Gesundheit

Masernschutz

In Deutschland gibt es erhebliche Impflücken bei Masern, die immer wieder zu Masernausbrüchen führen. Impfungen schützen nicht nur persönlich vor einer Ansteckung. Sie schützen auch Menschen, die keine Impfung bekommen können, beispielsweise Kinder, die jünger als ein Jahr sind oder manche chronisch Kranken. Impflücken verhindern den Aufbau einer sogenannten Herdenimmunität, den Schutz der Gemeinschaft vor Auftreten und Ausbreitung ansteckender Krankheiten.

Ärztin Untersuchung Mann Blutdruck Vorsorge Gesundheit Gesundheitsvorsorge Krankheit Patient Model and Property Released München Deutschland

Arztbesuch

Foto: mauritius images

Insbesondere Erwachsene, die nach 1970 geboren wurden, weisen einen unzureichenden Impfschutz auf. Die drei wichtigsten Impfhindernisse in dieser Gruppe sind laut Umfragen: Die Notwendigkeit einer zweimaligen Impfung ist nicht bekannt. Viele nehmen daher fälschlicherweise an, einen wirksamen Impfschutz zu besitzen. Die Folgen einer Masernerkrankung werden als scheinbare Kinderkrankheit unterschätzt. Einige befürchten Nebenwirkungen der Impfung.

Ziel des Bundesministeriums für Gesundheit ist es, Impflücken bei Masern und anderen Infektionskrankheiten zu schließen und so Schutz für alle Menschen zu erreichen. In diesem Zusammenhang testet die Projektgruppe wirksam regieren im Auftrag des Gesundheitsministeriums alternative Informationsangebote, um die Masernimpfzahlen durch faktenbasierte Informationen zu erhöhen. Sachinformation soll Betroffenen eine informierte Entscheidung ermöglichen.

Ziel des Projekts

Steigerung der Impfzahlen bei Erwachsenen, die nach 1970 geboren wurden, durch eine faktenbasierte Aufklärung.

Maßnahmen

Wirkungstests von Informationsalternativen auf das Impfverhalten:

  • Versand von Informationsbriefen an Versicherte, die sich durch Inhalt, Format und Umfang unterscheiden;
  • Versand von Informationsmaterial an Hausärzte zur Auslage in der Praxis;
  • direkte Ansprache der Masernimpfung durch den behandelnden Arzt.

Methodik

Zwei separate randomisierte kontrollierte Feldstudien, in Kooperation mit zwei gesetzlichen Krankenkassen.

Beitrag teilen