7. April 1989 - Auf dem Weg zur Deutschen Einheit

Stellvertreter Honeckers in Bonn

7. April 1989: Auf dem Weg zur Hannover-Messe macht der stellvertretende DDR-Staatsratsvorsitzende Günter Mittag Station in Bonn. Der Bundeskanzler beschränkt sich nicht auf freundliche Worte.

Bundeskanzler Helmut Kohl empfängt DDR-Politbüromitglied Günter Mittag im Bundeskanzleramt in Bonn.

Bundeskanzler Kohl trifft DDR-Wirtschaftsminister Mittag

Foto: Bundesregierung/Schaack

Schüsse auf Flüchtlinge "unakzeptabel"

Kohl kritisiert gegenüber dem hohen SED-Funktionär die jüngsten Fälle von Gewalt und Schüssen gegen Flüchtlinge. Bisher, so der Bundeskanzler, habe er sich in der Öffentlichkeit mit Äußerungen zurückgehalten. Doch derartige Vorfälle seien für die Bundesregierung völlig unakzeptabel. Er bedauere, wenn solche Vorfälle zu einer Verschlechterung der Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten führten.

In der Pressemitteilung der Bundesregierung heißt es später nur: "Das Gespräch fand in einer sachlichen Atmosphäre statt. Gegenstand des Gesprächs waren insbesondere Fragen der Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Probleme wurden offen angesprochen."

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