Bundesregierung stärkt das Ehrenamt

Woche des bürgerschaftlichen Engagements Bundesregierung stärkt das Ehrenamt

Zum 16. Mal ist die Woche des Bürgerschaftlichen Engagements gestartet. Damit wird der Einsatz der mehr als 30 Millionen Freiwilligen in Deutschland gewürdigt, die einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Die Bundesregierung fördert das Ehrenamt mit einer Fülle von Maßnahmen und Projekten – ein Überblick.

Jugendliche und ihr Kletter-Trainer fassen sich im Kreis an den Händen

Das Ehrenamt nützt der Gesellschaft - und macht Spaß.

Foto: „Ich will da rauf!“ e.V.

Startschuss für die Woche des bürgerschaftlichen Engagements

Ob Aufräum-Aktionen für den Kilmaschutz, Flüchtlings- oder Nachbarschaftshilfe oder Sport im Verein: In der Woche des bürgerschaftlichen Engagements stellen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer bundesweit ihre Projekte vor - aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr digital. Schwerpunkt der Veranstaltungswoche ist das Thema "Engagement und Klimaschutz". Einen Überblick über die verschiedenen Angebote bietet der Engagement-Kalender.

Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement organisiert die Woche des bürgerschaftlichen Engagements, die inzweischen bundesweit größte Freiwilligenoffensive. Im Fokus stehen Menschen, die sich aus eigener Initiative oder in Unternehmen, Stiftungen, Verbänden oder Einrichtungen unter dem Motto "Engagement macht stark" engagieren. Das Bundesfamilienministerium fördert die Aktionswoche.

30 Millionen Engagierte in Deutschland

"Die Woche des bürgerschaftlichen Engagements macht das freiwillige Engagement in unserem Land jedes Jahr aufs Neue in einzigartiger Weise sichtbar. Sie bietet Gelegenheit, denjenigen zu danken, die sich mit großer Motivation und Schaffenskraft freiwillig für das Gemeinwohl einsetzen", sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Die Woche zeigt, wofür sich mehr als 30 Millionen Menschen freiwillig engagieren und wie vielfältig unsere Gesellschaft ist.

Um das Ehrenamt noch besser zu unterstützen, hat das Bundesinneministerium die Informationskampagne "Pack mit an! Für dich. Für uns alle."  ins Leben gerufen. Ziel ist es, für mehr Beteiligung im Ehrenamt zu werben und Lust auf ehrenamtliches Engagement zu wecken und gleichzeitig die vielen Freiwilligen zu würdigen.

Ehrenamtsstiftung startet Förderprogramm

Digitalisieren, Nachwuchskräfte gewinnen, Strukturen stärken und Innovation fördern - das sind die Ziele des neuen Förderprogramms der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Laut Bundesfamilienministerin Giffey können nun vor allem Vereine in strukturschwachen und ländlichen Regionen damit kurzfristig selbst organisierte Angebote auf den Weg bringen.

Gemeinnützige Organisationen haben ab sofort die Möglichkeit, bis zum 1. November 2020 Anträge auf Fördermittel einzureichen. Folgende Ausgaben sind in den jeweiligen Projekten förderfähig:

  • Sachausgaben (zum Beispiel Hard- und Software),
  • projektbezogene Personalkosten,
  • Honorare (zum Beispiel für Programmierung oder Design),
  • begleitende Qualifizierungs- und Coachingangebote sowie
  • projektbezogene Verwaltungskostenpauschale

Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt  ist ein gemeinsames Vorhaben des Bundesfamilienministeriums, des Bundesinnenministeriums und Bundeslandwirtschaftsministeriums. Sie ist ein zentrales Ergebnis der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" und soll insbesondere in strukturschwachen und ländlichen Regionen Engagement sinnvoll und nachhaltig unterstützen.

Bund unterstützt Ehrenamt

Neben der Woche des bürgerschaftlichen Engagements und der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt fördert die Bundesregierung weitere Programme und Initiativen, darunter:

  • Freiwilligendienste wie den Bundesfreiwilligendienst oder das Freiwillige Soziale und das Freiwillige Ökologische Jahr: Hier schuf die Bundesregierung die Möglichkeit für Jüngere, einen Freiwilligendienst auch in Teilzeit zu absolvieren. Vorher gab es diese Option nur für Freiwillige, die mindestens 27 Jahre alt sind.
  • Bundesprogramm "Demokrarie leben": Gefördert werden Projekte, die sich für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander vor Ort einsetzen. Sie werden zu einem großen Teil von Freiwilligen getragen. Auch in diesem Jahr ist das Bundesprogramm mit mehr als 115,5 Millionen Euro ausgestattet.
  • Bundesprogramm "Zusammenhalt durch Teilhabe": Es zielt auf die Förderung von Projekten für demokratische Teilhabe speziell in ländlichen und strukturschwachen Regionen ab. Dafür stehen derzeit zwölf Millionen Euro jährlich bereit.
  • Mehrgenerationenhäuser: Mehr als 540 Häuser in ganz Deutschland unterstützt der Bund finanziell. Mehrgenerationenhäuser sind Begegnungsorte, an denen das Miteinander der Generationen aktiv gelebt wird. Sie fördern den Dialog, stärken die Bürgerbeteiligung und damit den Zusammenhalt der Menschen vor Ort.
  • Wertschätzung und Würdigung des Engagements: Die Bundesregierung zeichnet mit verschiedenen Preisen, wie dem Deutschen Engagementpreis, herausragendes Engagement aus.