9-Euro-Ticket ab Juni 2022

Öffentlicher Personenverkehr 9-Euro-Ticket ab Juni 2022

Das Bundeskabinett hat eine Formulierungshilfe zur Änderung des Regionalisierungsgesetzes beschlossen. Nach der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat werden die Regionalisierungsmittel in diesem Jahr um 3,7 Milliarden erhöht. Damit ist die Finanzierung des sogenannten „9 für 90-Ticket“ gesichert, das Angebot ist ab 1. Juni dieses Jahres erhältlich.

9 Euro Ticket

Ab dem 1. Juni 2022 wird ein stark verbilligtes ÖPNV-Ticket für 9 Euro pro Kalendermonat in Deutschland angeboten.

Foto: Getty Images/EyeEm/Dennis Joseph

Mit Kabinettbeschluss vom 27. April hat die Bundesregierung den Weg für das sogenannte 9-Euro-Ticket ab Juni dieses Jahres freigemacht. Ab dem 1. Juni 2022 soll dadurch ein stark verbilligtes ÖPNV-Ticket für 9 Euro pro Kalendermonat in Deutschland angeboten werden. Das Ticket soll deutschlandweit in Bussen und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr gelten (ausgenommen sind der Fernverkehr der DB AG, also beispielsweise ICE, IC, EC sowie die Flix-Züge und Busse).

Mit der verabschiedeten Formulierungshilfe für eine Gesetzesänderung, die nun in die parlamentarischen Beratungen geht, sollen die Regionalisierungsmittel im Jahr 2022 um insgesamt 3,7 Milliarden Euro erhöht werden. Damit soll sowohl die Umsetzung des „9 für 90-Ticket“ finanziert als auch der Beitrag des Bundes am Ausgleich der pandemiebedingten Fahrgeldeinnahmeausfälle der ÖPNV-Verkehrsunternehmen ermöglicht werden.

„Nutzung des ÖPNV attraktiver machen“

Für Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, geht es bei der Einführung des 9-Euro-Tickets besonders um zwei Aspekte: „Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger angesichts der stark gestiegenen Energiekosten mit einem deutlich verbilligten ÖPNV-Ticket unmittelbar entlasten, Anreize zum Energiesparen setzen und die Nutzung des ÖPNV langfristig attraktiver machen.“ Der Bund übernimmt mit 2,5 Milliarden Euro die Kosten für die Umsetzung des Tickets.

Auch was die pandemiebedingten Einnahmeausfälle im ÖPNV angeht, bleibt der Bund an der Seite der Länder und trägt die Hälfte der entstehenden Schäden. Mit Blick auf die weitere Zukunft beton Minister Wissing: „Wir werden in den 90 Tagen genau beobachten, welche Auswirkungen vergünstigte Tickets auf das Nutzerverhalten haben. Die Ergebnisse werden in die weiteren Arbeiten einfließen, um den ÖPNV auch langfristig zu verbessern.“

Weitere und ausführliche Informationen zum 9-Euro-Ticket finden Sie auf den Seiten des Bundesministerium für Digitales und Verkehr.

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