Klimafreundlichen Mobilität gehört die Zukunft

Schienengipfel 2021 Klimafreundlichen Mobilität gehört die Zukunft

„Mit der Bahn umweltfreundlich durch Deutschland und Europa“: Unter diesem Motto fand auf Einladung des Bundesverkehrsministeriums der virtuelle Schienengipfel 2021 statt. Auch die Kanzlerin sprach ein Grußwort. Im Mittelpunkt stand die Eisenbahnpolitik im Europäischen Jahr der Schiene. Ein Rückblick in Fragen und Antworten.

Schienengipfel

Die Bundesregierung unterstützt den weiteren Ausbau der Gleisinfrastruktur nicht nur in Deutschland, sondern auch innerhalb Europas.

Foto: imago/STAR-MEDIA

Worum ging es bei dem Gipfel?

Die EU hat das Jahr 2021 zum „Europäischen Jahr der Schiene“ erklärt, um den Umstieg auf die Bahn als nachhaltiges Verkehrsmittel zu fördern. Die Initiative ist Teil des European Green Deal, der darauf abzielt, umweltfreundliche Verkehrsmittel zu unterstützen und Europa bis 2050 klimaneutral zu gestalten.

Vor diesem Hintergrund stand die europäische Dimension des Schienenverkehrs im Fokus der diesjährigen Veranstaltung. „Das Europäische Jahr der Schiene macht deutlich: Der klimafreundlichen Mobilität gehört die Zukunft“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Videogrußwort. Hierzu stelle der Schienengipfel wichtige Weichen.

Weitere Informationen zum Europäischen Jahr der Schiene finden Sie in unseren Fragen und Antworten.

Was stand auf dem Programm?

Im Rahmen des interaktiven Konferenzprogramms wurden unter anderem

  • eine Erklärung der EU-Verkehrsminister zum „TransEuropExpress (TEE) 2.0“ als Grundlage für einen vernetzten Europatakt unterzeichnet,
  • eine Absichtserklärung Deutschlands, Tschechiens und Österreichs zum Ausbau der Verbindung Berlin-Prag-Wien (Via Vindobona) unterschrieben,
  • die Erwartungen an einen klimafreundlichen Schienenverkehr in Deutschland und Europa erörtert.

Mehr über die vereinbarten Kooperationen und den Europatakt erfahren Sie beim Bundesverkehrsministerium.

Welche Vorteile bringt der TEE 2.0?

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hatte das Konzept „TransEuropExpress (TEE) 2.0“ auf dem EU-Schienengipfel vom 21. September 2020 vorgestellt. Ziel ist es, Europa mit grenzüberschreitenden Hochgeschwindigkeits- und Nachtzugverbindungen noch klima- und umweltfreundlicher zu machen.

Bundeskanzlerin Merkel ist sich sicher: Damit „rücken wir dem einheitlichen europäischen Eisenbahnraum ein gutes Stück näher.“ Zudem seien Vereinbarungen zum Ausbau internationaler Fernverkehrsverbindungen, wie zum Beispiel Berlin-Prag-Wien, „wegweisend in Sachen Klimaschutz“, so Kanzlerin Merkel.

Was tut die Bundesregierung?

Um den Schienenverkehr auszubauen und zu modernisieren, stellt die Bundesregierung nach den Worten der Bundeskanzlerin allein über das Klimaschutzprogramm 2030 fünf Milliarden Euro zur Verfügung. So Merkel: „Ob bei Personen- oder Güterverkehr - überall treiben wir Elektrifizierung und Digitalisierung voran.“

Und weiter: „Bahnfahren gewinnt auch durch den Deutschlandtakt und die beschlossene Mehrwertsteuersenkung im Fernverkehr an Attraktivität“ - ebenso wie durch die umfangreichen Maßnahmen zur Stärkung des Schienengüterverkehrs, zum Lärmschutz an Bahnstrecken und zur Modernisierung von Bahnhöfen.

Einen Überblick über die Maßnahmen zur Stärkung der Schiene erhalten Sie hier.

EU-Schienenverkehr in Zahlen: Der Schienenverkehr ist EU-weit für weniger als 0,5 Prozent der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen verantwortlich; damit zählt er zu den nachhaltigsten Formen des Personen- und Güterverkehrs. Dennoch werden nur etwa 7 Prozent der Fahrgäste und 11 Prozent der Güter per Bahn befördert.