Bundeswehr beendet Einsatz in Afghanistan

Die letzten deutschen Soldaten steigen in das Transportflugzeug A400M in Masar-i Scharif.

Auslandseinsatz beendet: Die letzten deutschen Soldaten steigen in das Transportflugzeug A400M in Masar-i Scharif.

Foto: Bundeswehr/Torsten Kraatz

Mit drei Transportmaschinen der Luftwaffe sind die letzten deutschen Angehörigen der Nato-Mission Resolute Support am Mittwoch auf dem Fliegerhorst im Wunstorf (Niedersachsen) gelandet. Damit hat die Bundeswehr nach fast 20 Jahren ihren Einsatz in Afghanistan beendet.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer dankte den mehr als 150.000 Männern und Frauen in Uniform, die seit 2001 in Afghanistan ihren Dienst verrichtet haben. „Sie können stolz sein auf das, was sie geleistet haben! Denn sie haben alle Aufträge, die ihnen das Parlament gegeben hat, erfüllt – mit Professionalität und mit Überzeugung“, so Kramp-Karrenauer. Sie wies darauf hin, dass es ein intensiver Einsatz gewesen sei, der die Bundeswehr gefordert und geprägt habe. Diese habe sich bei dem Einsatz bewährt.

Kramp-Karrenbauer erinnerte aber auch an die Angehörigen der Bundeswehr, die an Leib und Seele verletzt wurden, und Menschen, die ihr Leben verloren haben. „Meine Gedanken sind bei ihnen, sie bleiben unvergessen.“

Vor dem Beginn der Rückverlegung im Mai betrug die Personalstärke an den Bundeswehr-Standorten in Kabul und Masar-i Scharif noch etwa 1.100 Soldatinnen und Soldaten. Diese wurden kontinuierlich nach Deutschland zurückgeflogen. Parallel dazu wurde Material im Volumen von etwa 750 Containeräquivalenten zurückgebracht. Darunter waren rund 120 Fahrzeuge und sechs Hubschrauber.

Dank gegenüber Soldatinnen und Soldaten

Für die Bundeswehr geht mit der Rückkehr aus Afghanistan einer der längsten Auslandseinsätze ihrer Geschichte zu Ende – der Einsatz in den Missionen International Security Assistance Force (ISAF) und Resolute Support (RS). Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer betonte, dass innerhalb der Bundesregierung und der Bundeswehr offen darüber geredet werden müsse, was gut war, was nicht gut war und was gelernt worden sei. Damit solle auch der Dank gegenüber den Soldatinnen und Soldaten ausgedrückt werden, die sich immer wieder aufopferungsvoll engagiert haben.

Mehr zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan erfahren Sie bei der  Bundeswehr. Weitere Informationen zur Rückkehr der Bundeswehr finden Sie auch beim Bundesverteidigungsministerium.

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