Europa mit dem Zug entdecken

  • Bundesregierung ⏐ Startseite
  • Europa

  • Schwerpunkte

  • Themen  

  • Bundeskanzler

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek

  • Service

Neue Bewerbungsrunde: DiscoverEU Europa mit dem Zug entdecken

30 Tage durch Europa: Das EU-Förderprogramm DiscoverEU verschenkt jedes Jahr zwei Mal 35.000 Zugtickets an junge Europäerinnen und Europäer. Sonja Ripke, die ursprünglich aus dem niedersächsischen Achim stammt, war im vergangenen Sommer unterwegs. Sie berichtet hier von ihren Erfahrungen.

4 Min. Lesedauer

Sonja Ripke und ihr Freund Joran während ihres Besuchs in Straßburg.

Die 18-jährige Sonja Ripke (r.) war mit ihrem Freund Joran im Juli mit DiscoverEU in Europa unterwegs. 

Foto: Sonja Ripke

Wohin hat Sie Ihre Reise geführt und wieso haben Sie sich ausgerechnet für diese Reiseziele entschieden? 

Sonja Ripke: Ich habe die Reise zusammen mit meinem Freund Joran gemacht. Wir hatten uns gemeinsam bei DiscoverEU beworben. 

Gestartet sind wir im belgischen Leuven mit dem Ziel Straßburg in Frankreich. Ich wollte schon immer mal nach Straßburg, weil dort das Europäische Parlament, das ja auch in Brüssel tagt, seinen offiziellen Sitz hat. Außerdem haben ich oft gehört, dass Straßburg eine sehr schöne Stadt ist, die man mit dem Boot entdecken kann. 

Unsere weiteren Reiseziele waren Zürich, Venedig, München, Bremen und Den Haag. Außer Bremen, wo wir meine Familie besucht haben, waren es Orte die wir zum ersten Mal besucht haben. Diese europäischen Städte haben für junge Leute viel zu bieten und es hat sich gelohnt sie zu besuchen. 

Ziel von DiscoverEU  ist es, jungen Menschen in der EU die Vielfalt Europas näherzubringen. Dazu verlost die EU-Kommission zweimal jährlich sogenannte Travel-Pässe. Damit können die Gewinnerinnen und Gewinner 30 Tage lang mit dem Zug –in Ausnahmefällen auch mit anderen Verkehrsmitteln – durch Europa reisen. Die jungen Menschen können neben den EU-Mitgliedstaaten auch assoziierte Länder wie die Schweiz bereisen.

Gab es Erlebnisse, an die Sie besonders gerne zurückdenken?

Ripke: Ich denke sehr gerne an die gesamte Reise zurück, weil es eine tolle Erfahrung war. Wir waren das erste Mal ohne unsere Eltern unterwegs. Daher mussten wir alles alleine organisieren und anfallende Probleme auch alleine lösen. Das war manchmal ganz schön anstrengend und eine ziemliche Herausforderung.

Wir haben viel erlebt, gesehen und hatten eine super Zeit! Besonders gerne denke ich an den Aufenthalt in Venedig zurück. Wir haben dort eine 5-stündige Bootsfahrt gemacht, wo wir drei kleine Inseln besucht und eine Murano-Glasbläserei besichtigt haben. Am Abend sind wir dann in einem kleinen Restaurant Essen gegangen. Dort hatten wir direkt am Wasser einen Tisch und das Essen war super! Das war der schönste Tag unserer Reise!

Was war die größte Herausforderung, der Sie sich während Ihrer Reise stellen mussten?

Ripke: Der größten Herausforderung musste ich mich gleich an unserem ersten Reisetag stellen. Ich hatte bei der Zugfahrt von Leuven nach Straßburg meine Bauchtasche im Zug liegen lassen. Darin waren mein gesamtes Bargeld, meine Kreditkarte und mein Reisepass. Das war ein absolutes Desaster und ich war völlig fertig mit den Nerven. Ich hatte Angst, dass wir die Reise gleich zu Beginn wieder abbrechen müssen. 

Aber ich hatte ein Riesenglück! Nach vielem Hin und Her haben wir erst am nächsten Tag einen Bahnmitarbeiter gefunden, der direkt in dem Zug angerufen hat, mit dem wir nach Straßburg gefahren waren. Er fand heraus, dass der Schaffner meine Tasche gefunden hatte und der Zug bereits auf dem Rückweg nach Straßburg war. So konnte ich etwas später meine Bauchtasche wieder in Empfang nehmen. Alles war noch da. Wir waren so erleichtert.

Wie war es für Sie, längere Strecken mit dem Zug zurückzulegen?

Ripke: Es war angenehmer, als ich erwartet hatte. Der wesentliche Grund dafür war, dass wir immer Sitzplätze reserviert hatten. Die Züge waren teilweise überfüllt, mit Sitzplatzreservierungen hat das aber nicht viel ausgemacht. 

Wir sind mehrmals sieben, acht Stunden am Stück gefahren und hatten immer Bücher, Spiele, Musik und eine kleine Videospielekonsole dabei, um uns die Zeit zu vertreiben. So waren die Zugfahrten immer gut auszuhalten. 

Haben Sie unterwegs Mitreisende getroffen, die auch mit DiscoverEU unterwegs waren?

Ripke: Wir sind unterwegs auf viele Jugendliche getroffen, vor allem in den Zügen und in den Hostels. Einige waren auch mit DiscoverEU unterwegs. 

DiscoverEU geht im Oktober 2023 die nächste Runde. 35.000 neue Travel-Pässe werden vergeben: Interessierte finden auf der  Webseite des EU-Programms DiscoverEU  nähere Informationen. 

Inwieweit hat diese Reise mit DiscoverEU Ihre Sicht auf Europa verändert?

Ripke: Ich habe gemerkt, wie unterschiedlich die Länder und Städte in Europa sind, obwohl sie doch räumlich so nah beieinander liegen. Die Architektur war sehr unterschiedlich und besonders in Venedig sehr schön. Einige Städte haben mich auch überrascht. Ich wusste beispielsweise nicht, dass Zürich so schöne Seen zu bieten hat. 

Außerdem konnte ich auf unserer Reise die Vielsprachigkeit Europas erleben. Dabei habe ich festgestellt, dass man mit den Sprachen, die man in der Schule gelernt hat – wie Französisch und Englisch – sehr gut in der EU zurechtkommen kann.

Neben DiscoverEU gibt es noch weitere Möglichkeiten für junge Leute, Erfahrungen in Europa zu sammeln. Einen Überblick über die EU-Jugendprogramme finden Sie hier .