Chance für Veränderung jetzt nutzen

Nachhaltige Entwicklung Chance für Veränderung jetzt nutzen

Welche Lehren können wir aus der Corona-Pandemie ziehen? Wie kann eine sozial gerechtere, ökologisch tragbarere und wirtschaftlich nachhaltigere Zukunft aussehen? Das waren Themen einer Online-Konferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Kanzlerin Merkel erläuterte die Strategie der Bundesregierung.

Das Bild zeigt einen stilisierten Eisberg mit Gesicht sowie Armen und Beinen. Die Überschrift lautet "Klimaschutz für alle".

Maßnahmen gegen den Klimawandel sind Teil der Deutschen Nachhaltigkeitsstratgie.

Foto: Bundesregierung

Kurzfristige Krisenbewältigung und langfristige Zukunftsplanung - beim Umgang mit der Corona-Pandemie gelte es, beides zusammenzubringen. Das betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Video-Botschaft zur Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltigkeit. Das umfassende Konjunkturpaket der Bundesregierung dient diesen Zielen. "Wir wollen gleichermaßen die Folgen der Pandemie eindämmen und in nachhaltige Entwicklung investieren“, so die Kanzlerin.

Zum einen gehe es der Bundesregierung darum, die Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft gegenüber Pandemien, dem Klimawandel und anderen großen Herausforderungen zu stärken. Zum anderen sei auch eine nachhaltigere Wirtschafts- und Lebensweise notwendig, bemerkte die Kanzlerin. Dabei betonte sie, dass die Agenda 2030 mit den globalen Nachhaltigkeitszielen der Kompass sei.

Video 01:47

Video "In nachhaltige Entwicklung investieren"

Um Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten, "investieren wir in digitale Technologien, Klima- und Wasserstofftechnologien", so Merkel. "Wir bringen nachhaltige Mobilität voran und fördern die energetische Gebäudesanierung", führte die Kanzlerin aus. "Damit gehen wir weiter auf dem Weg hin zur Klimaneutralität 2050."

Leitprinzip für die Zukunft

Nachhaltigkeit solle zum Leitprinzip für die Zukunft zu werden und das "nicht nur im Reden, sondern auch im Handeln", sagte der Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Werner Schnappauf, bei der Eröffnung der Online-Tagung. Die Corona-Pandemie sei als eine Chance für Veränderung zu sehen.

Das Tempo der Transformation müsse jedoch deutlich erhöht werden, ohne die Bürgerbeteiligung zu verringern und ohne neues Geld in alte Ideen zu investieren. Es müssten neue Technologien etwa im Bereich Umweltschutz schnell in die Praxis übergeführt werden, so Schnappauf.

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie diskutierten die rund 2.000 Teilnehmenden, welche Lehren sich aus dieser Krise für einen Aufbau von widerstandsfähigen, nachhaltigen Strukturen ziehen lassen. Weitere Themen waren: nachhaltiges Wirtschaften, Europa und eine neue EU-Afrika Partnerschaft. Ebenfalls hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie bekanntgegeben.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung unterstützt und berät die Bundesregierung in allen Fragen der Nachhaltigkeit. Seine Mitglieder werden jeweils für drei Jahre von der Bundeskanzlerin ernannt. Sie stehen mit ihrem fachlichen und persönlichen Hintergrund für ökologische, ökonomische, soziale oder globale Themenfelder. Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Themenseite Nachhaltigkeit.