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75 Jahre Parlamentarischer Rat

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Als das Grundgesetz entstand 75 Jahre Parlamentarischer Rat

Vor 75 Jahren konstituierte sich in Bonn der Parlamentarische Rat, um nach dem Krieg ein Grundgesetz für die Bundesrepublik zu erarbeiten. Der Bundestag lud nun zu einer Feierstunde ein. Für Kanzler Scholz ist es ein ganz wichtiger Tag für die Demokratie: „Diese beste Demokratie, die wir in Deutschland je hatten, die auch eine ist, die wir verteidigen müssen.“

2 Min. Lesedauer

Bundeskanzler Olaf Scholz bei einer Feierstunde zu 75 Jahre Parlamentarischer Rat

Bundeskanzler Scholz verfolgt mit den Gästen die Feierstunde im Museum Koenig in Bonn.

Foto: Bundesregierung/Bergmann

Bundestagspräsidentin Bärbel Bas begrüßte in Bonn als Vertreter der Verfassungsorgane Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundesratspräsident Peter Tschentscher und Bundesverfassungsgerichtspräsident Prof. Stephan Harbarth. An der Feierstunde anlässlich 75 Jahren Parlamentarischer Rat nahm ebenfalls Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst teil. Die Festansprache hielt der frühere Bundespräsident Joachim Gauck. 

„Der Parlamentarische Rat zog die Lehren aus dem dunkelsten Kapitel Deutscher Geschichte“, sagte Bundestagspräsidentin Bärbel Bas. „Er schuf eine moderne sowie für künftige Entwicklungen offene Verfassung“, so Bas. „Wir können heute dankbar und stolz zurückblicken, aus dem Provisorium Grundgesetz ist eine Erfolgsgeschichte geworden.“

Das Grundgesetz leben

Der Geist des Parlamentarischen Rates motiviert auch heute noch alle Deutschen, immer wieder demokratisch nach den besten Lösungen für Deutschland zu suchen. Die Verfassung wurde von vielen Bürgerinnen und Bürgern gelebt, weil Sie sich immer wieder auf die Freiheiten und Grundrechte berufen konnten, die Ihnen die Verfassung garantiert.

Bundeskanzler Scholz betonte: „ Die Demokratie lebt nicht nur von den richtigen Artikeln in der Verfassung, sondern davon, dass wir als Bürgerinnen und Bürger sie tragen. Das wir sie verteidigen und beschützen auch gegen diejenigen, die sie von innen zu untergraben versuchen“.

Unterzeichnung des Grundgesetzes

Unterzeichnung des Grundgesetzes

Foto: REGIERUNGonline/Hubmann

Jugendworkshop zur Freiheit

Im Anschluss an die Feierstunde präsentierten Schülerinnen und Schüler aus Potsdam und Euskirchen die Ergebnisse eines Jugendworkshops. Der Deutsche Bundestag hatte in Kooperation mit dem Haus der Geschichte in Bonn den Workshop „Die Freiheit, ich zu sein! Was das Grundgesetz mit mir zu tun hat“ durchgeführt.

Bundeskanzler Scholz lobte, dass die jungen Leute unterstrichen haben, diese deutsche Demokratie werde auch in Zukunft getragen von denen, die hier aufwachsen und die sie als ihre eigene Sache begreifen. 

Der Parlamentarischen Rat bestand aus 65 stimmberechtigten Mitgliedern. Darunter waren vier Frauen, die „Mütter des Grundgesetzes“. Die Abgeordneten waren zuvor in den Landtagen der westlichen Besatzungszonen gewählt worden.

Adenauer wurde Präsident des Rates

Der Blick zurück: Nach einer Eröffnungsfeier am 1. September 1948 konstituierte sich der Parlamentarische Rat im Zoologischen Museum Koenig in Bonn. Am selben Tag wurde in der Aula der Pädagogischen Akademie der Abgeordnete Konrad Adenauer zu seinem Vorsitzenden gewählt. Die Mütter und Väter des Grundgesetzes kamen aus unterschiedlichen politischen Lagern. Sie einte ein Ziel: gemeinsam die Grundlage für ein demokratisches Zusammenleben in Deutschland zu schaffen.

Am 23. Mai 1949 gab sich Deutschland mit Billigung der Alliierten das Grundgesetz. Durch die Mütter und Väter der Verfassung entstand ein bedeutsamer Text, dessen Anfang unmissverständlich klar macht: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

Grundgesetz Artikel 1

Grundgesetz Artikel 1

Foto: Bundesregierung/Tybussek