Nachhaltige Entwicklung in den Blick nehmen

Jahreskonferenz Nachhaltige Entwicklung in den Blick nehmen

"Nachhaltigkeit ist ein grundlegendes Ziel des Regierungshandelns": Das betonte die Bundeskanzlerin auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Das Motto "verstehen-vermitteln-verändern" sei ein Weckruf zum gemeinsamen Handeln.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält eine Rede auf der Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

Merkel bezeichnete die Energiewende als "Verantwortungsprojekt für andere in der Welt".

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Noch sei das Thema nicht überall angekommen, so die Bundeskanzlerin. Doch die neue Bundesregierung widmet sich dem Thema mit besonderer Aufmerksamkeit und hat sich deshalb in ihrem Koalitionsvertrag dazu bekannt. "Nachhaltigkeit ist ein grundlegendes Ziel des Regierungshandelns", zitierte Merkel. Sie informierte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die aktuellen politischen Entscheidungen zur Umsetzung der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie.

Nachhaltige Entwicklung - ein Gemeinschaftswerk

Die Bundeskanzlerin bedankte sich beim Rat für Nachhaltige Entwicklung für die kompetente Unterstützung bei der Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie. Sie kündigte an, dass in Kürze ein neuer Indikatorenbericht des Statistischen Bundesamtes vorliegen werde. Dieser sei die Grundlage für die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie bis 2016.

Die Arbeit habe bereits begonnen, so Merkel. Im Bundeskanzleramt hat der Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung unter Leitung von Kanzleramtschef Peter Altmaier seine Arbeit aufgenommen. Der Bundestag begleitet den Prozess mit dem Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung unter Leitung von Andreas Jung. Außerdem sind zahlreiche Vereinigungen in Wirtschaft und Gesellschaft bereits sehr aktiv.

Aktionstage zur Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit sei das Leitbild für alle Lebensbereiche, so die Bundeskanzlerin. Das Prinzip sei für Gegenwart und Zukunft gleichermaßen von Bedeutung. Die vom Rat für Nachhaltige Entwicklung initiierten Aktionstage machen das Thema als gesamtgesellschaftliches Thema deutlich. Auch die Bundesregierung beteiligt sich in der Zeit vom 23. bis 29. Juni mit verschiedenen Aktionen.

Außerdem versprach die Bundeskanzlerin, sich in der Wirtschaft für die Einhaltung des Deutschen Nachhaltigkeitskodexes (DNK) einzusetzen. 60 Unternehmen haben sich bereits diesem Kodex angeschlossen, der Nachhaltigkeit transparent und vergleichbar macht.

Nachhaltigkeit ist international

Politische Entscheidungen müssen langfristig tragfähig sein und ihre Wirkungen auf die Welt berücksichtigen. Künftig werden immer mehr Menschen auf der Erde leben, deshalb seien neue Konzepte zum Beispiel zur Entwicklung der Städte gefragt, so die Kanzlerin. Deutschland habe hier mit seinen Konzepten zur Abfallentsorgung oder Bauplanung bereits vieles zu bieten.

Auch die Energiewende sei ein Beispiel, wie Wohlstand und Lebensqualität mit Nachhaltigkeit verknüpft werden kann. Sie könne vielen Ländern einen wichtigen Impuls geben, wenn sie gelingt. Die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sei deshalb ein wichtiges Projekt.

Die Bundeskanzlerin kündigte an, dass sie die deutsche G8-Präsidentschaft im kommenden Jahr nutzen will, um den Klimaschutz und die Millenniumsentwicklungsziele weiter voranzubringen. Schwerpunkte seien der Kampf gegen Hunger und Armut, der Schutz der natürlichen Ressourcen, ökologisch vertretbare Arbeitsplätze sowie eine gute Regierungsführung.

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