„Es braucht noch Durchhaltevermögen“

Kanzlerin bei den Familienunternehmer-Tagen „Es braucht noch Durchhaltevermögen“

Bundeskanzlerin Merkel hat auf den diesjährigen Familienunternehmer-Tagen über die Folgen der Corona-Pandemie gesprochen. Sie dankte den Unternehmerinnen und Unternehmern für ihre Unterstützung in den vergangenen Monaten. Eine Zusammenfassung in Fragen und Antworten.

14:06

Rede der Kanzlerin im Video „Wir müssen über die Krise hinaus an die Zukunft denken“ 

Die Pandemie trifft die deutsche Wirtschaft hart. Gastgewerbe, Einzelhändler und Dienstleistungsbetriebe leiden besonders unter den Einschränkungen – darunter viele Familienunternehmen, die in allen Bereichen der Wirtschaft vertreten sind.

Welche Bedeutung kommt den Familienunternehmen zu?

In einem Videogrußwort für die Familienunternehmer-Tage 2021 unterstrich Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung der Familienunternehmen als „traditionell starke Wachstums- und Beschäftigungsmotoren“. Rund 90 Prozent aller deutschen Unternehmen sind Familienunternehmen. Sie erzielen 52 Prozent der Umsätze und stellen 58 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland.

Merkel verteidigte die Regelungen der kürzlich beschlossenen bundesweiten Notbremse. Es müsse gelingen, die Pandemie-Welle zu brechen, dann erst könne es „Leinen los!“ heißen. Dieses Durchhaltevermögen wünsche sie sich auch von den Familienunternehmen. Die Familienunternehmer-Tage 2021 finden unter dem Motto „Leinen los! Auf welchem Kurs aus der Krise?“ statt.

Wie unterstützt die Bundesregierung Familienunternehmen?

„Wir haben viele Milliarden Euro bereitgestellt und Regelungen angepasst, um Unternehmen und ihre Beschäftigten durch diese schwierige Zeit zu begleiten“, so die Kanzlerin. Sie verwies auf das Konjunkturpaket, das Kurzarbeitergeld und die umfassenden Hilfsprogramme.

„Das ist sehr gut investiertes Geld“, betonte Merkel. Es gehe nicht zuletzt um den Erhalt von Arbeitsplätzen. So wichtig erhebliche Staatshilfen in dieser Ausnahmesituation auch sind: Wichtig sei, „dass die Schuldenbremse auch weiter ihren Platz im Grundgesetz haben muss“. Sie sei flexibel genug, um auf eine Krise angemessen zu reagieren.

Weitere Informationen zu den Wirtschaftshilfen finden Sie hier.

Was wird nach der Krise wichtig?

Um den Fachkräftenachwuchs von morgen zu sichern, müssen Betriebe weiterhin junge Menschen ausbilden. Dabei spielen Familienunternehmen eine wichtige Rolle. „Wir unterstützen kleine und mittlere Betriebe finanziell, wenn sie weiter ausbilden, obwohl sie pandemiebedingt mit Umsatzeinbrüchen zu kämpfen haben“, hob Merkel hervor. Sie bat die Familienunternehmen, dafür das Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ in Anspruch zu nehmen.

Auch wenn die Herausforderungen groß sind, wird Deutschland gut aus der globalen Corona-Krise herauskommen. Die Kanzlerin ist zuversichtlich, dass die Familienunternehmen mit ihrem „Mix aus unternehmerischer Risikofreude, Knowhow und Innovationskraft“ entscheidend dazu beitragen werden.