Spahn: Wer die Möglichkeit bekommt, sollte sich impfen lassen

Jens Spahn bei der Diskussionsveranstaltung zum Impfen am 20.2.2021 im Bundesgesundheitsministerium.

Jens Spahn stellte sich gemeinsam mit hochkarätigen Experten zwei Stunden lang Fragen rund um das Thema Impfen.

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„Wenn sie die Möglichkeit bekommen, sich impfen zu lassen: Nutzen sie sie“ – mit diesem Appell beendete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine zweistündige Online-Diskussion rund um die Corona-Schutzimpfung. Gemeinsam mit RKI-Chef Lothar Wieler, PEI-Präsident Klaus Cichutek, dem STIKO-Vorsitzenden Thomas Mertens und der stellvertretenden Leiterin eines Berliner Impfzentrums, Franzi von Kempis, beantwortete er vielfältige Fragen rund um das wichtige Thema Impfen. 

Impfen gibt Zuversicht

Spahn betonte, dass sich Deutschland derzeit in einer „echt schwierigen Phase“ der Pandemie befinde. Viele seien nach zwölf Monaten müde, „ein Kind, das zehn Jahre alt ist, hat jetzt ein Zehntel seines Lebens in der Pandemie verbracht“. Einerseits gebe es sinkende Infektionszahlen, andererseits tauchen die Virus-Varianten auf. Das Impfen gebe Zuversicht und das Ziel sei klar: „Wir wollen zurück zu unserem normalen Leben“. 

Spahn rechnet damit, dass Erzieher und Grundschullehrer bei der Priorisierung vorgezogen und in absehbarer Zeit geimpft würden. Dies sei gesellschaftlich wichtig. Der STIKO-Vorsitzende Mertens erläuterte die Gründe für die vorgenommenen Priorisierungen. Für die vorgeschlagene Reihenfolge sei nicht die Gefahr einer Infektion, sondern das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs ausschlaggebend gewesen. Gleichwohl wurden auch Berufsgruppen mit einem hohen Infektionsrisiko berücksichtigt. 

Impfungen sind „Gamechanger“

Klaus Cichutek, Präsident des PEI, erläuterte ausführlich die Funktionsweise der zugelassenen Impfstoffe und nahm auch zum Thema Nebenwirkungen Stellung. Mit den Impfungen habe man den „Gamechanger“ in der Pandemie in der Hand. Alle zugelassenen Impfstoffe seien wirksam und sicher. Spahn unterstrich, dies gelte auch für den Impfstoff des Unternehmens AstraZeneca: „70 Prozent Wirksamkeit heißt nicht, dass 30 Prozent der Menschen nicht geschützt sind. AstraZeneca verbessert für alle Geimpften den Schutz vor einem schweren COVID-19-Verlauf“. 

RKI-Chef Lothar Wieler betonte, das Virus werde nicht mehr verschwinden. Um die Grundimmunität zu erreichen, gäbe es zwei Optionen: Entweder selber eine Infektion durchmachen oder sich impfen lassen – „Impfen ist die wesentlich angenehmere Variante“, so Wieler. Die aktuellen Maßnahmen wie Maske tragen und Kontaktbeschränkungen müssten noch eine Zeit lang durchgehalten werden. Das Verhalten jedes Einzelnen sei hier eine „Stellschraube“ in der Pandemie und könne viel bewirken. 

Franzi von Kempis ist die stellvertretende Leiterin einer Berliner Impfzentrums und berichtete aus der praktischen Arbeit vor Ort. Sie nehme eine positive und dankbare Stimmung wahr bei den Menschen, die in ihrem Zentrum eine Impfung erhalten haben. Die stellte klar: In ihrem Impfzentrum würden keine Impfstoffe vernichtet.

Informationen rund um die zur Corona-Schutzimpfung finden Sie auf der Themenseite des Bundesgesundheitsministeriums sowie in unserem ausführlichen FAQ.

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