Mehr Hilfen für junge Flüchtlinge

Modellprojekt fördert Integration Mehr Hilfen für junge Flüchtlinge

Junge Flüchtlinge brauchen besondere Unterstützung beim Start in Deutschland. Das Bundesjugendministerium finanziert deshalb ein neues Modellprojekt: Die Jugendmigrationsdienste helfen zum Beispiel bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder der Vermittlung von Sprachkursen.

Madina (l) und Fadira sitzen am 31.07.2013 in einem Sprachkurs beim Jugendmigrationsdienst in Solingen (Nordrhein-Westfalen).

Die Jugendmigrationsdienste helfen jungen Flüchtlingen auch bei der Suche nach einem Sprachkurs.

Foto: picture-alliance/dpa/Rolf Vennenbernd

Unter den zahlreichen Flüchtlingen, die derzeit nach Deutschland kommen, sind auch viele Kinder und Jugendliche - manchen von ihnen sind ohne ihre Eltern geflohen. Sie brauchen besondere Unterstützung beim Start ihres Lebens in Deutschland.

Ab sofort können junge Flüchtlinge an 24 Standorten bundesweit spezielle Hilfsangebote in Anspruch nehmen. Ein entsprechendes Modellprogramm hat das Bundesjugendministerium jetzt zusammen mit den Trägern der Jugendmigrationsdienste gestartet.

Die Jugendmigrationsdienste (JMD) kümmern sich bislang an 430 Standorten bundesweit um junge Migrantinnen und Migranten. Sie begleiten die jungen Menschen mit einem vielschichtigen Angebot, um ihnen Chancengerechtigkeit und Teilhalbe zu ermöglichen. Mit dem neuen Projekt öffnen sich die Jugendmigrationsdienste einer neuer Zielgruppe.

Junge Menschen rascher integrieren

Die Mitarbeiter der Jugendmigrationsdienste unterstützen junge Flüchtlinge bei der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz und sprechen mit Behörden, Schulen oder Betrieben. Außerdem vermitteln sie Sprachkurse, bieten Bewerbungstrainings oder Schulungen zur Kompetenzstärkung an.

Ziel des Modellprojekts "Junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst" ist es, diese jungen Menschen rascher in die Gesellschaft zu integrieren.

Sieben Millionen Euro bis Ende 2017

Das fordert auch Bundesjungendministerin Manuela Schwesig: "Sprache, Schule und Ausbildung sind die besten Mittel, um sich erfolgreich in die Gesellschaft einbringen zu können", ist sie überzeugt. Mit dem Modellprojekt unterstütze man die Kommunen dabei, die jungen Menschen vor Ort schneller einzubinden.

Für das Vorhaben stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bis Ende 2017 insgesamt sieben Millionen Euro zur Verfügung. An jedem der 24 Modellstandorte wird der Personalbestand um durchschnittlich ein bis zwei Vollzeitstellen aufgestockt.