„Ich wünsche mir, dass die Bürger näher am Parlament sind“

  • Bundesregierung ⏐ Startseite
  • Schwerpunkte

  • Themen  

  • Bundeskanzler

  • Bundesregierung

  • Aktuelles

  • Mediathek

  • Service

Europäisches Bürgerforum „Ich wünsche mir, dass die Bürger näher am Parlament sind“

Gabriele Schulze Hobeling (54) aus Reken im Münsterland verbringt das Wochenende in Straßburg: Sie ist eine von 200 europäischen Bürgerinnen und Bürgern, die dort bei der Konferenz zur Zukunft Europas über die Europäischen Union von morgen sprechen. Im Interview berichtet die Industriekauffrau von ihren Erwartungen. 

1 Min. Lesedauer

Gabriele Schulze Hobeling

Gabriele Schulze Hobeling bringt sich beim europäischen Bürgerforum ein.

Foto: Borkener Zeitung/Tim Schulze

Was haben Sie gedacht, als Sie den Anruf bekommen haben, am europäischen Bürgerforum teilzunehmen?

Gabriele Schulze Hobeling: Zuerst dachte ich, es geht nur um eine einfache Umfrage, die man so dann und wann mal bekommt. Der Herr am Telefon war sehr freundlich, vorsichtig und angenehm. Das war sehr auffällig. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich wirklich die Gelegenheit erhalte, persönlich vorzusprechen. Dennoch dachte ich, dass die Umfrage mit Auflegen des Hörers beendet wäre.

Was sind Ihre Erwartungen an das erste Wochenende in Straßburg? 

Schulze Hobeling: Meine Erwartungen an Straßburg sind, dass wir Bürger zusammen gute Ziele erreichen: Wir setzen uns zusammen, erörtern unsere Ideen und diskutieren gemeinsam, was für uns das wichtigste Thema ist, wofür wir brennen. Unsere Ergebnisse werden wir dann dem Exekutivausschuss mitteilen. 

Was möchten Sie bei Ihren Panelthema „Europäische Demokratie“ einbringen? Was ist Ihnen besonders wichtig? 

Schulze Hobeling: Ich wünsche mir, dass das Demokratiedefizit, welches der Europäischen Union nachgesagt wird, nicht mehr existiert. Das heißt für mich konkret: Die Bürger sind näher am Parlament und haben mehr Mitspracherecht, so wie es mit den Bürgerforen erreicht werden soll.

In den europäischen Bürgerforen kommen zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger zusammen. Sie bilden die Vielfalt Europas mit Blick auf Alter, Geschlecht, Herkunft und Hintergrund repräsentativ ab. Dabei soll ein Drittel jünger als 25 Jahre sein. Getrennt in vier Themenbereichen, werden sie jeweils an vier Wochenenden  diskutieren – auf Grundlage der auf der Onlineplattform gesammelten Ideen. Die Ergebnisse werden einerseits auf der digitalen Plattform veröffentlicht. Anderseits werden sie in die Plenarversammlung eingebracht.