Deutschland, deine Seen

Fragen und Antworten Deutschland, deine Seen

2.291 geprüfte Badegewässer gibt es in Deutschland. Die meisten sind ausgezeichnet. Wer untersucht das und wo kann ich mich informieren? Fragen und Antworten zur Wasserqualität - und eine Übersicht beliebter Seen in Bildern.

Die deutschen Badegewässer erhalten regelmäßig Bestnoten: In der vorigen Saison wurden 93 Prozent als "ausgezeichnet" bewertet, so die Europäische Umweltagentur, die jährlich über die Qualität der europäischen Badegewässer berichtet. 98 Prozent der Badeseen, Flussbäder und Bäder an Nord- und Ostsee erfüllten die Qualitätsanforderungen.

Welche Qualitätsstufen gibt es?

Die Badegewässerqualität wird als "ausgezeichnet, "gut", "ausreichend" oder "mangelhaft" eingestuft. Seit Inkrafttreten der EU-Badewasser-Richtlinie im Jahr 1991 ist der Anteil europäischer Badegewässer mit mindestens ausreichender Qualität von 74 Prozent auf mehr als 95 Prozent im Jahr 2003 gestiegen. Die Qualität der deutschen Badegewässer bleibt - wie auch in den Vorjahren - konstant auf einem guten Niveau.

Wie wird die Wasserqualität überwacht? Was genau wird untersucht?

Die örtlichen Behörden nehmen während der gesamten Badesaison Wasserproben. Diese werden auf bestimmte Fäkalbakterien untersucht: Escherichia coli und intestinale Enterokokken. Die Bakterien weisen auf ungesunde Verschmutzungen hin, verursacht etwa durch verunreinigtes Klärwasser oder besonders viel Gülle. Verschlucken Badende mit diesen Bakterien verschmutztes Wasser, kann das Magenbeschwerden und Durchfall verursachen.

Wann müssen Badeseen gesperrt werden?

105 Badegewässer waren während der Badesaison 2019 ganz oder zeitweise geschlossen, 53 davon wegen sogenannter Blaualgen. Nur 27 der rund 2.300 deutschen Badegewässer mussten aufgrund schlechter hygienischer Qualität zeitweise schließen. Hauptsächlich hatten Sturm- und Starkregen Schmutzwasser in die Badegewässer gespült.

Wo findet man Informationen über die Wasserqualität?

Die Bundesländer veröffentlichen meist die aktuellen Gewässerdaten im Internet. Auch die Gesundheits- oder Umweltbehörden geben Auskunft.
Aktuelle Informationen zur Badegewässerqualität finden Sie beim  Umweltbundesamt.

Kann ich mich im Wasser mit dem Coronavirus anstecken?

Bisher gibt es laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine Hinweise darauf, dass das Coronavirus über das Wasser übertragen wird. Durch die Verdünnung im Wasser ist eine Ansteckung im See äußerst unwahrscheinlich, sagt auch das Umweltbundesamt.

Viren werden hauptsächlich direkt von Mensch zu Mensch übertragen. Zum Beispiel durch Tröpfchen, die beim Husten und Niesen freigesetzt werden oder über die Hände auf die Schleimhäute gelangen. Wer unter einer akuten Atemwegsinfekten oder Durchfallerkrankung leidet, sollte deshalb auf keinen Fall baden gehen.

Was kann jede und jeder dazu beitragen, damit unsere Gewässer sauber bleiben?

Private Haushalte können viel dazu beitragen, unsere Gewässer zu schützen. So gehören zum Beispiel alte und nicht mehr gebrauchte Medikamente nicht ins WC, sondern können in manchen Apotheken abgegeben oder in der Restmülltonne entsorgt werden. Außerdem wichtig: Keine Pflanzenschutzmittel im eigenen Garten verwenden, keine Farbreste, Lacke, Benzin oder andere Lösungsmittel in die Kanalisation kippen. Jedes Zuviel davon gelangt direkt durch den Boden in die Gewässer. Mehr Verbrauchertipps gibt es beim  Bundesumweltministerium.