Mit Wasserstoff und Biomasse zur Klimaneutralität

Energieforschungsbericht 2021 Mit Wasserstoff und Biomasse zur Klimaneutralität

Forschung und Entwicklung spielen für den Erfolg der Energiewende eine zentrale Rolle. Dabei geht es um technologische Innovationen, um neue Geschäftsmodelle und auch darum, wie der tiefgreifende Umbau des Energiesystems im Wechselspiel mit den Menschen und der Gesamtgesellschaft gelingen kann.

Versuchsaufbau zur Elektrolyse, bei der Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten wird.

„Zukunftsfähige Energietechnologien aus Deutschland sind weltweit gefragt“, betont Energieminister Peter Altmaier.

Foto: Thomas Ernsting/laif

Das Bundeskabinett hat den Bundesbericht Energieforschung 2021 beschlossen. Der Bericht gibt einen Überblick über die Förderpolitik der Bundesregierung zur Energieforschung und stellt die Fortschritte des 7. Energieforschungsprogramms vor. Bei diesem Programm sind neben dem Bundeswirtschaftsministerium auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beteiligt.

Im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms stellt die Bundesregierung im Zeitraum 2018 bis 2022 insgesamt rund 6,4 Milliarden Euro bereit. 2020 hat die Bundesregierung rund 1,22 Milliarden Euro in die Forschung, Entwicklung und Demonstration moderner Energie- und Effizienztechnologien für die Energiewende aufgewendet. Das ist ein Anstieg um rund 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Ökologie und Ökonomie sind kein Gegensatz

„Die Energieforschung ist der zentrale strategische Schlüssel auf dem Weg hin zur Klimaneutralität. Innovationen für die Energiewende ebnen den Weg zur Klimaneutralität und stärken zugleich unsere Wirtschaft“, betonte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. „Zukunftsfähige Energietechnologien aus Deutschland sind weltweit gefragt.“ Dabei zeige sich, dass Ökologie und Ökonomie kein Gegensatz, sondern zwei Seiten einer Medaille, sein.

Den Bundesbericht Energieforschung 2021 können Sie online einsehen und downloaden.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagte, dass die Energieversorgung der Zukunft klimaneutral, sicher und bezahlbar sein müsse. Im vergangenen Jahr sei mit der Nationalen Wasserstoffstrategie eine entscheidende Weiche gestellt worden. „Wir investieren massiv in den Energieträger der Zukunft – den Grünen Wasserstoff. Wir wollen unser Land zum globalen Leitanbieter für Wasserstofftechnologien machen“, so die Ministerin.

Auch die Biomassenforschung könne ein weiterer Schritt zur Klimaneutralität werden, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner „Die Biomasse ist der Alleskönner unter den Erneuerbare Energieträgern: Sowohl Strom, Wärme als auch Treibstoffe können aus fester, flüssiger und gasförmiger Biomasse gewonnen werden - wie Stroh, Biomüll, Mist oder Gülle. Ein weiterer Vorteil der Biomasse sei, dass sie flexibel zur Verfügung stehe - unabhängig von Wetter und Tageszeit.

Zukunftsfähige Energietechnologien entwickeln und fördern

Ziel der Bundesregierung ist es, im Energiebereich die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass der Prozess der Energiewende zum Treiber für Energieeffizienz, Modernisierung, Innovation und Digitalisierung in allen Sektoren des Energiesystems wird. Zugleich soll die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Industriestandorts Deutschland für die Zukunft gesichert werden.

Als strategisches Element der Energiepolitik orientiert sich die Energieforschungsförderung an den politischen Zielen der Bundesregierung. Um diese Ziele zu erreichen und die Energiewende zum Erfolg zu führen, gilt es, bestehende Technologien kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue technische und nicht-technische Innovationen zu schaffen und bereitzustellen.