Gedenken zum 5. Jahrestag

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Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 Gedenken zum 5. Jahrestag

Die Bilder der Hochwasserkatastrophe im Jahr 2021 sind vielen Menschen bis heute in Erinnerung. Die Flut brachte viel Leid und Zerstörung. Die Bundesregierung erinnert an die Opfer, dankt den Einsatzkräften und hat Lehren aus den Ereignissen gezogen.

5 Min. Lesedauer

Ansicht von überfluteten und zerstörten Straßen und Häusern.

Die Überflutungen im Ahrtal im Juli 2021 brachten viele Zerstörungen mit sich, die für die Menschen vor Ort zum Teil noch bis heute spürbar sind.

Foto: picture alliance / Geisler-Fotop

Fünf Jahre sind seit der verheerenden Flutkatastrophe vergangen, die vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen enormes Leid und Zerstörung verursacht hat. Auch Bayern und Sachsen waren von den Flutereignissen betroffen. Insgesamt starben mehr als 180 Menschen, viele weitere verloren ihre Existenz. Ein besonders erschreckendes Ausmaß hatte die Flut im Ahrtal. Die Folgen belasten viele Menschen vor Ort bis heute.

Folgen der Überflutung dauern an

Um schnellstmöglich zu unterstützen, hatte der Bund unmittelbar nach der Flutkatastrophe gemeinsam mit den Ländern zunächst 800 Millionen Euro Soforthilfe bereitgestellt. Zusätzlich wurde für den langfristigen Wiederaufbau das Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ mit bis zu 30 Milliarden Euro errichtet. Davon sind bis zu 28 Milliarden Euro für die Wiederaufbaumaßnahmen in den Ländern und 2 Milliarden Euro für den Wiederaufbau der Bundesinfrastruktur vorgesehen. 

Bis zum 30. Juni 2026 sind aus dem Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ Mittel in Höhe von insgesamt rund 6,2 Milliarden Euro abgerufen worden. Davon gingen rund 5,2 Milliarden Euro an die Länder. Knapp eine Milliarde Euro wurde für den Wiederaufbau von Bundesinfrastruktur verwendet. Die Antragsfrist für das Sondervermögen „Aufbauhilfe 2021“ ist am 30. Juni 2026 ausgelaufen. Die Behörden können aber noch bis Ende 2030 Anträge bewilligen.

Fakten zur Flutkatastrophe in 2021: Mehr als 180 Menschen verloren ihr Leben. Zum Teil fielen in der Ahrtalregion bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden. Zum Vergleich: Seit 1990 fielen in diesem Gebiet im Durchschnitt im gesamten Monat Juli keine 70 Liter. Das THW stellte in der Hochphase pro Tag über 4.100 ehrenamtliche Kräfte – schwerpunktmäßig an der Ahr und an der Erft. 

Überragende Leistung der Einsatzkräfte  

Neben den finanziellen Anstrengungen, die für den Wiederaufbau gebraucht werden, soll an die Arbeit der haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte erinnert werden. Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei haben Überragendes geleistet. Der Bund beteiligte sich hieran beispielsweise mit Kräften des THW und des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Auch Bundeswehr und Bundespolizei waren im Einsatz. 

Das Technische Hilfswerk (THW) ist die ehrenamtliche Einsatzorganisation des Bundes und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums. Es steht der Bevölkerung in Not- und Unglücksfällen mit Technik und Know-how zur Seite. Dies geschieht in Deutschland und weltweit in Hilfseinsätzen. Das THW besteht aus etwa 2.200 hauptamtlichen und rund 88.000 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutschlandweit.

Was die Flutkatastrophe gezeigt hat

Um sich besser auf künftige Naturkatastrophen vorzubereiten, hat auch der Bund aus dem damaligen Geschehen die richtigen Schlüsse gezogen.