Die Jury

Über die Verleihung des Nationalen Integrationspreises entscheidet eine unabhängige Jury aus fünf Fachleuten und Personen des öffentlichen Lebens. Die ehrenamtliche Jury wird durch die Bundeskanzlerin für die Dauer von drei Jahren berufen. Wiederberufungen sind zulässig. Zum Vorsitzenden wählte die Jury Herrn Dr. h.c. Frank-J. Weise.

Nationaler Integrationspreis - Jury

Nationaler Integrationspreis - Jury

Foto: Bundesregierung

Der ersten Jury des nationalen Integrationspreises gehören folgende Persönlichkeiten an:

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Naika Foroutan

Foto: Nina Pieroth

Dr. Naika Foroutan ist Professorin für Integrationsforschung und Gesellschafts-politik an der Humboldt-Universität zu Berlin und stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM). Zu den Schwerpunkten ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit gehören unter anderem die Themen Migration, Integration und postmigrantische Gesellschaften; Transformation von Einwanderungsländern; Islam- und Muslimbilder in Deutschland; sowie Identität und Hybridität. Sie ist zudem Vorstandsmitglied des Rats für Migration.
  
Portraitfoto Sami Khedira, Jurymitglied beim Nationalen Integrationspreis der Bundeskanzlerin

Sami Khedira

Foto: Victor Jon Goico

Der Fußballspieler Sami Khedira wurde 1987 in Stuttgart als Sohn einer Deutschen und eines Tunesiers geboren. Er war von seiner Jugend an bis Juli 2010 für den VfB Stuttgart aktiv, mit dem er 2007 die deutsche Meisterschaft gewann. 2009 debütierte er als deutscher Nationalspieler, ehe er nach der Weltmeisterschaft 2010 zu Real Madrid wechselte. In Madrid feierte Khedira bis 2015 weitere große Erfolge und gewann nacheinander die Copa del Rey, die spanische Meisterschaft sowie 2014 die UEFA Champions League und die FIFA-Klub-WM. Im gleichen Jahr wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien Weltmeister. Seit der Saison 2015/16 steht Khedira in Italien bei Juventus Turin unter Vertrag und gewann die italienische Meisterschaft und den italienischen Pokal. 2013 wurde er für sein großes Ansehen im Ausland mit dem Publikumspreis der Initiative „Deutscher Fußball Botschafter“ ausgezeichnet. 2014 gründete er die Sami-Khedira-Stiftung mit dem Ziel, benachteiligte Kinder und Jugendliche zu fördern. 2016 wurde ihm der Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg für diesen Einsatz verliehen.
  
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Ahmad Mansour

Foto: Pamela Haling

Ahmad Mansour ist Diplom-Psychologe und lebt seit 2004 in Deutschland, wo er sich für Demokratie, Gleichberechtigung und friedliches Zusammenleben einsetzt. Er ist Programme Director bei der European Foundation for Democracy in Brüssel und beschäftigt sich mit Projekten und Initiativen gegen Radikalisierung, Unterdrückung im Namen der Ehre und Antisemitismus in der muslimischen Community. Er ist freier Autor, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Gesellschaft Demokratische Kultur (ZDK), Mitarbeiter bei der Beratungsstelle HAYAT, so wie Gruppenleiter beim HEROES-Projekt in Berlin. Ahmad Mansour kommt aus Tira, einem kleinen arabischem Dorf in Israel.
  
Petra Roth im Gesellschaftshaus Palmengarten Frankfurt a.M.

Petra Roth

Foto: Gaby Gerster

Dr. h.c. Petra Roth war von 1995 bis 2012 dreimal direkt gewählte Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main. Während Ihrer Amtszeit nahm sie insgesamt neun Jahre lang die Aufgaben als Präsidentin des Deutschen Städtetags wahr und war Mitglied im Ausschuss der Regionen der Europäischen Union. Von 1987 bis 1995 gehörte Petra Roth, die seit 1972 Mitglied der CDU ist, dem Hessischen Landtag an. Seit 1977 war sie Stadtverordnete in Frankfurt am Main, unter anderem als Stadtverordnetenvorsteherin.
Heute hat Petra Roth Funktionen in verschiedenen wissenschaftlichen, kulturellen und anderen gemeinnützigen Einrichtungen im In- und Ausland. Petra Roth ist Ehrendoktor der Universität Tel Aviv und Ehrendoktor der Sookmyung Women's University in Seoul. Sie ist Trägerin zahlreicher anderer in- und ausländischer Ehrungen und Auszeichnungen, unter anderem des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
  
Bundesagentur für Arbeit

Frank-Jürgen Weise

Foto: BA

Dr. h.c. Frank-J. Weise wurde von der Jury zum Vorsitzenden gewählt. Von Februar 2004 bis März 2017 fungierte er als Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. Im September 2015 übernahm er zusätzlich die Leitung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Seit dem Ausscheiden aus diesem Amt Ende 2016 war er bis Ende 2017 Beauftragter des Bundesinnenministeriums für Integriertes Flüchtlingsmanagement. Frank-J. Weise ist Präsident der Johanniter Unfall-Hilfe, Vorsitzender des Vorstands der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und Senator der Deutschen Nationalstiftung. Nach der Ausbildung als Offizier und verschiedenen Stationen in der Bundeswehr sammelte der Oberst d.R. umfangreiche Erfahrungen in der Industrie, u.a. als Vorsitzender der Geschäftsführung der Braunschweiger Hüttenwerk GmbH, als Vorstand der FAG Automobiltechnik AG sowie als Mitgründer und später Vorsitzender des Vorstands der Microlog-Logistics AG, Frankfurt.
  

Die Jury kann für jedes Jahr einen thematischen Schwerpunkt festlegen. Aus den Vorschlägen der vorschlagsberechtigten Institutionen wählt sie in nichtöffentlicher Sitzung einen Preisträger aus und entscheidet darüber mit einfacher Mehrheit. Dabei berücksichtigt die Jury Kriterien wie Nachhaltigkeit, Intensität des Engagements, Übertragbarkeit, Innovationskraft und Wirkungsgrad eines Vorschlags.

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