Fördern, vereinfachen, wertschätzen – das hat sich die Bundesregierung vorgenommen
Die Bundesregierung hat sich eine aktive und schlagkräftige Ehrenamts- und Engagementpolitik auf die Fahnen geschrieben. Wir werden ehrenamtlich Engagierte besser unterstützen, fördern und stärken.
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Die Bundesregierung verfolgt eine aktive Ehrenamts- und Engagementpolitik für Deutschland.
Foto: BMI
Wir werden die Leistungen, die sie für die Gesellschaft erbringen, sichtbarer machen und ihnen die Anerkennung geben, die sie verdienen.
Dafür stehe ich persönlich und als Staatsministerin. Ich werde Stimme sein für das Ehrenamt in Deutschland – und auch seine Anwältin, wenn es darum geht, dass die Vorhaben der Regierung in die Tat umgesetzt werden.
Die Zuständigkeiten für Engagement und Ehrenamt sind nun an zentraler Stelle im Bundeskanzleramt zusammengeführt und gebündelt. Das macht die Politik auf diesem wichtigen Feld effektiver, und es bedeutet eine Aufwertung des gesellschaftlichen Engagements.
Staatsministerin für Sport und Ehrenamt
Foto: Bundesregierung
Ehrenamt und Engagement haben in den letzten Jahren bei Naturkatastrophen und in Krisen gezeigt, was sie angesichts großer gesellschaftlicher Herausforderungen leisten können. Genauso engagieren sich Millionen Menschen jeden Tag und abseits des Rampenlichts: bei Rettungskräften und im Bevölkerungsschutz, bei Sport und Bewegung, im Musik- und Theaterverein, in Umwelt- und Naturschutz, in einer Nachbarschaftsinitiative oder der Kommunalpolitik: Sie übernehmen in unzähligen weiteren Bereichen Verantwortung für die Gesellschaft oder ihr unmittelbares Umfeld.
Koalitionsvertrag mit vielen Maßnahmen zur Stärkung von Ehrenamt und Engagement
Wir haben uns in der Koalition im Bereich Ehrenamt und Engagement eine Reihe sehr konkreter Maßnahmen vorgenommen. Selten standen so viele konkrete Vorhaben im Koalitionsvertrag wie dieses Mal.
Koalitionsvertrag: „Unsere Gesellschaft wird vom ehrenamtlichen Engagement getragen. Wir sorgen dafür, dass ehrenamtliches Engagement Freude bereitet und mehr Anerkennung erfährt. Wir schaffen einen Zukunftspakt Ehrenamt.“
Kern ist der Zukunftspakt Ehrenamt. Mit ihm wollen wir die Übungsleiterpauschale von 3.000 auf 3.300 Euro und die Ehrenamtspauschale von 840 auf 960 Euro anheben und ein Bürokratieabbaugesetz für Vereine und ehrenamtliches Engagement auf den Weg bringen. Das heißt auch, dass wir das Datenschutz- und das Vereinsrecht vereinfachen werden. Dies würde die Vorstände in Vereinen entlasten und ihnen mehr Zeit und Ressourcen für ihre eigentliche Tätigkeit geben. Das Gemeinnützigkeitsrecht, insbesondere die Gemeinnützigkeitsprüfung für kleine Vereine, wollen wir ebenfalls vereinfachen. Gemeinnützige Vereine und Organisationen sollen durch Erhöhung von steuerlichen Freigrenzen, weitere Ausnahmeregelungen und Vereinfachungen Entlastungen erfahren. Auch sollen Sachspenden an gemeinnützige Organisationen möglichst weitgehend von der Mehrwertsteuer befreit werden. Nicht zuletzt wollen wir prüfen, wie wir die Haftung derer, die in Vereinen Verantwortung tragen, so verändern, dass es leichter fällt, solche Verantwortung zu übernehmen.
Es ist wichtig, Vereinfachungen bei Regeln und Vorgaben als Querschnittsaufgaben zu begreifen, an denen alle zuständigen Ressorts und Stellen gemeinsam arbeiten. Das übergreifende Ziel sind motivierende und ermöglichende Rahmenbedingungen für Engagierte. Dazu gehört auch, dass wir prüfen, wie Förderbedingungen vereinfacht und möglichst vereinheitlicht werden können. Damit wollen wir die Unterstützung für Vereine und Organisationen zugänglicher machen.
Koalitionsvertrag: Wir bringen ein umfassendes Bürokratierückbaugesetz für Vereine und ehrenamtliches Engagement auf den Weg.
Das Ehrenamt in Deutschland braucht Luft zum Atmen und Bewegungsfreiheit. Es braucht aber auch die Rückendeckung des Staates. Ehrenamtliche – ob bei den Rettungskräften und im Bevölkerungsschutz, in kommunalen Ämtern z.B. als Bürgermeister oder Mandatsträger – sind immer öfter Ziel von verbalen oder tätlichen Angriffen. Deshalb werden wir prüfen, wie wir die Prävention von Hass und Gewalt und den Schutz Ehrenamtlicher weiter verbessern können.
Koalitionsvertrag: Wir stärken und schützen ehrenamtliches Engagement. Gerade in herausfordernden Zeiten gilt dies für die „Blaulicht-Familie“ sowie die Vereine und Verbände, die unsere Zivilgesellschaft zusammenhalten. Dazu gehört der weitere Ausbau der erfolgreichen Arbeit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt.
Starker Partner: Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt
Mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) gibt es seit 2020 eine bundesweit tätige Anlaufstelle für Vereine, Initiativen und Engagierte aus allen Bereichen unserer Gesellschaft. Die DSEE fördert mit diversen Programmen konkrete Vorhaben und Projekte, berät bei der ganzen Bandbreite praktischer Fragen, bringt sich in Forschungsvorhaben ein und unterstützt bei Qualifizierung und Netzwerkbildung.
Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt ist in der Ehrenamts- und Engagementpolitik eine zentrale Partnerin der Bundesregierung.
Ehrenamtliches Engagement ist vielfältig
Ehrenamt und Engagement sind so vielfältig wie unsere Gesellschaft: Ob organisiert oder spontan, formell in einem Verein oder lose in einer Initiative, ob innovativ oder traditionell, ob jung oder alt, ob sozial engagiert oder dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der Demokratie besonders verpflichtet, ob digital oder analog: In Deutschland hat nicht nur jedes Engagement seinen Platz, Deutschland braucht auch die ganze Bandbreite des freiwilligen Einsatzes.
Staatsministerin für Sport und Ehrenamt
Foto: Bundesregierung
Ehrenamtliche Engagierte sorgen für Zusammenhalt im Kleinen wie im Großen: Sich engagieren heißt Mitgestalten und Mitentscheiden, Teilhaben und Teilhabe ermöglichen, zusammen gemeinsam gefundene Wege gehen. Im Ehrenamt wie auch im Sport kommen Menschen aus unterschiedlichen Richtungen und mit unterschiedlichen Hintergründen zusammen und setzen sich über alle Unterschiede hinweg für eine gemeinsame Sache ein. Das macht Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement zur Schule und zum Motor der Demokratie.