Desinformationen erkennen und verstehen

Forschung Desinformationen erkennen und verstehen

Fake-News, Deep Fakes, Social Bots – diese Stichworte verunsichern viele Menschen bei ihrer Suche nach verlässlichen Informationen. Die Bundesregierung unterstützt Forschungsvorhaben, die Desinformationsstrategien untersuchen und Gegenstrategien entwickeln möchten. 

Symbolbild: Fake news auf einem Smartphone

Wie können Menschen vor Desinformationen geschützt werden? Die Forschung dazu wird von der Bundesregierung unterstützt.

Foto: Bundesregierung/Stutterheim

Sind aktuelle Desinformationsstrategien eine Gefahr für die bevorstehenden Wahlen? Oder auch für die Demokratie allgemein? Diesen und weiteren, wichtigen Fragen stellt sich auch die Wissenschaft, die dieses Phänomen beleuchten möchte. „Desinformationen können Parteien, Programme und Kandidaten diskreditieren und dadurch Wahlentscheidungen manipulieren“, sagt etwa Professor Alexander Roßnagel von der Universität Kassel. Auch Social Bots in sozialen Netzwerken könnten das öffentliche Meinungsbild beeinflussen, so der Rechtswissenschaftler.

Vielfältige Forschungsaspekte

Wie kann dem begegnet werden? „Der Beitrag der Wissenschaft reicht von technischen Werkzeugen, die beim Erkennen und Bekämpfen helfen, über Studien, die zeigen, wie Desinformation funktioniert und was sie anrichtet, bis hin zu rechtlichen Gestaltungsvorschlägen zum Umgang mit Desinformationen“, betont Professor Martin Steinebach, der am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) die Abteilung für Mediensicherheit und IT-Forensik leitet.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Forschung über Desinformationsstrategien und mögliche Gegenstrategien. Zu den geförderten Projekten gehören etwa  PropStop und DORIAN. Unterstützt wird auch das „Forum Privatheit“, das über selbstbestimmtes Leben in der digitalen Welt forscht.

Forschende der Universität Münster sind aktuell dabei, eine Software zu entwickeln, die Desinformationskampagnen erkennen kann. Wichtig sei, die Desinformationsstrategien aufzudecken und zu verstehen. „Den Menschen muss bewusst sein, dass es solche Strategien gibt und dass sie mit Hilfe von sozialen Medien und anderen Verbreitungskanälen vergleichsweise einfach umzusetzen sind“, erklärt Privatdozent Christian Grimme von der Universität Münster.

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