Fragen und Antworten zum Deutschlandticket
Digital, bundesweit gültig und monatlich kündbar: Mit dem Deutschlandticket ist der öffentliche Nahverkehr in ganz Deutschland nutzbar – unabhängig von Bundesland, Verkehrsverbund oder Tarifgebiet.
3 Min. Lesedauer
Von Sylt bis in den bayerischen Wald: Quer durch Deutschland mit nur einem Ticket.
Grafik: Bundesregierung/Shutterstock/YesPhotographers
Das Deutschlandticket für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ist seit dem 1. Mai 2023 erhältlich. Etwa 14 Millionen Kundinnen und Kunden nutzen das umfangreiche Angebot. Seit Januar 2026 kostet es monatlich 63 Euro. Die vereinfachte Tarifstruktur und die Möglichkeit, das Ticket online zu kaufen und zu nutzen, haben zum Erfolg des Deutschlandtickets beigetragen.
Alle Fakten zum Deutschlandticket im Überblick.
Seit Januar 2026 kostet das Deutschlandticket monatlich 63 Euro. Darauf hatten sich die Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister der Länder am 18. September 2025 auf einer Sonderkonferenz verständigt. Die Länder können auf ihre Kosten weitere Vergünstigungen etwa für Azubi-, Schüler- oder Sozialtickets anbieten. Nähere Informationen stellen die Verkehrsunternehmen oder der Verbund vor Ort zur Verfügung.
Die Verkehrsministerkonferenz der Länder entscheidet eigenständig ohne Einfluss des Bundes über die Preisgestaltung des Deutschlandtickets. Grund ist die gesetzliche Zuständigkeit der Länder für den Öffentlichen Personennahverkehr.
Kundinnen und Kunden können das Deutschlandticket bei allen Verkehrsunternehmen und -verbünden erwerben. Bei welchem Anbieter in Ihrer Umgebung das Deutschlandticket abonniert werden kann, ist auf der offiziellen Web-Seite zum Deutschlandticket zu finden.
Das Deutschlandticket ist bundesweit gültig und ermöglicht deutschlandweite Fahrten im ÖPNV und SPNV aller teilnehmenden Verkehrsunternehmen, Landestarife und Verkehrsverbünde sowie im verbundfreien Raum. Reisende können also alle Busse und Bahnen des öffentlichen Regional- und Nahverkehrs in ganz Deutschland nutzen. Ausgenommen sind der Fernverkehr (zum Beispiel IC, EC, ICE), private Anbieter wie FlixTrain oder FlixBus sowie Fahrten in der ersten Klasse. Es gibt aber einige wenige Ausnahmen, weitere Informationen darüber, wo das Deutschlandticket überall gültig ist, gibt es bei der Deutschen Bahn.
Das Deutschlandticket ist personengebunden und nicht auf andere Personen übertragbar. Fahrgäste müssen bei möglichen Kontrollen ihre Identität nachweisen. Kinder unter sechs Jahren fahren weiterhin kostenlos mit. Eine unentgeltliche Mitnahme von Personen über sechs Jahren ist nicht möglich.
Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber erhalten die Möglichkeit, ihren Beschäftigten das Deutschlandticket als Jobticket bereitzustellen. Wenn sie dabei einen Zuschuss von mindestens 25 Prozent auf den Ausgabepreis des Tickets leisten, können zusätzlich fünf Prozent Rabatt auf den Ausgabepreis gewährt werden.
Bund und Länder haben sich darauf verständigt, das Deutschlandticket ab dem Sommersemester 2024 in rabattierter Form auch als Semesterticket anzubieten. Der Fahrpreis für das Deutschlandsemesterticket beträgt 60 Prozent des Fahrpreises des regulären Deutschlandtickets. Das Ticket hat dieselben Merkmale wie das normale Deutschlandticket: Es gilt für eine Person in der 2. Klasse in allen Verkehrsmitteln des ÖPNV in ganz Deutschland und ist nicht übertragbar. Ob und wann genau das Semesterticket an einzelnen Hochschulen eingeführt wird, hängt von den Verhandlungen zwischen den Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünden und Landestariforganisationen mit den Hochschulen und Studierendenvertretungen ab.
Der Bund beteiligt sich zur Hälfte an den Kosten für das Deutschlandticket. So stellte er 2023, 2024 und 2025 jeweils 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Diesen Betrag wird der Bund nun auch langfristig bis 2030 leisten. Diese langfristige Absicherung gibt Sicherheit für Verbraucherinnen, Verbraucher, Länder und Verkehrsbetriebe. Denselben Betrag steuern die Länder bei. Diese Mittel sollen die Verkehrsunternehmen des Öffentlichen Personennahverkehr unterstützen – als Ausgleich für Mindereinnahmen, die durch das Angebot des Deutschlandtickets entstehen.
Das Deutschlandticket resultiert aus dem Neun-Euro-Ticket, das auf Initiative der Bundesregierung in den Sommermonaten 2022 angeboten und 52 Millionen Mal verkauft wurde. An den Erfolg dieser zeitlich befristeten Aktion soll das Deutschlandticket als dauerhaftes Angebot anknüpfen. Wie schon das Neun-Euro-Ticket soll auch das Deutschlandticket die Bürgerinnen und Bürger angesichts der gestiegenen Energiepreise finanziell entlasten. Gleichzeitig soll es die Attraktivität des ÖPNV deutlich erhöhen, einen Anreiz zum Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn setzen – und somit dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen.