Nutzung des Gästehauses der Bundesregierung endet

  • Bundesregierung | Startseite
  • Bundeskanzler

  • Schwerpunkte 

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek 

  • Service   

Besucher im Schloss Meseberg.

Seit 2007 hat die Bundesregierung Schloss Meseberg in Brandenburg als Gästehaus genutzt.

Foto: Bundesregierung/Peter Himsel

Regierungen weltweit betreiben Gästehäuser, um wichtige Gespräche in einer persönlichen Atmosphäre zu führen. In Deutschland hat das Schloss Meseberg in Brandenburg als Gästehaus der Bundesregierung gedient. Seit 2007 haben Bundeskanzler und Bundeskanzlerin hier viele Staats- und Regierungschefinnen und -chefs empfangen. 

Nach 20 Jahren wird Schloss Meseberg künftig nicht mehr als Gästehaus der Bundesregierung genutzt werden. Im Austausch mit der Messerschmitt-Stiftung wurde vereinbart, den Vertrag im Januar 2027 auslaufen zu lassen. Die Stiftung hatte das Schloss zum symbolischen Preis von einem Euro an die Bundesregierung vermietet.

Schloss Meseberg liegt etwa 60 Kilometer nördlich von Berlin-Mitte in Meseberg, einem Ortsteil der Stadt Gransee, mit rund 150 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Münchener Messerschmitt-Stiftung, in deren Auftrag das Gebäude restauriert wurde, hat Schloss Meseberg der Bundesregierung überlassen – zunächst für 20 Jahre zum symbolischen Mietpreis von einem Euro.

Bedingt durch andere Besuchsformate und vor allem wegen einer gestiegenen Termindichte war die Nutzung zuletzt sehr zurück gegangen. Als problematisch hat sich dabei auch die deutliche Entfernung zum Berliner Regierungsviertel erwiesen. Dadurch wurde das Schloss nur noch selten genutzt. 

Die mit dem Betrieb und dem Unterhalt des Schlosses verbundenen Aufwendungen stehen so nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zum Mehrwert dieser Liegenschaft für repräsentative Veranstaltungen. 

Bundesregierung lässt Nutzungsvertrag auslaufen

Da Aufwendungen nicht mehr in einem angemessenen Verhältnis zum Mehrwert dieser Liegenschaft stehen, hat das Bundeskanzleramt entschieden, den Vertrag mit der Messerschmitt-Stiftung auslaufen zu lassen. Damit entfallen in Zukunft Kosten für Unterhalt, Betrieb und Sicherung des Schlosses, die das Bundeskanzleramt seit Nutzungsbeginn getragen hat. 

Künftig sollen hochrangige Veranstaltungsformate in verschiedenen, dem Anlass angemessenen Veranstaltungsorten oder auch dem voraussichtlich Ende 2028 fertiggestellten Veranstaltungsbereich im Erweiterungsbau des Bundeskanzleramtes durchgeführt werden. Die Kosten für einmalige Anmietungen externer Veranstaltungsorte werden deutlich unter den jährlichen Gesamtkosten liegen, die bisher jährlich angefallen waren. 

Über das Schloss Meseberg:

Das Haus

Besucher im Schloss Meseberg.

Nach Investitionen für Sicherheits- und Kommunikationstechnik nutzt die Bundesregierung das Schloss seit 2007 als Tagungsort, für Konferenzen oder für den Empfang von Gästen.

Foto: Bundesregierung/Peter Himsel

Das Hauptgebäude des Schlosses besteht aus drei Etagen. Im Erdgeschoss gibt es zwölf unterschiedlich große Repräsentationsräume, so zum Beispiel die Bibliothek, das Kaminzimmer und das Prinz-Heinrich-Zimmer. Neben Küchen- und Lagerräumen befindet sich im Kellergeschoss vor allem eine gemütliche Weinstube. Das Obergeschoss besteht aus vier geräumigen Suiten, die als Wohnraum für die jeweiligen Gäste zur Verfügung stehen.

Zusätzlich gibt es weitere Gebäude, teils auch außerhalb des Geländes. Um neben den Staats- und Regierungschefinnen und -chefs auch deren Begleitungen unterbringen zu können, stehen zwei Delegationsgebäude mit jeweils zwölf Appartements zur Verfügung. Außerdem gibt es ein Gebäude für Pressekonferenzen, eines für die Bundespolizei und ein Restaurant.

Der Park

Besucher im Garten von Schloss Meseberg.

Die barocke Parkanlage des Schlosses mit dem Pavillon „Maison de Plaisir“ wurde aufwändig wiederhergestellt.  

Foto: Bundesregierung/Peter Himsel

Nicht nur Schloss Meseberg ist sehenswert, sondern auch der barocke Park, der es umgibt. In der Parkanlage lädt der Gartenpavillon „Maison de Plaisir“ zum Verweilen ein. Am Schlossgelände liegt der Huwenowsee, an dessen Ufer sich ein öffentlich zugänglicher Landschaftsgarten mit den Mausoleen der Familien Hövel und Lessing befindet. 

Mehr zur Geschichte und Restaurierung des Gästehauses lesen Sie hier: Schloss Meseberg – wie alles anfing .