Klima schützt.

Gas – mehr LNG-Gas, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten

Gas über Leitungen bezieht Deutschland bisher vor allem aus Russland, Norwegen und den Niederlanden. Zusätzlich bekommt Deutschland verflüssigtes Erdgas, sogenanntes LNG, per Schiff über spezielle Terminals. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, und weil es Ziel der Bundesregierung ist, möglichst keine Energie mehr aus Russland zu importieren, hat die Bundesregierung entschieden, mehr LNG-Gas zu beziehen. Das verflüssigte Erdgas lässt sich per Schiff transportieren, so dass Lieferwege erschlossen werden, die nicht in der Gesamtheit eine Pipeline erfordern.

Erste eigene Terminals sollen im Winter 2022/23 erste Lieferungen annehmen, bisher wird Deutschland über die LNG-Terminals der europäischen Nachbarn mitversorgt. Das fossile verflüssigte Erdgas wird jedoch nur für eine Übergangszeit eine Rolle spielen. Der Aufbau der LNG-Infrastruktur ist die kurzfristige Lösung für alternative Importmöglichkeiten von Gas. Über den aktuellen Gasspeicherstand informiert die Bundesnetzagentur täglich in ihrem Lagebericht. 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat am 23. Juni 2022 die zweite Stufe des Notfallplans Gas ausgerufen – die Alarmstufe. Die Gasversorgung ist aktuell weiter gesichert. Aber aufgrund der verringerten russischen Gaslieferungen hat sie sich erheblich verschlechtert. Die Bundesregierung ergreift daher zusätzliche Maßnahmen, um jetzt die Versorgung im Winter zu sichern. Alle – Wirtschaft und Privathaushalte – sollten sich bemühen, ihren Verbrauch so gut wie möglich einzuschränken. Nach dem Notfallplan Gas sind private Haushalte und soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser besonders geschützt, sollte es zu Versorgungsengpässen kommen. Um die gestiegenen Preise abzufedern, hat die Bundesregierung zwei Entlastungspakete beschlossen (erstes Paket, zweites Paket).

Öl – Embargo gegen einen Großteil der russischen Ölimporte

Öl importiert Deutschland unter anderem aus Großbritannien, Libyen, Kasachstan, Norwegen und den USA – und aus Russland. Die  EU-Staats- und Regierungschefs einigten sich Ende Mai 2022 auf ein Embargo gegen einen Großteil der russischen Ölimporte. Deutschland hat das Ziel, bis zum Ende des Jahres komplett auf die Einfuhr russischer Ölprodukte zu verzichten. Ein Teil des in Deutschland genutzten Öls wird auch inländisch gefördert, vor allem in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. „Offshore“-Förderung erfolgt auf der Bohr- und Förderinsel Mittelplate, die im Nationalpark Wattenmeer vor der Westküste Schleswig-Holsteins liegt. Da das Wattenmeer von besonderer ökologischer Bedeutung ist, gelten hierbei besonders strenge Gesetzesvorgaben, Sicherheits- und Umweltstandards.

Kohle – ein einheimischer fossiler Energierohstoff

Kohle wird in Deutschland abgebaut und zum Teil auch importiert. Braunkohle ist derzeit noch der wichtigste einheimische fossile Energierohstoff. Sie wird in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westphalen gefördert. Für ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit und Effizienz wird Braunkohle lagerstättennah genutzt. Die Steinkohlenförderung in Deutschland ist mit Ende des Jahres 2018 eingestellt worden. Steinkohle wird daher importiert, überwiegend aus den USA, Australien und Kolumbien – sowie aus Russland. Für den Import von Kohle hat die EU ein Embargo gegen Russland verhängt, das bis Anfang August umgesetzt werden muss. Um den Gasverbrauch zu reduzieren und Gas für den Winter und die Heizperiode einzuspeichern, können kurzfristig Kohlekraftwerke aus der Netzreserve wieder ans Netz gehen.

Mit dem Gesetz zur Bereithaltung von Ersatzkraftwerken zur Reduzierung des Gasverbrauchs im Stromsektor soll bis 31. März 2024 eine Gasersatz-Reserve eingerichtet werden. Im Notfall sollen Öl- und Kohlekraftwerke Strom produzieren, falls die Menge der Gaslieferungen für genügend Strom aus Gas nicht ausreicht und eine sogenannte Gasmangellage vorliegt. Öl- und Kohlekraftwerke sollen so ertüchtigt werden, dass sie jederzeit auf Abruf für den Markt bereitstehen. Das gilt insbesondere für die Kohlekraftwerke, die nach den Plänen für den Kohleausstieg 2022 und 2023 normalerweise außer Betrieb gehen sollen. Kraftwerke, die bislang als Netzreserve dienen, also eigentlich zur Stabilisierung der Stromnetze, sollen ebenfalls zur Produktion genutzt werden. Kohlekraftwerke aus der Sicherheitsbereitschaft, die bislang also nur im äußersten Notfall wieder hochgefahren werden dürfen, gehören ab dem 1. Oktober der neu geschaffenen Versorgungsreserve an.

Mit dem sogenannten „ Osterpaket“ hat das Kabinett die größte energiepolitische Gesetzesnovelle seit Jahrzehnten verabschiedet. Ziel ist der beschleunigte und konsequente Ausbau erneuerbarer Energien. Ein wichtiger Schwerpunkt sind Änderungen im EEG. Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf mindestens 80 Prozent steigen. Weitere wichtige Bestandteile des Pakets zielen auf den  Ausbau des Stromnetzes sowie der  Offshore-Windenergie. Mit dem ersten Teil des „Sommerpakets“ will die Bundesregierung zudem den  Windkraftausbau an Land deutlich schneller planen und genehmigen. Denn mehr erneuerbare Energien in Deutschland bedeuten auch eine größere Unabhängigkeit von Energieimporten aus dem Ausland.

Bleibt es beim Ausstieg aus der Atomkraft?

Das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium (BMWK) und das Bundesministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (BMUV) haben gemeinsam geprüft, ob und inwiefern eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken zur Energiesicherheit beiträgt. Das Fazit war, dass eine Verlängerung der Laufzeiten nur einen sehr begrenzten Beitrag zur Lösung des Problems leisten könnte, und dies zu sehr hohen wirtschaftlichen Kosten. Daher haben sie eine Laufzeitverlängerung der drei noch bestehenden Atomkraftwerke auch angesichts der aktuellen Gaskrise nicht empfohlen. Denn das Gas fehlt vor allem für die Wärmeproduktion und die Atomkraftwerke liefern Strom: Die drei sich noch am Netz befindlichen AKW Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 liefern nur etwa 5 Prozent der deutschen Stromproduktion

Ein erster „Stresstest“ von März bis Mai 2022 prüfte die Stromversorgungssicherheit im Falle eines Ausfalls russischer Gaslieferungen, eines sehr hohen Gaspreises und für den Fall, dass zugleich eine große Anzahl französischer Atomkraftwerke nicht am Netz wären. Dieser Stresstest kam zu dem Ergebnis, dass die Stromversorgungssicherheit im kommenden Winter gewährleistet ist, auch ohne eine Verlängerung des Betriebs der Atomkraftwerke. Aktuell läuft ein weiterer „Stresstest“ unter noch einmal verschärften Annahmen (noch höhere Preise, ein noch gravierenderer Ausfall von Gaslieferungen und ein stärkerer Ausfall von französischen Atomkraftwerken). Zudem wird die Sondersituation in Süddeutschland betrachtet (Gaskraftwerke, aber wenige Kohlekraftwerke und auch wenige Windkraftanlagen in Bayern, die letzten Kernkraftwerke werden Ende 2022 abgeschaltet). Wenn die Ergebnisse vorliegen, kann die Lage gegebenenfalls neu eingeschätzt und evaluiert werden.

Warum soll es kein Fracking geben?

Beim sogenannten „Fracking“ wird Gas freigesetzt, indem eine Flüssigkeit in Gestein, das Gas enthält, eingepresst wird. Durch den steigenden Druck formen sich kleine Risse in dem Gestein, das Gas wird freigesetzt und kann durch die Bohrleitung an die Oberfläche geleitet werden. Bei konventionellem Fracking wird das Gas vor allem aus Sandstein (meist auch in größerer Tiefe) gewonnen, bei unkonventionellem Fracking wird Gas aus Schiefer-, Ton-, Mergel- und Kohleflözgestein gewonnen. Die Regelungen in Deutschland sind klar: Der Schutz von Trinkwasser und Gesundheit haben absoluten Vorrang: Fracking kann in Deutschland nur zum Einsatz kommen, wenn damit keine Gefahren für Menschen und Umwelt einhergehen

Konventionelles Fracking wird in Deutschland schon seit vielen Jahren angewendet und ist langjährig erprobt. In den letzten Jahren hat es in Deutschland allerdings keine Frackingvorhaben gegeben. Aus Umwelt- und Verbraucherschutzgründen ist konventionelles Fracking jedoch in einigen sensiblen Gebieten verboten. Dazu gehören unter anderem Wasserschutz- und Heilquellenschutzgebiete, sowie Seen und Talsperren zur Trinkwassergewinnung.

Kommerzielle unkonventionelle Fracking-Vorhaben sind in Deutschland bis auf weiteres nicht zulässig. Im Gegensatz zum konventionellen Fracking liegen hierzulande noch keine Erfahrungen und Kenntnisse vor. Um Erfahrungswerte über die Auswirkungen auf Umwelt und Untergrund zu sammeln, sollen vier wissenschaftlich begleitete Erprobungsmaßnahmen möglich sein. Bisher wurden keine Anträge auf Fracking an die Bundesländer gestellt. Aufgrund der geringeren Gaslieferungen aus Russland stellt sich auch die Frage nach heimischen Ressourcen neu. Fracking ist jedoch eine nicht nur unter Umweltgesichtspunkten sehr umstrittene Methode, sondern es würde auch einen langen Vorlauf erfordern. Insofern bietet es keine Lösung der Gasproblematik für den kommenden Winter. 

Wirken die Sanktionen? Und schaden sie Russland mehr als uns?

Die Europäische Union hat als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine präzedenzlose Sanktionen beschlossen, die massive Auswirkungen auf Russland und Belarus haben. Sie sind so ausgerichtet, dass sie Russland mehr schaden als uns selbst. Und sie wirken. Russland ist weitgehend vom westlichen Finanzmarkt abgeschnitten, die russische Zentralbank kann nicht mehr auf ihre Reserven zugreifen, die russischen Einnahmen aus Exporten wurden begrenzt und Russlands Möglichkeiten, wichtige westliche Technologie zu importieren, beschnitten. Mit der Einschränkung der Ölexportmöglichkeiten ergeben sich weitere Einschnitte bei den russischen Einnahmen. Die Effekte auf die russische Wirtschaft werden mittel- und langfristig weiter zunehmen.

Dennoch hat die Gesamtsituation auch Auswirkungen auf Deutschland und die EU, und verursacht unter anderem hohe Preise, unter denen viele Menschen leiden. Deshalb hat die Bundesregierung zwei Entlastungspakete im Volumen von mehr als 30 Milliarden Euro beschlossen. Die Bundesregierung wird die weitere Entwicklung flankieren und die Menschen mit ihren Nöten nicht allein lassen. Der gemeinsame Kampf gegen die aggressive Politik Putins wird in der gesamten Gesellschaft neue Kraft freisetzen.

Wie kommen die Preise für Strom und Gas zustande?

Die Preise für Strom und Gas entstehen auf dem Markt: Wer mit Strom oder Gas beliefert wird, zahlt dafür einen bestimmten Preis. Drei wesentliche Aspekte kommen dabei zum Tragen: Der Preis für die Beschaffung und den Vertrieb des Stroms oder Gases ist je nach Anbieter unterschiedlich und ist der sogenannte „Wettbewerbsanteil“. Kunden können häufig Geld sparen, wenn sie prüfen, ob sich ein Wechsel des Anbieters oder des Tarifs lohnt.

Die Entgelte für die Netznutzung und die staatlich veranlassten Preisbestandteile wie zum Beispiel Steuern oder die Preise für CO2-Zertifikate sind durch Gesetze und staatliche Regelungen vorgegeben. Sie machen etwa die Hälfte des Strom- und auch des Gaspreises aus. Die Bundesregierung kann hier direkt Einfluss nehmen: So müssen zum Beispiel Stromkundinnen und -kunden seit dem 1. Juli 2022  keine EEG-Umlage mehr zahlen - ein halbes Jahr früher als im Koalitionsvertrag geplant. Der Strompreis sinkt damit um 3,7 Cent je Kilowattstunde.

Beim Gas ergeben sich durch die Abhängigkeit von Russland besondere Herausforderungen: Weil in Russland bestelltes Gas nicht geliefert wird, müssen die Unternehmen das Gas zu viel höheren Preisen auf dem Weltmarkt beschaffen. Dadurch geraten die Unternehmen, so wie kürzlich Uniper, in große Schwierigkeiten. Die Bundesregierung will das Unternehmen, das wesentlich für die Gasversorgung ist, stabilisieren und damit kritische Infrastruktur schützen. Grundlage hierfür ist das  neue Energiesicherungsgesetz, das Stabilisierungsmaßnahmen zum Schutz von Unternehmen ermöglicht. Es sieht zeitlich befristete Erleichterungen vor, sodass sich der Bund schnell an Unternehmen beteiligen kann, wenn diese Hilfe beantragen. Für die Zukunft ist es nun wichtig, dass Gas-Importeure wie Uniper einen Großteil der Ersatzbeschaffungskosten für fehlende russische Gasimporte weiterreichen können. Hierzu sollen auch gesetzliche Möglichkeiten eines Umlagemechanismus nach dem Energiesicherungsgesetz genutzt werden.

Damit künftige Energiepreissteigerungen – auch die einer Umlage – abgefedert werden, hat sich die Bundesregierung auf  weitere Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger geeinigt.

Ist unsere Energieversorgung sicher – auch ohne Energielieferungen aus Russland?

Aktuell gibt es keine Versorgungsengpässe. Und wenn Gas knapp wird, sind private Haushalte durch einen „Schutzschirm“ gesichert, sie werden als Verbraucher vorrangig versorgt. Sie sind gesetzlich geschützt. Dieser Vorrang der Privathaushalte vor anderen Verbrauchern hat zur Folge, dass Unternehmen unter Umständen mit Einschränkungen der Gasversorgung rechnen müssen. Diese Einschränkungen werden aber nicht pauschal erfolgen. Die Bundesnetzagentur ist dafür zuständig, darüber zu entscheiden. Zudem erhalten Unternehmen, die durch die gestiegenen Energiekosten unter Druck geraten, finanzielle Hilfen. Das sichert Arbeitsplätze. Klaus Müller, der Chef der Bundesnetzagentur, hat versichert: „Es gibt kein Szenario, in dem wir komplett ohne Gas dastehen. Selbst wenn Russland kein Gas mehr liefert, bekommen wir immer noch welches aus Norwegen, Holland und Belgien bzw. künftig von den deutschen Flüssiggas-Terminals.“ Die Bundesregierung hat die Versorgungslage Deutschlands jederzeit und umfassend im Blick und arbeitet mit Hochdruck daran, die Versorgung im Winter zu sichern.

Doch Energie ist kostbar. Daher sind alle aufgerufen, vor allem Energie zu sparen. Je mehr wir alle – Bevölkerung, Industrie, Haushalte, Städte und Gemeinden – in den kommenden Monaten einsparen, desto mehr Unabhängigkeit gewinnen wir. Die breit angelegte  Kampagne „80 Millionen gemeinsam für Energiewechsel“ des Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministeriums (BMWK) hat das Ziel, mehr Schwung in die Energiewende zu bringen. Die Kampagne soll die gesamte Gesellschaft zum Energiesparen aktivieren. Kernbotschaft: Jede gesparte Kilowattstunde Energie leistet einen Beitrag für unsere Unabhängigkeit, senkt den Kostendruck und hilft, unsere Klimaziele zu erreichen. Auch Privathaushalte sollen mitmachen, denn auf sie entfallen 29 Prozent des gesamten Energieverbrauchs – überwiegend für Warmwasser und Heizen.

Die Bundesregierung bereitet zudem weitere Energiesparmaßnahmen vor: Beispielsweise muss in weniger genutzten Räume in Betrieben, Bürogebäuden und öffentlichen Einrichtungen nicht ständig geheizt werden. Große Unternehmen mit hohem Energieverbrauch sollen weitere Energiesparmaßnahmen umsetzen. Eigentümerinnen und Vermieter sollen Heizungschecks, Heizungsabgleiche machen lassen oder ineffiziente Heizungspumpen austauschen. Für Mieterinnen und Mieter soll es einen vertraglichen Spielraum zur Absenkung der Mindestraumtemperatur geben.