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Merkel trifft belgischen Premierminister

Weitreichende Vorschläge für geordneten Brexit

"Wir wollen ein gutes Miteinander. Wir wollen einen geordneten Austritt", sagte Kanzlerin Merkel nach einem Treffen mit dem belgischen Premierminister Michel mit Blick auf Großbritannien. Die EU-Verhandlungsführer hätten dazu mit ihren Vorschlägen gute Arbeit geleistet. Es sei nun Aufgabe des britischen Parlaments, Entscheidungen zu treffen, so Merkel.

Merkel trifft den belgischen Premier Michel im Kanzleramt

Kanzlerin Merkel und Premier Michel wollen mit Großbritannien auch nach dem Brexit ein gutes Miteinander.

Foto: Bundesregierung/Steins

Gut eine Woche vor dem Europäischen Rat standen europapolitische Themen im Mittelpunkt des Gesprächs von Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem belgischen Amtskollegen Charles Michel. Zentrales Thema war der bevorstehende Brexit.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz dankte die Kanzlerin dem EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker und dem Brexit-Verhandlungsführer Michel Barnier für ihre Arbeit, einen geordneten EU-Austritts des Vereinigten Königsreich möglich zu machen. Es wurden "seitens der 27 Mitgliedstaaten [...] noch einmal deutliche, weitreichende Vorschläge gemacht, um die Sorgen Großbritanniens auch in Betracht zu ziehen und hierauf Antworten zu finden", betonte Merkel.

Der nächste Europäische Rat findet am 21. und 22. März in Brüssel statt. Es ist das letzte offizielle Zusammenkommen der EU-Staats- und Regierungschefs vor dem geplanten EU-Austritt des Vereinigten Königreichs, der für den 29. März 2019 vorgesehen ist.

Blick auf Europa und die Welt

Video 16:18
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Presseunterrichtung der Kanzlerin und des belgischen Premierministers Michel

"Wir haben in Europa einige Dinge geschafft", sagte Merkel. Beide Länder wollen sich auch zukünftig für ein starkes und handlungsfähiges Europa einsetzen. Die EU brauche dazu sowohl Wettbewerbsfähigkeit wie auch Innovationen. 

"Wir sind im Augenblick gemeinsam Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen", sagte die Kanzlerin. Eine gute Gelegenheit, auch dort das kohärentere Auftreten der EU in außenpolitischen Fragen voranzubringen. 

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