Krisenstab beschließt weitere Maßnahmen

Schutz vor Coronavirus Krisenstab beschließt weitere Maßnahmen

Der Krisenstab der Bundesregierung hat weitere Vorkehrungen zur Eindämmung des Coronavirus und zum Schutz der Bevölkerung beschlossen. Die Maßnahmen im grenzüberschreitenden Verkehr nach Deutschland werden intensiviert. Außerdem beschloss der Krisenstab Prinzipien zur Risikobewertung von Großveranstaltungen.

Der Krisenstab der Bundesregierung tagt in Berlin.

Der Krisenstab der Bundesregierung tagt in Berlin.

Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa

Der von Bundesinnenminister Horst Seehofer und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eingesetzte Krisenstab zum Coronavirus hat sich am Freitag in Berlin zu seiner zweiten Sitzung getroffen. Nach intensiver Beratung beschloss er weitere Maßnahmen zur Gesundheitssicherung und gegen eine Ausbreitung des neuartigen Virus.

Maßnahmen im grenzüberschreitenden Verkehr

Im Luft- und Schiffsverkehr muss künftig auch für Passagiere aus Südkorea, Japan, Italien und dem Iran vor Einreise der Gesundheitsstatus gemeldet werden. Bisher galt diese Regelung nur für China. Die verantwortlichen Luftfahrzeug- und Schiffsführer sind bei allen in Deutschland ankommenden Flügen und im Schiffsverkehr schon jetzt verpflichtet, erkannte Krankheitsfälle vor der Ankunft zu melden.

Bahnunternehmen müssen künftig Passagiere mit Symptomen einer Coronavirus-Erkrankung den Behörden zu melden. Die Bundespolizei verstärkt zudem ihre Kontrollen im 30-Kilometer-Grenzraum.

Risikobewertung von Großveranstaltungen

Bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen soll laut Beschluss des Krisenstabes den Prinzipien des Robert-Koch-Instituts gefolgt werden. Bei Anwendung dieser Prinzipien sollten unmittelbar bevorstehende Großveranstaltungen abgesagt werden.

Sichere Versorgung mit Schutzausstattung

Der Krisenstab bereitet zudem Maßnahmen zur Sicherung der Versorgung mit Schutzausstattung vor. Eine zentrale Beschaffung und Bevorratung durch den Bund ist geplant. Die Bundesministerien und die Länder sollen eng in die Arbeit des Krisenstabes eingebunden, die Gesamtstrategie im internationalen und europäischen Kontext abgestimmt werden.

Durch die Bildung des gemeinsamen Krisenstabes bündelt die Bundesregierung alle ressortspezifischen Fähigkeiten. Er wird sich zweimal pro Woche treffen. Neben dem Bundesinnenministerium und dem Bundesgesundheitsministerium arbeiten Vertreter des Auswärtigen Amtes, des Bundesverteidigungsministeriums, des Bundeswirtschafts- und des Bundesverkehrsministeriums sowie des Bundeskanzleramtes mit. 

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