Deutschland hilft in enger Abstimmung mit seinen Verbündeten

Scholz über die Unterstützung für die Ukraine Deutschland hilft in enger Abstimmung mit seinen Verbündeten

Die Bundesregierung unterstützt die Ukraine mit humanitärer und finanzieller Hilfe sowie mit Waffen zur Verteidigung. Wichtig dabei: Deutschland stimmt sich eng mit allen Verbündeten ab. „Wir werden keinen Alleingang machen“, so Kanzler Scholz. In einem Interview erklärt er, wie die Regierung handelt.

Das Bild zeigt Kanzler Scholz im Radio-Studio mit RBB-Redakteurin Angela Ulrich.

Die Sanktionen der EU und der internationalen Partner wirken, betont Bundeskanzler Olaf Scholz im Radio-Interview.

Foto: Bundesregierung/Denzel

Deutschland wird die Ukraine weiterhin mit Waffenlieferungen unterstützen. Das betonte Bundeskanzler Olaf Scholz in einem Interview. Die Bundesrepublik liefere Panzerabwehrwaffen, Flugabwehrraketen und sehr viele andere militärische Güter in die Ukraine, sagte der Kanzler im RBB-Inforadio. „Wir liefern, wir haben geliefert und wir werden liefern“, so Scholz. Dabei stimme sich die Bundesregierung eng mit allen Verbündeten ab. „Wir werden keinen Alleingang machen. Deutschland wird nicht anders agieren als andere Länder“, betonte der Kanzler. 

Die Bundesrepublik habe in den vergangenen Jahren die größte finanzielle Hilfe für die Ukraine geleistet und sei bei der humanitären und finanziellen Hilfe für das Land unverändert „ganz vorne mit dabei“, so Scholz. 

Sanktionen gegen Russland wirken unmittelbar

Deutschland sorge zudem dafür, „dass der Druck auf die russische Regierung zunimmt - zum Beispiel mit unseren Sanktionen, die erheblichen Schaden in Russland ausgelöst haben“. Die Sanktion wirkten schon heute, sagte Scholz. „Und mittel- und langfristig haben sie eine dramatische Konsequenz für die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Russischen Föderation.“

Die Bundesregierung habe die Sanktionen im Wesentlichen mitentwickelt und sich dabei eng mit den internationalen Partnern abgestimmt. Dabe werde das Prinzip beachtet, dass der Schaden, für die Länder, die die Sanktionen verhängen, nicht größer sei als für Russland, dem sie gelten.

Unabhängigkeit von russischen Importen

Die Bundesrepublik habe sich entschieden in ganz kurzer Zeit aus der Nutzung fossiler Ressourcen auszusteigen, betonte Scholz. Gleichzeitig gehe es darum, von russischen Importen unabhängig zu werden. „Das tun wir bei der Kohle. Das organisieren wir bei dem Öl. Und das werden wir auch bei dem Gas Stück für Stück hinkriegen“, sagte Scholz. Für Gasimporte aus anderen Quellen müsse aber noch die nötige Infrastruktur geschaffen werden – Pipelines, Terminals, Häfen. „Das machen wir mit einem Tempo, das in Deutschland noch nicht dagewesen ist“, so der Kanzler.

Das  Interview mit dem Bundeskanzler können Sie hier beim RBB-Inforadio hören. 

Eine Übersicht zur deutschen humanitären Hilfe für die Ukraine finden Sie hier.

Lesen Sie hier weitere Informationen zum Krieg in der Ukraine und zur Hilfe für Geflüchtete.

Eine Übersicht zu den Sanktionen gegen Russland gibt es hier.