Riester-Produkte verstehen und vergleichen

Vermögensaufbau und Altersvorsorge Riester-Produkte verstehen und vergleichen

Riester-Produkte zur privaten Altersvorsorge werden staatlich gefördert. Es existiert eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Produkte, die häufig schwer zu vergleichen sind. Um eine bessere Vergleichbarkeit der Angebote zu ermöglichen, wurden 2017 Standards für die Produktinformation eingeführt. Gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern testet wirksam regieren die Verständlichkeit dieser Informationsstandards  und  erarbeitet Vorschläge, um die Vergleichbarkeit der Angebote zu verbessern. 

Frau auf dem Boden vor einem Sofa mit Unterlagen

Riester-Produkte verstehen und vergleichen

Foto: Getty Images/Martin Prescott

Der Vergleich von Altersvorsorgeprodukten soll einfacher werden

Neben der gesetzlichen und der betrieblichen Altersvorsorge ist die private Altersvorsorge die dritte Säule einer stabilen Altersversorgung. Private Altersvorsorgeprodukte, die bestimmte Bedingungen erfüllen, zum Beispiel die Riester-Rente, werden staatlich gefördert. Aktuell bestehen rund 16 Millionen Riester-Verträge in Deutschland. Hierfür nehmen rund 11 Millionen Bürgerinnen und Bürger eine Förderung in Anspruch. Nach wie vor werden auch neue Riester-Verträge abgeschlossen.

Unter dem Oberbegriff Riester-Rente gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Produktangebote: So gibt es beispielsweise Versicherungsverträge, Banksparverträge, Investmentfondsverträge oder Wohn-Riester-Verträge mit jeweils eigenen Rahmenbedingungen und, abhängig vom Anbieter, unterschiedlichen Konditionen.

Um eine bessere Vergleichbarkeit der verschiedenen staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukte zu erreichen, gibt es seit 2017 standardisierte Produktinformationsblätter. Hier werden zentrale Informationen über einen angebotenen Vertrag auf zwei Seiten zusammengefasst.

Bürgerinnen und Bürger bewerten die Verständlichkeit verschiedener Informationen zu Altersvorsorgeprodukten

Um die Auswahl eines geeigneten staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukts zu erleichtern, sollte ein Produktinformationsblatt wichtige Angaben zum Produkt leicht auffindbar machen und Fachbegriffe erläutern. Die Darstellung von Informationen auf dem Produktinformationsblatt sollte danach ausgerichtet sein, ob die Informationen für die Bürgerinnen und Bürger von Bedeutung sind und ob diese verständlich dargestellt werden.

Dazu gilt es zunächst zu verstehen, wie Menschen über Altersvorsorge denken und nach welchen Kriterien sie sich für ein bestimmtes Altersvorsorgeprodukt entscheiden. Wie bewerten Bürgerinnen und Bürger das Produktinformationsblatt für die Auswahl eines staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukts? Zeigen sich bei der Bewertung der Verständlichkeit der dargestellten Informationen eventuell Unterschiede, je nachdem wie viel Vorwissen zum Thema besteht?

In Gruppeninterviews und Einzelinterviews mit Bürgerinnen und Bürgern wurde der Entscheidungsprozess für ein privates Altersvorsorgeprodukt untersucht, die Verständlichkeit der Produktinformationsblätter getestet und die aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger wichtigsten Informationen für die Entscheidung herausgearbeitet.

Mit den gewonnenen Erkenntnissen sollen in einer zweiten Projektphase alternative Darstellungsweisen für das Produktinformationsblatt mit Bürgerinnen und Bürgern empirisch getestet werden.


im Auftrag des Bundesministeriums der Finanzen (BMF)