Bürgerbeteiligung erwünscht

Ausbauplan fürs Stromnetz Bürgerbeteiligung erwünscht

Das Stromnetz wird weiter ausgebaut. Auch an den nun überarbeiteten Ausbauplänen bis 2035 kann die Öffentlichkeit mitwirken. Stellungnahmen zum neu vorgelegten Netzentwicklungsplan einschließlich der vorläufigen Prüfungsergebnisse nimmt die Bundesnetzagentur entgegen.

Netzausbau

Die Bundesregierung startet eine öffentliche Meinungsbildung über den geplanten Stromnetzausbau.

Foto: U. Baumgarten via Getty Images

Die Bundesnetzagentur hat den überarbeiteten Netzentwicklungsplan zum Ausbau des Stromnetzes bis 2035 vorgelegt, wozu die Öffentlichkeit bis zum 20. Oktober 2021 Stellung nehmen kann. Die abrufbaren Unterlagen liegen auch in der Bundesnetzagentur aus. 

Flankierend wird die Agentur vier Informationsveranstaltungen abhalten: zwei vor Ort, in Lübeck (am 31. August) und in Münster (am 2. September), sowie zwei online (am 14. und am 16. September). 

Eine zusätzliche Gleichstrom-Verbindung nötig

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, hält zusätzlich zu den bisher definierten Ausbauplänen weitere Projekte für nötig, damit die Energiewende gelingen kann: „Unsere vorläufigen Prüfungsergebnisse zeigen, dass die bereits im Bundesbedarfsplangesetz ausgewiesenen Vorhaben weiterhin energiewirtschaftlich notwendig und vordringlich sind. Darüber hinaus halten wir zusätzliche Netzausbaumaßnahmen für erforderlich.“ 

Konkret geht es um eine weitere Gleichstrom-Verbindung zwischen Niedersachsen und Hessen. Sodann sind auch Wechselstromverbindungen zu verstärken bzw. neu einzurichten.

Mit welchen Umweltauswirkungen ist zu rechnen?

Auch das hat die Bundesnetzagentur geprüft und ihre Überlegungen einschließich Bewertung hierzu in dem Entwurf für ein Umweltbericht beigefügt. Zu den einzelnen Maßnahmen hat sie Alternativen mit aufgenommen, bewertet und miteinander verglichen.

Anlass für die Überarbeitung waren der prognostizierte erhöhte Strombedarf und die entsprechend dazu auszubauende Stromgewinnung aus Wind-, Sonnen- und Wasserkraft. Ein solch synchronisierter Netzausbau ist essentiell für das Gelingen der Energiewende. Darüber hinaus sind die jüngsten Anpassungen zum Klimaschutz mit berücksichtigt. 


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