Gefahren frühzeitig erkennen

Desinformaton Gefahren frühzeitig erkennen

Bestimmte Formen von Desinformation dienen dazu, das Vertrauen instaatliche Institutionen zu untergraben. So sind zum Beispiel Verschwörungs- und Untergangserzählungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie dazu geeignet, die öffentliche Sicherheit zu gefährden. 

Schild "Bundesamt für Verfassungsschutz"

Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat seinen Sitz in Chorweiler.

Foto: imago images/Future Image/C. Hardt

Die zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums gehörenden Bundesbehörden, wie insbesondere das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) oder das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sind unter anderem dafür zuständig, solche Gefahren, die von Desinformation ausgehen können, im Blick zu behalten. Sie unterrichten mit ihren regelmäßigen Berichten auch die Bevölkerung über dieses Phänomen.

Bundesamt für Verfassungsschutz

Das Bundesamt für Verfassungsschutz veröffentlicht Erkenntnisse zu Desinformation und hybriden Bedrohungen in seinem jährlichen Verfassungsschutzbericht.

Der jährliche Verfassungsschutzbericht des Bundes dient der Unterrichtung und Aufklärung über verfassungsfeindliche Bestrebungen in Deutschland. Er beruht auf den Erkenntnissen, die das Bundesamt für Verfassungsschutz im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags zusammen mit den Landesbehörden für Verfassungsschutz gewonnen hat. Der Bericht benennt detailliert Gefahren und unterrichtet über die wesentlichen Erkenntnisse, analysiert und bewertet maßgebliche Entwicklungen und Zusammenhänge.
 
Zu den klassischen Spionagemethoden sind in den letzten Jahren zunehmend Aktivitäten im Bereich der Einflussnahme getreten. Mithilfe von Desinformation und Propaganda wollen andere Staaten, auch unter Zuhilfenahme ihrer Nachrichtendienste, auf die öffentliche Meinung wie auf Verantwortliche in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Einfluss ausüben. ( Quelle:)

Erkenntnisse aus der Spionageabwehr, die eine unzulässige Einflussnahme fremder Staaten belegen, teilt das Bundesamt für Verfassungsschutz mit den anderen Nachrichtendiensten in Deutschland, um so ein zutreffendes Bild zur illegitimen Einflussnahme zeichnen zu können. Außerdem arbeitet die Spionageabwehr in dem ressortübergreifenden Netzwerk mit, das sich mit Einflussnahme auf Deutschland und hybriden Bedrohungen auseinandersetzt. Weitere Informationen erhalten Sie hier

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gestaltet als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde Informationssicherheit in der Digitalisierung durch Prävention, Detektion und Reaktion für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. In seinem Lagebericht 2020 verweist das BSI unter anderem auf Akteure von Desinformation im Rahmen der Coronavirus-Pandemie. Diese würden versuchen mittels Desinformation, die auch ein hybrides Mittel sein kann, Einfluss auf andere Staaten auszuüben.

In zunehmendem Maße stützen sich Desinformationen auf technische Hilfsmittel, die der Manipulation authentischer Informationen dienen. Beispiele dafür sind das Verfälschen von Foto-, Video- und Tonaufnahmen sowie das Vortäuschen einer bestimmten Urheberschaft einer Informationsübermittlung (z. B. einer E-Mail oder eines Beitrags in Sozialen Netzwerken). Weitere Informationen finden Sie im Lagebericht des BSI von 2020.

Das BSI ist auch für den Schutz der IT-Systeme des Bundes verantwortlich. Hierbei geht es um die Abwehr von Viren, Trojanern und anderen technischen Bedrohungen gegen die Computer und Netze der Bundesverwaltung.