Asienreise von Bundeskanzler Merz
Bundeskanzler Merz ist am 26. Oktober zu einer mehrtägigen Reise nach Singapur, Japan und Südkorea aufgebrochen. Der Besuch bei diesen engen Partnern in Asien dient insbesondere dazu, die sicherheitspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen.
Singapur ist die erste Station der Asienreise des Bundeskanzlers, die ihn auch nach Japan und in die Republik Korea führt.
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Mit seiner Reise nach Singapur, Japan und in die Republik Korea (Südkorea) vom 26. bis 30. Oktober möchte Bundeskanzler Friedrich Merz die gute Zusammenarbeit mit diesen wichtigen Partnern im Indo-Pazifik weiter ausbauen. Mit allen drei Ländern verbindet Deutschland das Bekenntnis zu offenem, regelgebundenen Handel und auch der Wunsch, wirtschaftliche Resilienz und Sicherheit zu stärken. Das gilt insbesondere mit Blick auf globale Lieferketten.
Singapur, Japan und Südkorea zeichnen sich zudem durch hohe Innovationskraft aus, vor allem bei Zukunfts- und Hochtechnologien. Die Reise des Bundeskanzlers nach Südost- und Ostasien soll deshalb auch die Kooperation auf diesen Gebieten weiter voranbringen. Darüber hinaus sind Singapur, Japan und Südkorea zentrale Akteure bei der Lösung globaler Herausforderungen und stehen vor ähnlichen Aufgaben wie die Bundesrepublik.
Im Fokus der Reise des Kanzlers nach Singapur, Japan und Südkorea (Republik Korea) stehen sicherheits- und wirtschaftspolitische Gespräche.
Grafik: Bundesregierung
Handelsbeziehungen stärken
Die Sicherheit und der Wohlstand Deutschlands und Europas sind eng mit der Region verknüpft. Ein erheblicher Teil des deutschen Außenhandels mit Staaten außerhalb der EU entfällt auf die Indo-Pazifik-Region. Hieran will der Bundeskanzler mit seiner Reise anknüpfen und neue Impulse für die Handelspolitik setzen.
Deutschland und seine Unternehmen sollen stärker von ihren weltweiten Handelsbeziehungen profitieren. So sollen Investitionen in Deutschland gestärkt und Arbeitsplätze gesichert werden. Die Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zeigt sich auch darin, dass den Bundeskanzler eine Wirtschaftsdelegation auf seiner Reise begleitet.
Politische Gespräche und wirtschaftlicher Austausch
Das Programm der Reise ist facettenreich: Am Dienstag wird Bundeskanzler Merz zunächst in Singapur ein Gespräch mit Premierminister Lawrence Wong führen. Auch ein Treffen mit Präsident Tharman Shanmugaratnam ist geplant. Darüber hinaus wird der Bundeskanzler im Rahmen der Singapore Lecture eine Rede halten.
Für Mittwoch ist die Weiterreise nach Japan vorgesehen. Dort wird der Bundeskanzler in Tokio von Ministerpräsidentin Sanae Takaichi empfangen. Während des Aufenthalts in Japan sind zudem die Teilnahme am German-Japanese Business Summit sowie der Besuch eines japanischen Unternehmens mit deutscher Kooperation geplant.
Den Abschluss der Asienreise bildet ab Donnerstag der Besuch in Südkorea. In Seoul wird Bundeskanzler Merz den südkoreanischen Präsidenten Lee Jae-myung treffen. Weiterhin wird er am Freitag die 19. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft in Seoul eröffnen. Er wird außerdem die Demilitarisierte Zone an der Grenze zu Nordkorea besuchen.
Die Demilitarisierte Zone (DMZ) ist ein 248 Kilometer langer und etwa 4 Kilometer breiter Grenzstreifen, der die koreanische Halbinsel entlang des 38. Breitengrads in die Demokratische Volksrepublik Korea (Nordkorea) und die Republik Korea (Südkorea) teilt. Die DMZ wurde 1953 nach dem Ende des dreijährigen Koreakriegs als Pufferzone eingerichtet. Da bis heute kein echter Friedensvertrag unterzeichnet wurde, sondern lediglich ein dauerhafter Waffenstillstand besteht, befinden sich beide Länder völkerrechtlich weiterhin im Kriegszustand.