Armut bekämpfen

Weltwassertag

Wasser und Energie – eine enge Verbindung

Der diesjährige Weltwassertag thematisiert die Wechselwirkungen von Wasser und Energie. Um Energie zu erzeugen, wird Wasser genutzt. Für die Versorgung mit Wasser wird Energie benötigt.

Mitarbeiter im Wasserkraftwerk Bujagali. Das Werk kam 2012 ans Netz und liefert bis zu 250 MW Strom. Es wurde von der KFW mit 60 Millionen US-Dollar mitfinanziert.

Wasserkraftwerk Bujagali in Uganda

Foto: Thomas Koehler/photothek.net

Wasser ist wichtig, um Energierohstoffe zu gewinnen und Strom zu erzeugen. Das hat Auswirkungen auf die Wasserressourcen und Beschaffenheit von Gewässern. Um Wasser aufzubereiten, zu verteilen und landwirtschaftlich zu nutzen, spielt wiederum Energie eine wesentliche Rolle

Unter dem Motto "Wasser und Energie" will der diesjährige Weltwassertag auf die gegenseitigen Abhängigkeiten aufmerksam machen. Geworben wird dafür, dass diese Zusammenhänge in wasser- und energiepolitischen Strategien und Maßnahmen berücksichtigt werden. Auch die Auswirkungen auf Menschen und Umwelt sind Thema.

Seit 1993 ist der 22. März der "Tag des Wassers". Er wurde 1992 von den Vereinten Nationen ausgerufen.

Wasser - keine Selbstverständlichkeit

Das Recht auf Trinkwasser und Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht. Doch nach wie vor haben fast 900 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 2,6 Milliarden Menschen, fast 40 Prozent der Weltbevölkerung, leben ohne angemessene sanitäre Basisversorgung. Verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene verursachen Krankheiten wie Durchfall und Cholera, an deren Folgen täglich 10.000 Menschen sterben.

Besonders prekär ist die Situation für Menschen auf der Flucht, beispielsweise in Syrien. Schon vor Ausbruch des Krieges war das Wasser in der sehr trockenen Region knapp. Die enormen Flüchtlingsströme, die in den Nachbarländern versorgt werden müssen, verschärfen die Situation zusätzlich.

Arme sind besonders betroffen

Wassermangel und unzureichende Wasserqualität gehören zu den Hauptursachen für Armut, Krankheiten und Umweltzerstörung. Darunter leiden hauptsächlich die Armen. In Regionen, in denen Wassermangel herrscht, wie zum Beispiel im Nahen Osten oder in weiten Teilen Afrikas, wird das Problem durch die Auswirkungen des Klimawandels zusätzlich verstärkt. Dadurch werden die knappen Wasserressourcen noch stärker beansprucht. Geht das so weiter, überschreitet im Jahr 2030 die Nachfrage nach Wasser die weltweit verfügbare Menge um 40 Prozent.

Schwerpunkt deutscher Entwicklungspolitik
Eine verbesserte Wasser- und Sanitärversorgung ist Grundlage, um weitere Millenniumsentwicklungsziele wie Ernährungssicherung, Armutsbekämpfung, Gesundheit und Umweltschutz zu erreichen. Sogar die Bereiche Bildung und Gleichstellung sind davon betroffen: Anstatt zur Schule zu gehen, verbringen Mädchen täglich viele Stunden damit, von weit entfernten Quellen Wasser zu holen.

Einer der Schwerpunkte deutscher Entwicklungspolitik ist die Sicherung der Wasserversorgung. Deutschland unterstützt mit knapp 400 Millionen Euro im Jahr Programme und Projekte in 27 Ländern in diesem Bereich. Durch die Verbesserung ihrer Wasser- und Sanitärversorgung profitieren etwa 80 Millionen Menschen weltweit von den laufenden Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Ein Beispiel ist das deutsche Vorhaben "Grenzüberschreitendes Wassermanagement in der Region der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrikas". Dieses Projekt wird von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums umgesetzt.

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