NATO-Gipfel in Ankara
Kanzler Merz nimmt vom 7. bis 8. Juli am NATO-Gipfel teil. Die Staats- und Regierungschefs der 32 NATO-Mitglieder wollen eine stärkere Unterstützung der Ukraine beschließen. Europa soll zudem mehr Verantwortung für die euro-atlantische Sicherheit übernehmen.
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Auch eine engere Kooperation bei Rüstungsprojekten soll auf dem Gipfel besprochen werden.
Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler
Vom 7. bis 8. Juli 2026 findet der NATO-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara statt. Die europäische Seite will „ein Zeichen der Geschlossenheit und der Stärke setzen“, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz beim Sicherheitskabinett im Vorfeld des Gipfels. Im Mittelpunkt der Gespräche der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs in Ankara steht die stärkere Verantwortung der europäischen Alliierten für eine gemeinsame euro-atlantische Sicherheit. „Wir wollen die NATO insgesamt europäischer machen“, so Merz. Dies baue einseitige transatlantische Abhängigkeiten ab.
Entschlossene Unterstützung der Ukraine
Außerdem werden die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs die bisherige Umsetzung einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben bewerten, die 2025 auf dem NATO-Gipfel in Den Haag beschlossen wurde. Dabei geht es um Verteidigungsausgaben von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sowie um verteidigungsnahe Ausgaben wie Infrastruktur oder Cybersicherheit von 1,5 Prozent.
Weitere Themen sind der Ausbau der Kapazitäten der Verteidigungsindustrie und eine engere Kooperation der NATO-Mitgliedstaaten bei Rüstungsprojekten. Auch die weitere militärische Unterstützung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg werden die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs besprechen.
Die Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der 32 NATO-Mitgliedstaaten kommen regelmäßig in einem der Mitgliedsländer zusammen, um richtungsweisende Entscheidungen für die gemeinsame Verteidigung und die Weiterentwicklung des Bündnisses zu treffen.