"Wir wollen einen Aufbruch für Europa"

Kanzlerin im Europäischen Parlament "Wir wollen einen Aufbruch für Europa"

Es ist ihre erste Reise seit Beginn der Corona-Pandemie: Vor dem Europäischen Parlament in Brüssel hat Kanzlerin Merkel die Schwerpunkte der deutschen EU-Ratspräsidentschaft erläutert. Die Bewältigung der Pandemie und ihrer Folgen werden die Präsidentschaft prägen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält eine Rede im Europäischen Parlament

Bundeskanzlerin Merkel im Europäischen Parlament: Ein Europa, das sich selbstbewusst und mutig den Aufgaben der Gegenwart stellt.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

"Die höchste Priorität der deutschen Ratspräsidentschaft ist es, dass Europa geeint und gestärkt aus der Krise kommt", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Rede vor dem Europäischen Parlament. Es gehe aber nicht nur um eine kurzfristige Stabilisierung - sondern um ein Europa, das sich selbstbewusst und mutig den Aufgaben der Gegenwart stellt, das zukunftsfähig ist, das innovativ und nachhaltig seinen Platz in der Welt behauptet.

Dieser Überzeugung folge auch die deutsch-französische Initiative von Mitte Mai, so die Kanzlerin. Mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte sie einen europäischen Aufbaufonds in Höhe von 500 Milliarden Euro vorgeschlagen. Sie freue sich, dass die Europäische Kommission viele Aspekte der deutsch-französischen Initiative in ihrem Vorschlag zum mehrjährigen Finanzrahmen und zum Aufbauprogram berücktsichtigt. Ziel sei eine möglichst rasche Einigung. 

Die Herausforderungen der Zeit im Blick

Deutschland hat zum 1. Juli für sechs Monate den Vorsitz im Rat der Europäischen Union übernommen - unter dem Motto "Gemeinsam. Europa wieder stark machen". "Die Bewältigung der Pandemie und ihrer Folgen wird unsere Ratspräsidentschaft prägen. Zugleich müssen wir immer auch die weiterhin bestehenden anderen großen Herausforderungen unserer Zeit im Blick haben", sagte die Kanzlerin.

Hier lesen Sie einen ausführlichen Bericht zur Rede der Kanzlerin.

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