Pressestatement von Bundeskanzler Merz zum NATO-Gipfeltreffen
„Ich bin mir sicher, dass wir von Ankara aus einen neuen Geist in der NATO haben werden, der die NATO stärker, der die NATO geschlossener macht“, sagte Bundeskanzler Merz vor der ersten Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs der NATO-Staaten.
2 Min. Lesedauer
- Mitschrift Pressekonferenz
- Mittwoch, 8. Juli 2026
„Wir werden die NATO europäischer machen, damit sie transatlantisch bleiben kann“, so Kanzler Merz am Mittwoch in Ankara.
Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler
„Wir haben in den meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union und in der NATO die Verteidigungsanstrengungen erheblich verbessert,“ betonte Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beginn der Arbeitssitzung der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs in Ankara.
Das Ziel sei es, die NATO europäischer zu machen, damit sie transatlantisch bleiben könne. Ein Beispiel dafür sei die Verabredung, die Deutschland, Kanada und Norwegen über die Zusammenarbeit im U-Boot-Bau getroffen hätten. „Das wird uns im gesamten Raum des Atlantiks auf Jahrzehnte miteinander verbinden,“ sagte der Kanzler.
Weitere Unterstützung der Ukraine
„Wir werden der Ukraine weiter helfen,“ so Merz. Durch eine gemeinsame Initiative europäischer Staaten solle die Ukraine 2026 und 2027 jeweils 70 Milliarden Euro erhalten. Russland müsse den Krieg beenden. Um das zu erreichen, wollen die NATO-Mitgliedstaaten in der Sitzung noch mal alles tun und eine klare Botschaft an Russland senden.
Lesen Sie hier die Mitschrift des Pressestatements:
Bundeskanzler Friedrich Merz:
Meine Damen und Herren, wir gehen sehr gut vorbereitet in den NATO-Gipfel hier in Ankara. Ich möchte Präsident Erdoğan herzlich für seine Gastfreundschaft und die gute Vorbereitung seinerseits danken.
Wir haben im letzten Jahr in Den Haag beschlossen, dass wir unsere Verteidigungsanstrengungen erheblich verstärken, und wir haben geliefert. Wir haben die Verteidigungsanstrengungen in den meisten Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und in der NATO erheblich verbessert. Wir werden darüber heute sprechen.
Wir werden die NATO europäischer machen, damit sie transatlantisch bleiben kann. Ein Beispiel dafür ist die Verabredung zwischen Kanada, Norwegen und Deutschland über die Zusammenarbeit im U-Boot-Bau, die wir gestern getroffen haben. Ich will die Gelegenheit nutzen, um Mark Carney und Jonas Støre für die lange vorbereitete Entscheidung über den U-Boot-Bau und die gemeinsame Beschaffung, die wir gestern öffentlich gemacht haben, sehr herzlich zu danken. Das wird uns im gesamten Raum des Atlantiks auf Jahrzehnte miteinander verbinden. Die Verteidigung wird auch aus dieser Sicht heraus sehr viel europäischer und sehr viel intensiver.
Wir werden heute über weitere gemeinsame Anstrengungen sprechen. Ich bin mir sicher, dass wir von Ankara aus einen neuen Geist in der NATO haben werden, der die NATO stärker, der die NATO geschlossener macht.
Wir werden natürlich auch über die Ukraine sprechen. Wir werden der Ukraine weiter helfen. Wir haben auch eine gemeinsame Initiative in Europa auf den Weg gebracht, die Ukraine für die beiden nächsten Jahre 2026 und 2027mit jeweils 70 Milliarden Euro weiter zu unterstützen. Es liegt jetzt ausschließlich an Russland, diesen Krieg zu beenden. Wir werden heute noch einmal alles tun, um das zu erreichen, und auch eine klare Botschaft an Moskau richten. Russland hat keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen. Sie werden die Kriegsziele nicht erreichen. Je schneller wir diesen Krieg beenden, desto besser ist es für Europa, desto besser ist es für Russland und desto besser ist es für den Frieden in der Welt.
Herzlichen Dank.