Abhängigkeit von Russland reduziert

Fortschrittsbericht Energiesicherheit Abhängigkeit von Russland reduziert

Deutschland ist dabei, die Energie-Abhängigkeit von Russland zügig zu verringern. Die Energieträger Kohle und Öl können leichter ersetzt werden als das Gas, weswegen hier die Fortschritte größer sind. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat hierzu einen Fortschrittsbericht Energiesicherheit vorgelegt.

„Wir haben in den letzten Wochen gemeinsam mit allen relevanten Akteuren intensive Anstrengungen unternommen, weniger fossile Energien aus Russland zu importieren und die Versorgung auf eine breitere Basis stellen. Erste wichtige Etappenziele sind erreicht, um uns aus dem Klammergriff der russischen Importe zu lösen“, sagte Bundesminister Robert Habeck am Freitag bei der Vorstellung des Fortschrittsberichts Energiesicherheit.

Veränderte Lieferketten werden wirksam

Die Fortschritte kommen dadurch zustande, dass Unternehmen Verträge mit russischen Lieferanten auslaufen ließen, sie nicht verlängerten und auf andere Lieferanten umstellten. Auf diese Weise wird die Abhängigkeit von russischem Öl absehbar auf etwa 25 Prozent sinken. Bereits in den kommenden Wochen werden diese veränderten Lieferketten wirksam. Bis Mitte des Jahres werden die russischen Ölimporte nach Deutschland voraussichtlich halbiert sein.

Konsequent und besonnen vorgehen

Es wird angestrebt, bis zum Jahresende nahezu unabhängig zu sein. „Wir gehen konsequent voran und wägen zugleich besonnen ab. Auch wenn wir unabhängiger von russischen Importen werden, ist es für ein Energieembargo zum jetzigen Zeitpunkt zu früh. Noch wären die ökonomischen und sozialen Folgen zu gravierend. Aber jeder Liefervertrag, der beendet wird, schadet Putin“, sagte Habeck am Freitag.

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