Auf dem Weg zu einem tragfähigen und nachhaltigen Planeten

Tag der Erde am 22. April Auf dem Weg zu einem tragfähigen und nachhaltigen Planeten

Dass die Erde in vielerlei Hinsicht aus dem Gleichgewicht gekommen ist, bekommen wir auch in Deutschland hautnah mit: Der Anstieg der Temperatur ist seit Beginn der Industrialisierung bis heute um 1,5 Grad gestiegen und die geringeren Niederschläge haben unter anderem zu Trockenheit und Missernten geführt. Das sind direkte Auswirkungen des globalen Klimawandels.

Die Erdkugel, betrachtet aus dem Weltall.

Die Aktionen zum "Tag der Erde" finden dieses Jahr weitgehend in der digitalen Welt statt.

Foto: Getty Images/Science Photo Libra

Mehr denn je ist deshalb das Engagement von Bürgerinnen und Bürger für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz gefragt. Bereits vor 50 Jahren haben sich in den USA junge Menschen für saubere Luft und saubere Gewässer eingesetzt, ähnlich wie heute die Fridays-for-Future-Bewegung für mehr Klimaschutz.

Digitale Aktionen zum "Earth Day" in Deutschland

Dieses Jahr werden die zivilgesellschaftlichen Aktivitäten anlässlich des "Earth Day"  - Tag der Erde - wegen der Covid-19-Pandemie digital stattfinden. Andere geplante Veranstaltungen wurden abgesagt.

Das sind einige der Aktionen in Deutschland:

Das sich in Gründung befindende Naturkundemuseum Biotopia in München veranstaltet ein Live-Event auf Instagram. Gründungsdirektor Michael John Gorman spricht mit dem Klangkünstler und Bioakustiker Bernie Krause über das morgendliche Konzert der Natur und wie uns ein genaueres Hinhören wieder mit unserer Umwelt verbinden kann. Weitere Informationen finden Sie hier.

Die Organisation "oekostrom-challenge" aus Escheburg will 1 Million Menschen dazu bewegen, zu nachhaltigem Ökostrom zu wechseln, um die Energiewende zu beschleunigen. Die bei jedem Abschluss mit einem Ökostrom-Anbieter fällige Provision spendet "oekostrom-challenge", um je 222 Bäume zu pflanzen.

Nachhaltige Entwicklung wichtiger denn je

Klima- und Artenschutz als globale Herausforderungen werden trotz Verbreitung der Covid-19 Pandemie nicht verschwinden, schreibt die Leopoldina Nationale Akademie der Wissenschaften in ihrer Stellungnahme zur Überwindung der Corona-Krise.

"Politische Maßnahmen sollten sich auf nationaler wie internationaler Ebene an den Prinzipen von ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit, Zukunftsverträglichkeit und Resilienzgewinnung orientieren. Maßnahmen, die bereits vor der Coronavirus-Krise auf einer breiten wissenschaftlichen Evidenz und einem politisch-gesellschaftlichen Konsens beruhten, dürfen nicht abgeschwächt, sondern müssen weiterhin mit hoher Priorität umgesetzt oder sogar verstärkt werden", so der Wortlaut der Stellungnahme vom 13. April 2020.

Die Bundesregierung unterstützt verschiedene zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich mit einer der drei Dimensionen von Nachhaltigkeit – Soziales, Wirtschaft, Umwelt – beschäftigen und gute Projekte vorschlagen. Das Bundesumweltministerium unterstützt Organisationen zum Beispiel über die Verbändeförderung. Das Bundesentwicklungsministerium fördert im Ausland Projekte aus den Bereichen Krisenprävention und friedliche Entwicklung. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Idee, einen jährlichen Tag der Erde am 22. April zu feiern, entstand 1970 in den Vereinigten Staaten. Engagierte Umweltschützerinnen und -schützer haben diesen Gedenktag weltweit als Umweltaktionstag ins Leben gerufen. Er soll Bürgerinnen und Bürger für Umweltthemen sensibilisieren und vor allem junge Menschen in Umweltprojekte einbinden.

Der "Earth Day" wird heute in mehr als 150 Ländern begangen und ist das Ergebnis zivilgesellschaftlichen Engagements. In Deutschland wird der Jahrestag seit 1994 vom Earth Day International Deutsches Komitee mit Sitz in Frankfurt am Main organisiert.