Aufschwung am Arbeitsmarkt 

Arbeitsmarkt im Juli Aufschwung am Arbeitsmarkt 

Der positive Trend am Arbeitsmarkt setzt sich im Juli fort: Die Zahl der Arbeitslosen und die der Beschäftigten in Kurzarbeit sinken, in den Unternehmen wird weiter vermehrt nach neuem Personal gesucht. 

Deutliche Besserung am Arbeitsmarkt: Arbeitslosenzahl im Juli 2021: 2,59 Millionen. 24.000 weniger im Vergleich zu Juni, 320.000 weniger im Vergleich zum Vorjahresmonat

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen um 320.000 gesunken.

Foto: Bundesregierung

„Die Zahlen zeigen: Der Arbeitsmarkt kommt in Schwung“, so Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Die Arbeitslosenquote ist in diesem Monat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent gesunken. Im Juli waren 2,59 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das sind 24.000 weniger als im Vormonat. Saisonbereinigt waren es 91.000 weniger. Im Vorjahresvergleich ist die Arbeitslosenzahl um 320.000 gesunken.

Auch die Zahl der Kurzarbeiter sinkt weiter

Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) wurde vom 1. bis einschließlich 25. Juli für 75.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Die Inanspruchnahme geht damit weiter zurück. Vor Beginn von Kurzarbeit müssen Betriebe eine Anzeige über den voraussichtlichen Arbeitsausfall erstatten.

Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme stehen bis Mai 2021 zur Verfügung. Nach vorläufigen hochgerechneten Daten der BA ist die Zahl der Menschen, die im Mai in Kurzarbeit waren, auf insgesamt 2,23 Millionen zurückgegangen. Im April 2020 hatte die Inanspruchnahme mit knapp 6 Millionen den Höhepunkt erreicht.

Die Bundesregierung hat die Antragsfrist für den erleichterten Zugang zu Kurzarbeitergeld bis zum 30. September 2021 verlängert. Auch Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter profitieren von den Sonderregelungen. Die entsprechende Verordnung ist am 23. Juni in Kraft getreten. 

Arbeitskräfte werden gesucht

Positiv ist auch der Zuwachs an gemeldeten offenen Stellen: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im Juni 44,84 Millionen Menschen erwerbstätig. Das waren saisonbereinigt 76.000 mehr als im Vormonat und 162.000 mehr als vor einem Jahr.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, deren Daten nur bis Mai 2021 reichen und damit die Wirkung der Öffnungsschritte noch nicht vollständig erfassen, ist saisonbereinigt um 31.000 auf 33,73 Millionen Beschäftigte gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie nach hochgerechneten Daten der BA im Mai um 402.000 gestiegen. Die geringfügig entlohnte Beschäftigung ist immer noch stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen. Ihre Zahl betrug im Mai 2021 6,99 Millionen.

Die Nachfrage nach neuem Personal hat sich im Juli kräftig gesteigert. So waren 744.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 171.000 mehr als vor einem Jahr. Saisonbereinigt hat sich der Bestand der bei der BA gemeldeten Arbeitsstellen um 41.000 erhöht. 

Sommer der Berufsausbildung

Derzeit sind noch viele Ausbildungsstellen unbesetzt. Von Oktober 2020 bis Juli 2021 meldeten sich bei den Agenturen für Arbeit und den Jobcentern 404.000 Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das waren 35.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. 127.000 Bewerberinnen und Bewerber waren im Juli noch unversorgt. 

Der Rückgang ist nicht mit einem rückläufigen Interesse von jungen Menschen an der Berufsausbildung gleichzusetzen. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es nicht leicht, Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt zusammenzubringen.

Damit sich dies ändert, informieren im „ Sommer der Berufsausbildung“ verschiedene Akteure der Allianz für Aus- und Weiterbildung Jugendliche und ihre Eltern über die Möglichkeiten und Perspektiven einer betrieblichen Berufsausbildung. Das Ziel ist, dass möglichst viele junge Menschen im Jahr 2021 ihre Berufsausbildung beginnen können.