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Merkel trifft UN-Sondervermittler

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Sonderbeauftragten Matthew Nimetz zu einem kurzen Gespräch im Kanzleramt empfangen. Nimetz vermittelt im Auftrag der Vereinten Nationen in der mazedonischen Namensfrage.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der UN-Sonderbeauftragte Matthew Nimetz

Merkel sicherte Nimetz die Unterstützung der Bundesregierung zu

Foto: Bundesregierung/Denzel

Merkel dankte Nimetz für seine langjährige Vermittlungstätigkeit und diskutierte mit ihm den aktuellen Stand seiner Bemühungen. Dabei geht es um eine Lösung in der Frage des strittigen Staatsnamens der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik.

Merkel und Nimetz waren sich einig, dass die Hindernisse bei entsprechendem politischen Willen in den Hauptstädten Athen und Skopje überwindbar wären. Die Bundeskanzlerin sicherte Nimetz für seine weitere Arbeit die Unterstützung der Bundesregierung zu.

Umstrittener Staatsname
Die griechische Regierung lehnt den vom nördlichen Nachbarland für sich in Anspruch genommenen Staatsnamen "Republik Mazedonien" ab. In einem Interimsabkommen vom 13. September 1995 haben sich beide Länder darauf geeinigt, unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen über eine einvernehmliche Lösung des Namensstreits zu verhandeln. UN-Mitglied ist das Land derzeit unter der Bezeichnung "ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien" (ejRM).
Diesem Sprachgebrauch folgt auch Deutschland. Sowohl EU als auch Nato haben wiederholt einstimmig beschlossen, dass die einvernehmliche Beilegung des Namensstreits Voraussetzung für die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der ejRM ist.