Kaufprämie für Elektroautos erhöht

Kaufprämie für Elektroautos erhöht

Die Bundesregierung fördert den Kauf von Elektrofahrzeugen. Bis Ende 2025 können Interessierte dafür eine Kaufprämie - auch "Umweltbonus" genannt - erhalten. Eine zusätzliche "Innovationsprämie" verdoppelt ab sofort den staatlichen Anteil. Diese gilt für Anträge bis einschließlich 31. Dezember 2021.

Elektroautos an Strom-Zapfsäulen

Elektroautos: Bund und Industrie fördern den Kauf mit einer Prämie

Foto: Bundesregierung/Tybussek

Wer beabsichtigt, auf Elektromobilität umzusteigen, kann sich - zusätzlich zum Umweltbonus - freuen über einen höheren staatlichen Zuschuss beim Kauf eines Elektrofahrzeugs. Die "Innovationsprämie" gilt seit dem 8. Juli 2020 und ist befristet bis zum 31. Dezember 2021.

Die Fördersätze für Elektrofahrzeuge unter 40.000 Euro Nettolistenpreis betragen bis zu 9.000 Euro für einen rein elektrischen Antrieb (Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug) und bis zu 6.750 Euro für ein von außen aufladbares Hybrid-Elektrofahrzeug (Plug-in-Hybride).

Die Fördersätze für Elektrofahrzeuge über 40.000 Euro Nettolistenpreis betragen bis zu 7.500 Euro für einen rein elektrischen Antrieb (Batterieelektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug) und bis zu 5.625 Euro für ein von außen aufladbares Hybrid-Elektrofahrzeug (Plug-in-Hybride).

Zum Vergleich: Vorher waren es 4.000 Euro für einen rein elektrischen Antrieb und 3.000 Euro für Plug-In-Hybride).

Von der "Innovationsprämie" können - auch rückwirkend - folgende gekaufte oder geleaste Fahrzeuge profitieren:

  • Neue Fahrzeuge, die nach dem 3. Juni 2020 und bis einschließlich zum 31. Dezember 2021 erstmalig zugelassen werden, sowie
  • junge gebrauchte Fahrzeuge, deren Erstzulassung nach dem 4. November 2019 und die Zweitzulassung nach dem 3. Juni 2020 und bis zum 31. Dezember 2021 erfolgt.

Zuständig ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Ihren Antrag können Käufer von Elektro- oder Hybridautos auf der Internetseite des BAFA  online stellen.

Die "Innovationsprämie" geht auf das Ergebnis des Koalitionsausschusses vom 3. Juni 2020 zurück und steht im Einklang mit den Beihilfevorschriften der Europäischen Kommission.

Zusätzliche Anreize

Um E-Mobilität zusätzlich zu fördern, ist das Aufladen eines E-Autos beim Arbeitgeber steuerfrei. Obwohl dabei sonst anfallende Stromkosten eingespart werden, wird die "Tankfüllung" ausnahmsweise nicht als geldwerter Vorteil versteuert. Anders als bei anderen Arbeitgeber-Vergünstigungen, etwa beim Dienstwagen oder bei Essensgutscheinen.

Darüber hinaus ist derjenige, der sich ein Elektroauto neu zulegt, ab der Erstzulassung zehn Jahre lang von der Kraftfahrzeugsteuer befreit.

Parallel zur Verlängerung des Umweltbonus wird der Einbau eines akustischen Warnsignals speziell für geräuscharme Elektrofahrzeuge eingeführt. Hierfür beträgt die Förderhöhe pauschal 100 Euro.

Mehr Ladestationen für Elektrofahrzeuge

Mit dem Marktanreizprogramm für die E-Mobilität hat die Bundesregierung Mitte 2016 auch die Förderung des Aufbaus einer adäquaten Ladeinfrastruktur beschlossen. Es geht um öffentlich zugängliche Ladestationen mit jeweils ein, zwei oder mehrere Ladesäulen und daran zumeist zwei Ladepunkten.

Schon mittelfristig soll es ein flächendeckendes Netz von Schnell- und Normalladestationen geben. Dafür stellt die Bundesregierung 300 Millionen Euro bereit. Das heißt konkret: Bis 2020 sind mindestens 15.000 Ladesäulen angedacht.

Unterstützt werden sowohl private Investoren als auch Städte und Gemeinden. Nach inzwischen bereits drei Förderaufrufen haben sich über tausend Interessierte gemeldet und Anträge gestellt. Die Zahl der vorhandenen Ladepunkte konnte daher mehr als verdoppelt werden.

Zum Vergleich: 2019 gab es bereits mehr als 13.500 öffentliche und teilöffentliche Ladepunkte in Deutschland (Quelle: Bundesverband für Energie & Wasserwirtschaft- BDEW).

Sofortprogramm "Saubere Luft 2017-2020"

Als gezielte Maßnahme für Ballungsräume hat der Bund am 28. November 2017 ein Maßnahmenprogramm für bessere Luft in Städten aufgelegt. Für dieses Sofortprogramm steht eine Milliarde Euro bereit.

Es geht darum, den urbanen Verkehr zu elektrifizieren, Ladeinfrastruktur auszubauen, Verkehrssysteme zu digitalisieren und Dieselbusse im ÖPNV mit Abgasnachbehandlungssystemen nachzurüsten. Bereits bestehende Förderprogramme werden hiermit finanziell aufgestockt.