Betrug mit falschen Ferienwohnungen

Verbraucherschutz Betrug mit falschen Ferienwohnungen

Eine schöne Ferienwohnung ist in der Hochsaison nicht leicht zu finden. Das nutzen Betrüger aus – mit Anzeigen fingierter Ferienhäuser und -wohnungen auf Buchungsportalen im Internet. Hier finden Sie Tipps, woran sich unseriöse Inserate erkennen lassen.

Wohnungsschlüssel hängen an einem Holzbrett.

Wer getäuscht wurde, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und den jeweiligen Plattformbetreiber informieren.

Foto: Christof Stache/Kontributor/AFP via Getty Images

Betrüger locken Urlauber mit ungewöhnlich günstigen Preisen und schönen Bildern der Mietwohnungen. Bei der Anreise stehen Urlauber dann vor leeren Grundstücken. Oder die Unterkünfte sind schon vermietet.

Das sollte Sie misstrauisch machen:

  • Eine genaue Beschreibung der Unterkunft ist häufig nicht vorhanden. Mit einem Online-Kartendienst kann man zumindest prüfen, ob die Angaben stimmen können und sich das Mietobjekt an der angegebenen Anschrift befindet.
  • Auch Bewertungen der Anbieter und Ferienhäuser helfen weiter. Aber Vorsicht: Ist die Bewertung allzu euphorisch oder blumig, kann auch das ein Fake sein.
  • Oft fehlen Name, Anschrift und Telefonnummer des Vermieters. Der Kontakt lässt sich dann nur über eine E-Mail-Adresse herstellen. Seien Sie auch vorsichtig, wenn der Kontakt die weitere Kommunikation außerhalb der Buchungsplattform durchführen möchte.
  • Bei der Buchung wird statt einer Anzahlung sofort die Zahlung der vollständigen Miete verlangt - unabhängig vom Reisezeitraum. Bei Sofortzahlung wird zugleich ein Rabatt versprochen.
  • Gezahlt wird am besten per Kreditkarte oder Lastschrift. Im Betrugsfall kann so das Geld von der Bank zurückverlangt werden. Diese muss dann möglichst schnell informiert werden. Wenn möglich, bezahlt man erst vor Ort den vollen Preis.

Anzeige erstatten und möglichst Rückbuchung veranlassen

Wer getäuscht wurde, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und den jeweiligen Plattformbetreiber informieren. Falls eine Zahlung bereits geleistet wurde, sollten Urlauber außerdem sofort ihre Bank kontaktieren, um zu prüfen, ob Rückbuchungen möglich sind, raten die Verbraucherschützer. Zusätzlich kann man sich auch mit einer Verbraucherzentrale oder der Wettbewerbszentrale in Verbindung setzen und dort den Schaden melden. So hilft man mit, Betrügereien in Zukunft zu verhindern.

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