Bundeswehr im Südsudan

Stabiles Umfeld schaffen

Deutschland wird sich weiter an der UN-Mission UNMISS im Südsudan beteiligen. Das Kabinett hat beschlossen, das Mandat bei einer unveränderten personellen Obergrenze von bis zu 50 Soldaten bis zum 31. März 2020 zu verlängern. Auch der Bundestag hat der Verlängerung zugestimmt.

Deutscher Soldat mit Kindern aus Südsudan

Deutsche Soldaten unterstützen im Rahmen der Vereinten Nationen bei der Umsetzung des Friedesnabkommens im Südsudan.

Foto: Bundeswehr/Rott

Das im August 2015 geschlossene Abkommen zur Beendigung des Bürgerkriegs hat dem Südsudan bisher keinen Frieden gebracht. Der Waffenstillstand bleibt brüchig, die humanitäre Lage ist dramatisch. Der Friedensprozess könnte scheitern.

Friedensabkommen von 2015 umsetzen

Unterstützung und Druck durch die internationale Gemeinschaft bleiben für die vollständige Umsetzung des Waffenstillstandes und des Friedensabkommens sowie die Verbesserung der desaströsen humanitären und Menschrechtslage im Südsudan unverzichtbar.

Deutschland ist daran interessiert, eine Lösung für eine der aktuell größten humanitären Krisen weltweit zu finden und an der Stabilisierung einer Region mitzuwirken, die eine außen- und sicherheitspolitisch herausgehobene Bedeutung für Deutschland hat.

Ziel von UNMISS ist es, das Land bei der Umsetzung des Friedensabkommens zu unterstützen. Vorrangig sollen Zivilpersonen geschützt und ein sicheres Umfeld für die spätere Rückkehr von Binnenvertriebenen und Flüchtlingen sowie die Bereitstellung von humanitärer Hilfe geschaffen werden.