So unterstützt Deutschland die Ukraine

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Humanitäre, finanzielle und militärische Hilfe So unterstützt Deutschland die Ukraine

Deutschlands Haltung ist klar: Wir werden die Ukraine so lange wie nötig unterstützen. Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 hat Deutschland der Ukraine bereits Hilfen im Gesamtwert von knapp 28 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt – als humanitäre Unterstützung, direkte Zahlungen oder in Form von Waffen. 

5 Min. Lesedauer

Die ukrainische Fahne weht über einem vom Krieg zerstörten Haus.

Die Ukraine wird von den andauernden russischen Angriffen massiv zerstört – Deutschland steht den Ukrainerinnen und Ukrainern zur Seite.

Foto: Metin Aktas/Anadolu Agency via Getty Images

Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine verursacht schreckliches Leid. Unzählige Menschen haben bereits ihr Leben verloren und viele Ukrainerinnen und Ukrainer mussten vor dem Krieg aus ihrer Heimat fliehen. 2022 haben mehr als eine Million Geflüchtete aus der Ukraine in Deutschland Schutz gefunden – vor allem Frauen und Kinder. 

Dieser Text zeigt eine Auswahl direkter und indirekter Hilfsleistungen der Bundesregierung – hier finden Sie die gesamte Liste PDF, 366 KB, barrierefrei . Hinzu kommen Unterstützungsleistungen der Bundesländer, Kommunen, von privaten Initiativen und Unternehmen sowie deutsche Leistungen, die die Ukraine über die EU/EU-Programme erhält. Zusätzlich leistet Deutschland wichtige militärische Unterstützungsleistungen für die Ukraine. 

Hier finden Sie eine Auswahl der humanitären, finanziellen und militärischen Hilfe Deutschlands an die Ukraine:

Hilfen für Geflüchtete aus der Ukraine

Die Bundesregierung hilft den Menschen aus der Ukraine auf vielfältige Weise. Sie unterstützt außerdem die Länder und Kom­munen finanziell dabei, Geflüchtete unterzubringen und zu versorgen. Mehr Informationen, wie Deutschland Geflüchtete aus der Ukraine unterstützt, finden Sie hier.  Ukrainische Geflüchtete sind sozial abgesichert – und es gibt in Deutschland viele weitere Angebote für sie. Einige Beispiele:  

  • Digitales Hilfe-Portal Germany4Ukraine  der Bundesregierung, das zum Beispiel Online-Services wie „Aufenthaltserlaubnis“, „Integrationskurs“ oder „Bürgergeld beantragen“ bietet
  • Projekt „Move“ , das die Deutsche Sportjugend gemeinsam mit der Bundesregierung für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine gestartet hat, um „Begegnung durch Sport“ möglich zu machen
  • „Nummer gegen Kummer“  – Helpline Ukraine 

Militärische Hilfen für die Ukraine

Die Ukrainerinnen und Ukrainer verteidigen sich tapfer gegen die russischen Angriffe. Dabei unterstützt Deutschland die Ukraine in großem Umfang. Zum einen mit Ausrüstungs- und Waffenlieferungen  aus Beständen der Bundeswehr, zum anderen durch Lieferung der Industrie, die aus Mitteln der Ertüchtigungshilfe der Bundesregierung finanziert werden. Hiervon umfasst sind unter anderem:

  • Flugabwehr-Systeme wie Iris-T SLM, Patriot und Flakpanzer Gepard
  • Gefechtsfahrzeuge wie Schützenpanzer Marder und Kampfpanzer Leopard
  • Artilleriesysteme wie MARS II und Panzerhaubitze 2000
  • geschützte Transportfahrzeuge
  • Handwaffen und Munition
  • Sanitätsmaterial und Bekleidung

Diese Beispiele sind lediglich ein Auszug. Eine Übersicht der deutschen militärischen Unterstützungsleistungen an die Ukraine finden Sie hier. 

Hilfen im Bereich Infrastruktur in der Ukraine

Die Ukraine ist von den andauernden russischen Angriffen an vielen Stellen massiv getroffen, das Leid der Menschen ist kaum zu ermessen. Das russische Militär greift die Infrastruktur – zum Beispiel Wasser- und Elektrizitätswerke – immer wieder gezielt an und zerstört sie. Das bringt die urkainische Bevölkerung in große Not. Deutschland hilft deshalb auch im Bereich Infrastruktur auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel beim Schutz von Kernkraftwerken in der Ukraine. Deutschland stellt oder finanziert Stromgeneratoren etwa für landwirtschaftliche Betriebe und unterstützt das Land beim Katastrophenschutz. Weitere Beispiele:

  • Einsätze in der Katastrophenhilfe, zum Beispiel durch das Technische Hilfswerk (THW)
  • Unterstützung, das Stromnetz instandzusetzen
  • Sicherstellung der Wasserversorgung
  • Kleinbauern unterstützen
  • Beratungsprojekte, damit die Fernwärmeversorgung schnell wieder hergestellt werden kann
  • Unterstützung bei der Lieferung von IT-Ausrüstungsgegenständen (zum Beispiel Laptops, Router, Telefone)
  • Ukrainische Fahrerdokumente anerkennen, humanitäre Transporte von der Maut befreien
  • Im Bereich Cyber Security unterstützen
  • Mehrere ukrainische Wasserversorger über kommunale Betreiberpartnerschaften mit technischem Gerät ausstatten, zum Beispiel mit Notstromaggregaten, damit die Menschen weiterhin Wasser haben
  • Die Ukraine mit Blick auf den Rechtsstaat bei gemeinsamen Fachkonferenzen fördern. Damit soll die Perspektive der Ukraine, der EU beizutreten, verbessert werden 
  • Wohnraum für Ukrainerinnen und Ukrainer, die innerhalb ihres Landes vertrieben werden

Unterstützung beim Wiederaufbau

Der Wiederaufbau der Ukraine muss national und international koordiniert werden. Dazu müssen kurzfristige und langfristige Untersützung ineinandergreifen. Zusätzlich sind Reformen in der Ukraine notwendig. Die Bundesregierung unterstützt den Wiederaufbau des Landes unter anderem so: 

Finanzielle Hilfen

Fast alles kostet Geld, was Deutschland an Unterstützung für die Ukraine leistet: Wenn Deutschland etwa Zelte zur Verfügung stellt, müssen diese bezahlt werden. Es kostet auch Geld, wenn die Bundesregierung Expertenwissen liefert. Aber Deutschland hilft auch unmittelbar finanziell: mit einem milliardenschweren Zuschuss zugunsten der Ukraine über ein vom IWF für die Ukraine verwaltetes Konto. Insgesamt decken die finanziellen Hilfen viele Bereiche ab, zum Beispiel: 

  • Einmalzahlungen an etwa 10.000 Holocaust-Überlebende in der Ukraine
  • Kleine und mittelständische ukrainische Unternehmen unterstützen (150 Millionen Euro im Jahr 2022) 

Hilfen im Bereich Bildung

Trotz des russischen Angriffs auf die gesamte Ukraine erhält die Bundesregierung mehrere deutschsprachige Studiengänge in dem Land aufrecht. Aber auch in Deutschland gibt es zahlreiche Möglichkeiten für Ukrainerinnen und Ukrainer: Master- und Forschungsstipendien für ukrainische Studierende an deutschen Hochschulen und Stipendien für gefährdete ukrainische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von der Alexander von Humboldt-Stiftung im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative . Weitere Beispiele:

  • Von der Bundesregierung gefördertes gebührenfreies vhs-Lernportal : vollumfängliches Lern-Angebot auch auf Ukrainisch an Deutschkursen bis zum Niveau B2
  • BAföG für alle Geflüchteten, die in Deutschland ein Studium oder eine schulische Berufsausbildung aufnehmen oder fortsetzen wollen
  • Angebote zur Vorbereitung auf ein Hochschulstudium für Geflüchtete in Deutschland

Hilfen im Bereich Gesundheit

Beatmungsgeräte, Desinfektionsmittel, Schutzmasken: Deutschland spendet diese und andere medizinische Hilfsgüter an die Ukraine. Außerdem fördert die Bundesregierung im Bereich Gesundheit unter anderem das innovative Projekt HYKIST . Es soll mit Hilfe Künstlicher Intelligenz die medizinische Versorgung nicht-deutschsprachiger Patientinnen und Patienten verbessern, die KI-basierte Übersetzungslösung gibt es auf Ukrainisch. Weitere Beispiele:

  • Gesundheitsversorgung in der Ukraine fördern
  • Ukrainisches Fachpersonal bildet sich an deutschen Kliniken zu Brandverletzungen und Behandlungsmethoden weiter
  • Unterstützung vor Ort, um Prothesen für Erwachsene und Kinder herzustellen
  • Hybride Simulationszentren aufbauen, um Gesundheitsfachkräfte in der Ukraine aus- und fortzubilden
  • Die Jewish Claims Conference wird dabei unterstützt, jüdische Holocaustüberlebende aus der Ukraine zu versorgen
  • Deutschland stellt finanzielle Mittel an die WHO bereit, für dringend benötigte Hilfsgüter und medizinische Nothilfeteams
  • Humanitäre Hilfe für notleidende Menschen in der Ukraine und für ukrainische Flüchtlinge über Nichtregierungsorganisationen und Internationale Organisationen