Ein Update für Deutschland

Fragen und Antworten zum Innovationsprogramm UpdateDeutschland Ein Update für Deutschland

Im März 2021 fand der Hackathon UpdateDeutschland statt. Der Bund möchte damit an den Erfolg von #WirVsVirus aus dem letzten Jahr anknüpfen. Jetzt starten die aussichtsreichsten Ideen in die Umsetzungsphase. Lesen Sie hier mehr über das digitale Gemeinschaftsprojekt.

Logo des Innovationsprogramms UpdateDeutschland unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzleramtes, vier Bilder mit Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen, die Teil einer Community der Macher:Innen werden sollen.

Mit dem „UpdateDeutschland“ übernimmt die Bundesregierung erneut die Schirmherrschaft für einen Hackathon.

Foto: ProjectTogether gGmbH

Was ist UpdateDeutschland?

UpdateDeutschland ist ein Innovationsprogramm, das sich als deutschlandweites Zukunftslabor versteht. Alle Bürgerinnen und Bürger, Startups und Vereine können hier gemeinsam mit Partnern aller föderalen Ebenen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft an Lösungen für die drängendsten Herausforderungen in unserem Land arbeiten. Vom 19. bis 21. März kamen alle Teilnehmenden dieses Hackathon erstmals zusammen. Die vielversprechendsten Lösungen nehmen anschließend an einem sechsmonatigen Umsetzungsprogramm mit Unterstützung der Bundesregierung teil. Vorbild ist der große Erfolg des #WirVsVirus Hackathons und des anschließenden Umsetzungsprogramms von 2020.

Warum erneut ein Hackathon?

Bei dem #WirVsVirus Hackathon im März 2020 war es unter der Schirmherrschaft der Bundesregierung gelungen, dass in 48 Stunden etwa 28.000 Menschen über 1.500 Lösungen für die Herausforderungen der Corona-Krise erarbeiten konnten. Die vielversprechendsten Lösungen nahmen anschließend an einem sechsmonatigen Umsetzungsprogramm mit Unterstützung der Bundesregierung teil. Davon sind nach dem Abschluss des Programms 51 Lösungen im Einsatz. 70 Projekte sind weiterhin aktiv. Kanzlerin Merkel bezeichnete #WirVsVirus als gelungenes Beispiel, wie man mit einem breiten Miteinander von Staat und Zivilgesellschaft einer Krise wirksam begegnen könne. Der Hackathon UpdateDeutschland bietet wieder die Möglichkeit, zeitgemäß gemeinsam Probleme zu lösen und trotz „Social Distancing“ Menschen zusammenzubringen.

Was ist dieses Mal anders?

Bei UpdateDeutschland geht es nicht mehr nur um die Bekämpfung der Corona-Pandemie. Jetzt geht es auch um Zukunftsthemen, die im vergangenen Jahr von der Pandemie überschattet wurden. Jede Idee mit gesellschaftlicher Auswirkung ist willkommen. Das kann die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Bekämpfung von häuslicher Gewalt, Fragen zum nachhaltigen Konsum oder die digitale Lehrerweiterbildung sein.

Der Hackathon 2020 hat gezeigt, dass gerade Städte und Kommunen großes Interesse an den digitalen Ideen haben. Sie sind jetzt noch stärker beteiligt und konnten schon seit Anfang des Jahres Herausforderungen und Lösungen einreichen. Ebenfalls hatten alle Bürgerinnen und Bürger, Startups und Vereine seit dem 25. Februar 2021 die Möglichkeit, Ideen einzureichen. Bisher wurden mehr als 600 Herausforderungen eingereicht. Beispiele dazu finden Sie auf der Webseite von UpdateDeutschland.

Wer macht bei UpdateDeutschland mit?

Alle Bürgerinnen und Bürger, soziale Einrichtungen, Vereinen und Initiativen und die Verwaltung aller föderalen Ebenen hatten seitdem
25. Februar 2021 die Möglichkeit sich anzumelden. Sie waren aufgefordert Herausforderungen und Lösungen aus ihrem Alltag vorzuschlagen. Über 600 Herausforderungen, vor allem von Kommunen, aber auch von Vertretern aus Länder- und Bundesministerien, von zivilgesellschaftlichen Organisationen und von einzelnen Bürgerinnen und Bürgern kamen schließlich zusammen. Über 500 Initivativen mit bestehenden Lösungsansätzen werden vertreten sein. Über 4.400 Bürgerinnen und Bürger entwickeln mit der Unterstützung von Expertinnen und Experten zahlreicher Fachgebiete ihre Ideen weiter.

Was passierte beim Hackathon?

In einem 48-Stunden-Sprint vom 19. bis 21. März trafen alle Ideengeber auf umsetzungsstarke Partner aus allen föderalen Ebenen und der Wirtschaft und entwickelten ihre Projekte auf der digitalen Plattform von UpdateDeutschland weiter. Die Organisatoren bezeichnen das auch als Matchathon. Kleine und große Teams wurden zusammengestellt, die ihre Idee erprobten. Am Ende entstanden eine Vielzahl Lösungen entstehen, die einen gesellschaftlichen Nutzen konkret und vor Ort entfalten können. Bestehende Initiativen wurden sichtbarer, damit sie auch da ankommen, wo sie ihren Nutzen entfalten können. Das Programm für den 48-Stunden Sprint war ehrgeizig. Zum Start sendete Kanzlerin Merkle ein Grußwort an die Digital-Community. Digitalstaatsministerin Dorothee Bär und Bundesforschungsministerin Anja Karliczek begleiteten den Hackathon über das Wochenende.

Welches Ziel verfolgt die Bundesregierung mit UpdateDeutschland?

Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramtes und Schirmherr des Programms, sagte: „Mit UpdateDeutschland wollen wir ein Zukunftslabor schaffen, in dem Herausforderungen der Zivilgesellschaft und der Verwaltung mit innovativen Lösungen zusammengebracht werden. Wir wollen sicherstellen, dass Innovationen dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden. Ich freue mich deshalb sehr, dass UpdateDeutschland nicht nur von der Bundesregierung, sondern auch von zahlreichen Ländern, Städten und Gemeinden unterstützt wird.“

Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt: „Update Deutschland bietet die Chance für eine echte digitale Bewegung. Wir wollen die Schwarmintelligenz unserer Bürgerinnen und Bürger nutzen, um einen digitalen Sprung nach vorne zu machen. Deshalb laden wir alle dazu ein, Ideen für eine lebenswerte Zukunft einzubringen.“

Wer unterstützt UpdateDeutschland?

Die Bundesregierung übernimmt die Schirmherrschaft für das Innovationsprogramm. Der Chef des Bundeskanzleramtes, Helge Braun, hatte gemeinsam mit der Staatsministerin für Digitalisierung, Dorothee Bär, das Innovationsprogramm UpdateDeutschland am 25. Februar 2021 vorgestellt. Bei UpdateDeutschland nehmen neben den Bundesministerien eine Vielzahl an Landesregierungen und Kommunen teil. Damit bietet UpdateDeutschland die Möglichkeit für ein neues Format der Ebenen übergreifenden Kooperation direkt mit der Zivilgesellschaft.

Wie geht es nach dem Hackathon weiter?

Die vielversprechendsten Lösungen des Hackathons nehmen an einem sechsmonatigen Umsetzungsprogramm mit Unterstützung der Bundesregierung teil, das am 15 April 2021 startet. Es wird dabei verschiedene Fördermöglichkeiten geben. Die Initiativen konnten sich nach dem 48-Stunden-Sprint darauf bewerben. „Wir wollen das als Bundesregierung wieder begleiten und wollen, dass die guten Ideen, dann auch die nötige Unterstützung bekommen“, betonte Kanzleramtsminister Braun.

Auch Landesregierungen und Städte und diverse Stiftungen stellen Förderinstrumente in Aussicht. Hamburg hat zum Beispiel ein Programm über 500.000 Euro aufgelegt. Außerdem gibt es über die Organisatoren von UpdateDeutschland weitere Finanzierungsmöglichkeiten.

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