Im Kabinett beschlossen
Startups und junge Unternehmen der KI- und Hightech-Branche sind Treiber für Innovation und Wachstum. Daher will die Bundesregierung sie mit ihrer breit angelegten Strategie umfangreich unterstützen. Das sieht die Strategie vor.
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Startups und Scaleups schaffen Arbeitsplätze und stärken den Wirtschaftsstandort Deutschland.
Foto: Getty Images/Luis Alvarez
Die Gründungsdynamik bleibt trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds hoch: Rekordzahlen vom ersten Halbjahr 2026 mit über 3.000 Startup-Gründungen – bald so viele wie im ganzen Jahr 2025 – zeigen: „Junge Unternehmen können morgen die Champions sein, die auch für Beschäftigung und Wohlstand in Deutschland sorgen“, sagte der Bundeskanzler im Rahmen der Sommer-Pressekonferenz und betonte: „Wir haben die Chance, auf diesem Weg weiter voranzukommen.“
Innovatoren und Wachstumstreiber
Startups und Scaleups sind schnell wachsende neue, junge Unternehmen. Laut Startup-Verband kommen sie überwiegend aus der Softwarebranche. Mit frischen Ideen und neuem Wissen schaffen sie Arbeitsplätze und stärken den Wirtschaftsstandort Deutschland. Sie sind wichtige Innovatoren gerade im Bereich KI und bei anderen Schlüsseltechnologien.
Die wichtigen Bereiche der Sicherheit und Verteidigung werden erstmals in der Strategie systematisch erfasst. Startups und junge Unternehmen aus diesen Bereichen erhalten so beispielsweise gleichberechtigten Zugang zu der Startup- und Scaleup-Förderung.
Jobmotor Startups
Als Jobmotor gewinnen Startups und Scaleups zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 2024 beschäftigten sie rund 522.000 Menschen – etwa 26 Prozent mehr als noch vier Jahre zuvor. Sie leisten damit einen wachsenden Beitrag zu Beschäftigung und Wertschöpfung.
Startups umfassend unterstützen
In acht Handlungsfeldern wird die Bundesregierung ressortübergreifend konkrete Maßnahmen ergreifen, damit mehr junge Menschen ihr frisches Wissen und ihre Ideen mutig in eigenen Unternehmen umsetzen:
- Angefangen bei der Finanzierung: Die Bundesregierung stellt ihnen finanzielle Mittel etwa mit dem Deutschlandfonds als Anschubfinanzierung in Höhe von mehr als 30 Milliarden Euro bereit. Ziel ist es, ihren Zugang zu Risikokapital und Investoren zu verbessern.
- Um sich am Markt zu platzieren und dann im Wettbewerb zu bestehen, sollen sie breitere Unterstützung erhalten, um Fachkräfte zu gewinnen, etwa bei Bildung, Ausbildung, aber auch für Ausgründung und Transfer.
- Die Regierung will für Startup-Gründerinnen und -Gründern Bürokratie aus dem Weg räumen. Rund 88 Prozent der Startups nennen weniger Bürokratie als wichtigsten Faktor, der gegen eine Gründung in Deutschland spräche. Die Regierung will die Gründungsprozesse insgesamt deutlich beschleunigen: Daher gehört zu ihrer Modernisierungsagenda etwa das Hebelprojekt „Schneller Gründen“.
- Sie will Startups den Zugang zu öffentlichen Aufträgen erleichtern und im Wettbewerb stärken. Im Jahr 2025 hatten nur sieben Prozent der Startups öffentliche Kunden. Daher hat die Regierung bereits neue Regelungen für die Auftragsvergabe des Bundes getroffen.
- Die Bundesregierung will Startups und Scaleups zudem bei Kooperationen, Internationalisierung und Vernetzung unterstützen.
Unterstützung für Startups: Mit dem Deutschlandfonds stellt die Bundesregierung neuen Unternehmen Anschubfinanzierung von mehr als 30 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit weiteren 1,6 Milliarden Euro fördert sie technologiegetriebene Startups. Mit dem neuen Standortfördergesetz wird Startups ebenfalls der Zugang zum Kapitalmarkt erleichtert. Und: Der Hightech Gründerfonds investiert Risikokapital bis zu einer Million Euro pro Hightech-Startup.
Weitere Informationen zur Startup- und Scaleup-Strategie und weiteren Informationen für Gründerinnen und Gründer finden Sie auf dem Existenzgründungsportal des Bundeswirtschaftsministeriums.