Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Handfeste Antworten auf ökologische und soziale Herausforderungen

Für Spitzenleistungen der Nachhaltigkeit wurde der Deutsche Nachhaltigkeitspreis 2019 verliehen. Die Bundesregierung stiftete die Preise in den Kategorien Forschung, grüne Gründer und globale Partnerschaft.

Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Globale Partnerschaften

Sieger des Nachhaltigkeitspreises in der Kategorie "Globale Partnerschaften": Wernigerode und Hoi An (Vietnam).

Foto: Dariusz Misztal

Für internationale Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe erhielten die Städte Wernigerode und Hoi An (Vietnam) gemeinsam den Deutschen Nachhaltigkeitspreis (DNP) Globale Partnerschaften. Dieser wurde erstmals verliehen. In ihrer bereits 2013 gegründeten Städtepartnerschaft entwickelten Wernigerode und Hoi An zuletzt ein gemeinsames Handlungsprogramm zu Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel, unter anderem mit den Kernthemen Erneuerbare Energien und Abfallbeseitigung.

"Entwicklungspolitik stellt die Überlebensfragen der Menschheit – und sucht gemeinsam mit allen Akteuren nach den Antworten auf weltweite Herausforderungen wie Hunger oder Klimawandel. Ich freue mich, heute zwei Preisträger auszeichnen zu können, die mit ihrem Einsatz zur Lösung beitragen und handfeste Antworten darauf geben", erklärte Entwicklungsminister Gerd Müller.

Leistungsfähige Landwirtschaft und biologische Vielfalt vereinbar

Der DNP--Deutscher Nachhaltigkeitspreis Forschung ging an das Dialog- und Demonstrationsprojekt F.R.A.N.Z. der Umweltstiftung Michael Otto und des Deutschen Bauernverbandes. Es zeigt, dass leistungsfähige Landwirtschaft mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt vereinbar ist. Den Next Economy Award erhielten die grünen Gründer Numafern, Social Bee und Sirplus. Sie tragen jeweils auf ihre Weise zu Lösungen sozialer und ökologischer Probleme bei.

Im Vorfeld der Preisverleihung diskutierten mehr als 1.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Nachhaltigkeitstages in Düsseldorf über Ansätze für mehr Nachhaltigkeit. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, forderte stärkeres Engagement - angesichts der kurzen Zeit zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele bis 2030.

Nachhaltigkeitskampagne "Die Glorreichen 17"

Um hierfür mehr Menschen zu gewinnen, sei es wichtig, dass die Kommunikation verstärkt wird, so eine der Empfehlungen des Anfang Juni dieses Jahres vorgelegten Berichts von internationalen Expertinnen und Experten zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Der hieran mitwirkende Nachhaltigkeitsexperte Jan-Gustav Strandenaes lobte beim Nachhaltigkeitstag, dass die Bundesregierung mit einer bundesweit angelegten Kampagne angetreten sei. Allein der Name "Die Glorreichen 17", mit der seit Anfang Dezember in einem ersten Aufschlag junge Menschen online adressiert würden, sei schon fantastisch.

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