Internationale Grüne Woche

Von Landwirtschaft bis Entwicklungspolitik

Nachhaltige Landwirtschaft, attraktive ländliche Räume, Biolebensmittel und Ernährungssicherung weltweit – mit diesen Themen ist die Bundesregierung auf der Grünen Woche präsent. Das Bundesagrarministerium prämierte "Kernige Dörfer" und ehrte die Sieger des Wettbewerbs "Ökologischer Landbau".

Zwei Frauen und ein Mann stehen vor einem Monitor auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.

"Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft": Erzeugen, Einkaufen, Essen – erfahren Sie mehr in Halle 23a.

Foto: Messe Berlin

"Wir brauchen eine ökonomisch tragfähige und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft!", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zum Auftakt der Internationalen Grüne Woche in Berlin. Er dankte den Bäuerinnen und Bauern für ihre harte Arbeit. Dank der Lebensmittelwirtschaft gebe es in Deutschland so viele, gesunde und vielfältige Lebensmittel wie nie zuvor in der Geschichte.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) präsentiert noch bis zum 28. Januar gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern mehrere Sonderschauen auf der Grünen Woche. Das Bundesentwicklungsministerium ist mit dem Motto "EINEWELT ohne Hunger ist möglich" vertreten.

Die Grüne Woche war Ausgangspunkt für die 10. Berliner Welternährungskonferenz (Global Forum for Food and Agriculture – GFFA), die vom 18. bis 20. Januar stattfand. Beim 11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung berieten 1.000 Akteure aus ländlichen Regien Lösungen für ein attraktives Landleben. Die Sieger der Wettbewerbe "Kerniges Dorf!" 2017 und "Ökologischer Landbau" wurden ebenfalls geehrt.

"Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft"

Die Präsentation "Landwirtschaft in der Mitte der Gesellschaft" führt durch die Wertschöpfungskette der Land- und Fischereiwirtschaft. Auch über intelligente Roboter, Präzisionstechnik und autonome Landmaschinen können sich Interessierte informieren. Das BMEL stellt außerdem dar, wie es sich für mehr Tierwohl, den Umweltschutz und die Erhaltung der Artenvielfalt einsetzt. Bei einer "Tour aufs Land" geht es um die Entwicklung attraktiver ländlicher Räume.

In der "Biohalle" stellen das BMEL und die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) das "Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft" (BÖLN) vor. Eine weitere Präsentation geht der Frage nach, was Bioökonomie alles leistet.

Für eine Welt ohne Hunger

Weltweit hungern mehr als 800 Millionen Menschen, zwei Milliarden Menschen sind unterernährt. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zeigt, dass jeder Mensch beim täglichen Einkaufen etwas gegen den Hunger in der Welt tun kann.

Das Motto des BMZ lautet: "Eine Welt ohne Hunger ist möglich – mit fairem Einkauf und fairer Produktion". Baumwoll- und Kakaoproduktion sind zwei Beispiele, bei denen das Entwicklungszusammenarbeit daran mitwirkt, Hunger und Armut zu bekämpfen. Wie das geht, ist auf der Grünen Woche eindrucksvoll zu sehen.

Berliner Welternährungskonferenz (GFFA)

"Die Zukunft der tierischen Erzeugung gestalten – nachhaltig, verantwortungsbewusst, leistungsfähig" – das war das Thema der zehnten Welternährungskonferenz. Mit der Verabschiedung eines Kommuniqués am 20. Januar verpflichteten sich 69 Staaten zu einer verantwortlichen und nachhaltigen Tierhaltung.

Die Unterzeichnenden bekannten sich dazu, verstärkt Regeln und freiwillige Vereinbarungen einzusetzen, die Tierproduktion effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Zugleich wollen sich sich für einen maßvollen Konsum tierischer Lebensmittel einsetzen.

Rund 1,3 Milliarden Menschen leben von der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Aber die Tierhaltung bedeutet auch einen enormen Verbrauch natürlicher Ressourcen. Mit rund 15 Prozent trägt sie zu den von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen bei.

Zukunftsforum Ländliche Entwicklung

Begleitend zur Grünen Woche richtete das BMEL das "11. Zukunftsforum Ländliche Entwicklung" am 24. und 25. Januar aus. Akteure aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft diskutieren zum Thema "Dynamik und Vielfalt – Potenziale der ländlichen Räume nutzen".

"Unser gemeinsames Ziel ist es, die Lebensqualität in den ländlichen Räumen attraktiver zu gestalten und den Menschen auch in wirtschaftlich schwächeren Regionen aussichtsreiche Perspektiven bieten zu können", sagte Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt. Hierzu habe das BMEL das Bundesprogramm "Ländliche Entwicklung" aufgelegt. Durch seine Ausrichtung als Modell- und Demonstrationsvorhaben sei es ein Experimentierfeld für zahlreiche innovative Projekte und Initiativen.

Auf der 83. Internationalen Grünen Woche zeigen 1.660 Aussteller aus 66 Ländern noch bis zum 28. Januar eine Leistungsschau aus Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Das diesjährige Partnerland ist Bulgarien. Unter dem Motto "Aroma der Sonne" präsentiert es Nahrungsmittel, Kultur und Lebensweise Bulgariens. Die Messe Berlin erwartet 400.000 Gäste.

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