Energiewende

Klimaforschung

Mit grüner Energie in die Zukunft

Der Schutz des Klimas erfordere Handlungsbedarf in allen Lebensbereichen, sagte Bundesforschungsministerin Karliczek in Berlin. Ihr Ministerium sei seit Jahren im Klimaschutz aktiv, werde aber seine Anstrengungen noch verstärken.

Zapfsäule an einer Wasserstofftankstelle des Fraunhofer-Instituts Freiburg.

Zapfsäule an einer Wasserstofftankstelle: Das Bundesforschungsministerium setzt in der Erfoschung von Wasserstoff einen Schwerpunkt.

Foto: Sven Ehlers

Das Klimaschutzzeitalter habe zugleich auch ein neues Technologiezeitalter eingeläutet, sagte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek bei einer Pressekonferenz in Berlin. Die deutsche Klimaforschung habe einen guten internationalen Ruf. Es brauche aber noch mehr innovative Lösungen für mehr Klimaschutz. "Ich möchte, dass Klimaschutz 'made in Germany' zu einem Markenzeichen in der Welt wird", so die Ministerin.

Zentraler Hebel für den Klimaschutz

"Grüner Wasserstroff ist der zentrale Energieträger der Zukunft", sagte Karliczek. Er könne nicht nur die Mobilität klimafreundlicher werden lassen, sondern auch in anderen Lebensbereichen wirken. Derzeit werde Wasserstoff überwiegend in der Industrie eingesetzt. Damit auch in Bereichen wie Wärme und Mobilität Wasserstoff effektiv eingesetzt werden kann, hat das Ministerium in der Erforschung von Wasserstoff einen Schwerpunkt gesetzt.

Die wirtschaftliche Erzeugung und die die sichere und effektive Speicherung von Wasserstoff haben hier eine besondere Bedeutung. Es gelte aber auch, Partnerschaften mit möglichen Wasserstoffexporteuren zu knüpften. Denn Deutschland, so Karliczek, werde den Bedarf ein Wasserstoff aus eigener Produktion langfristig nicht decken können.

Konkrete Projekte für die Energiewende

Das Bundesforschungsministerium weitet in den kommenden drei Jahren auch die Kopernikus-Projekte aus. Vier ausgewählte Projekte werden jeweils mit bis zu 30 Millionen Euro pro Jahr gefördert. Ein Ziel ist beispielsweise, die Stromnetzstruktur so zu gestalten, dass europaweit ein stabiles System ohne Schwankungen entsteht.

Die Kopernikus-Projekte zeichnen sich durch eine besondere Herangehensweise an ihre Themen aus: Zum einen wandeln sich die Rahmenbedingungen schnell. Dieser Dynamik begegnen sie mit langfristig angelegten Projektstrukturen, die zugleich eine flexible Steuerung erlauben. Zum anderen sind die Projekte systemisch angelegt, da sie wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische und technologische Forschungsfragen von Beginn an miteinander verknüpfen. So können ihre Ergebnisse besonders nachhaltig und langfristig wirken.