Weltweit wachsende Allianz für Klimaneutralität

Internationale Berliner Konferenz zur Energiewende Weltweit wachsende Allianz für Klimaneutralität

Die Energiewende weltweit auf den Weg bringen und Energiesysteme intelligent umbauen – diese Ziele werden auf der internationalen Berliner Konferenz zur Energiewende diskutiert. Auf Einladung der Bundesregierung nehmen hochranginge Delegationen aus über 50 Ländern an diesem Dialog teil.

Bundesenergieminister Peter Altmaier und Außenminister Heiko Maas äußern sich bei einem Pressestatement zum Start der internationalen Energiewende-Konferenz "Berlin Energy Transition Dialogue" im Auswärtigen Amt.

Gastgeber der im diesen Jahr virtuell durchgeführten Konferenz: Bundesenergieminister Peter Altmaier (l.) und Außenminister Heiko Maas.

Foto: picture alliance/dpa/Bernd von Jutrczenka

„Damit unser Planet eine Zukunft hat, muss die Energiewende gelingen. Die Unterstützung dafür war weltweit noch nie so groß wie jetzt“, erklärte Außenminister Heiko Maas zum Auftakt des „7. Berlin Energy Transition Dialogue“ am 16. März. Die USA seien zurück in der Klimapolitik, auch China, Südkorea oder Japan hätten sich zum Ziel der Klimaneutralität bekannt. „Dieses Momentum müssen wir nutzen“, so Maas. 

Mit Energieaußenpolitik Kooperationen fördern

Gleichzeitig werde sich die Welt mit der Energiewende und dem nahenden Ende des fossilen Zeitalters in den kommenden Jahrzehnten stark verändern. „Darauf müssen wir uns einstellen“, so Maas. Es werden neue Dynamiken entstehen, die auch zu Spannungen führen könnten. Umso wichtiger sei eine vorausschauende Energieaußenpolitik, „mit der wir Kooperation fördern und Konflikte vermeiden können“.

Energiewende: Motor für Innovation und nachhaltigem Wachstum

Auch Bundesenergieminister Peter Altmaier wies darauf hin, dass die Allianz an Ländern, die sich zur Klimaneutralität bis 2050 bekennen, größer werde. Das „steigert unsere Möglichkeiten, diese Generationenaufgabe gemeinsam in enger internationaler Kooperation zu bewältigen". Er sprach sich dafür aus, die Energiewende und den Klimaschutz nicht als Hinderungsgrund für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu sehen. Das Gegenteil sei richtig: „Sie haben vielmehr das Potential, ein Motor für Innovation und nachhaltiges Wachstum zu sein“, so Altmaier.

Das aktuelle Programm der Konferenz sowie das Begleitprogramm finden Sie auf www.energydialogue.berlin.

USA erstmals mit dabei

Der diesjährige Dialog steht unter dem Motto „Towards climate neutrality“. Auf der pandemiebedingt virtuell durchgeführten Konferenz diskutieren Ministerinnen und Minister sowie hochrangige Delegationen aus über 50 Ländern mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Dabei geht es um Strategien für den intelligenten Umbau der Energiesysteme weltweit, um die Energiewende weiter entschlossen auf den Weg zu bringen.

Erstmals werden auch Teilnehmer aus den USA begrüßt, darunter der US-Klimasonderbeauftragte John Kerry und US-Energieministerin Jennifer Granholm. Nach dem Amtsantritt von Präsident Joe Biden sind die USA dem Pariser Klimaschutzabkommen wieder beigetreten und haben sich das Ziel gesetzt, ihre Stromversorgung bis 2035 CO2-frei zu gestalten. Auf der Konferenz sollen auch die Chancen einer neuen transatlantischen Zusammenarbeit bei der Energiewende ausgelotet werden.   

Der Berlin Energy Transition Dialogue findet seit 2015 auf Einladung der Bundesregierung statt und wird gemeinsam mit dem Bundesverband Eneuerbare Energie, dem Bundesverband Solarwirtschaft, der Deutschen Energie-Agentur und das Atelier für maßgeschneiderte IT-Lösungen Eclareon veranstaltet. Zu der zweitägigen, virtuellen Konferenz in 2021 haben sich über 2.500 Gäste aus nahezu hundert Ländern angemeldet.